Mars-Mission gestartet

Mars-Rover „Perseverance“ auf dem Weg zum roten Planeten

Der Mars-Rover „Perseverance“ der US-Raumfahrtorganisation Nasa ist auf dem langen Weg zum Mars. Im Februar 2021 soll er dort landen - und nach Spuren von Leben suchen.

  • Gleich drei Missionen sind im Juli und August 2020 zum Mars* gestartet.
  • Die Mission des Mars-Rovers „Perseverance“ wurde von der Nasa mehrfach verschoben, startete dann aber am 30. Juli 2020.
  • Nach anfänglichen Problemen fliegt der Rover nun zum Mars - die Landung ist für Februar 2021 geplant.

Update vom 13. August, 13.00 Uhr: „Nächster Halt: Jezero-Krater!“ Der Mars-Rover „Perseverance“ ist auf dem Weg zum roten Planeten. Der Rover befindet sich in einer Phase namens „interplanetary cruise“, also „interplanetare Reise“. Im Februar 2021 soll der Rover auf dem Mars - genauer: im Jezero-Krater - landen und die Gegend erkunden.

Update vom 31. Juli, 20.00 Uhr: Der so genannte „Safe mode“, in dem sich der Mars-Rover „Perseverance“ eine Weile nach dem Start befand, ist wieder beendet, dem Rover geht es nach Angaben der Nasa gut und er befindet sich auf dem Weg zum Mars.

Mars-Rover „Perseverance“ mit Problemen: Rover wurde im Erdschatten zu kalt

+++ 21.34 Uhr: Die Trägerrakete mit dem Mars-Rover „Perseverance“ hat nach Angaben der US-Raumfahrtbehörde Nasa technische Probleme. Daten deuteten darauf hin, dass die Rakete in einen Sicherheitsmodus umgeschaltet habe, teilte die Nasa mit. Möglicherweise sei ein Teil des Raumschiffs im Schatten der Erde zu kalt geworden.

Update vom 30. Juli, 15:06 Uhr: Erfolgreich ist heute der Mars-Rover „Perseverance“ zum roten Planeten gestartet. Beim Start ging alles glatt für die Nasa. Der Rover gleitet jetzt durchs All. In sieben Monaten soll „Perseverance“ auf dem Mars landen. Wir bleiben für Sie dran.

Update vom 30. Juli, 14:49 Uhr:  An Bord hat der Mars-Rover „Perseverance" unter anderem sieben wissenschaftliche Instrumente, zwei Mikrofone, 23 Kameras, einen Laser und sogar einen kleinen Hubschrauber. Auch deutscher Hightech ist an Bord.

Unter den Geräten sind auch Thermosensoren des Leibniz-Instituts für Photonische Technologien in Jena. Sie können berührungslos die Oberflächentemperatur messen. Die deutsche Technik soll dazu beitragen, die klimatischen Bedingungen auf dem Nachbarplaneten vor einer ersten bemannten Mars-Mission zu erforschen.

Mars-Rover „Perseverance": USA wollen Außenposten für Mars-Mission aufbauen

Die USA planen, von 2024 an auf dem Mond einen Außenposten für eine Mars-Mission aufzubauen, die vielleicht schon zehn Jahre später starten könnte. Nasa-Chef Jim Bridenstine zufolge zielt die „Perseverance“-Mission deshalb auch darauf ab, „dass eines Tages Menschen nicht nur auf dem Mond leben und arbeiten, sondern auch auf einem anderen Planeten“.

Update vom 30. Juli, 14:09 Uhr: Übrigens: Rund sieben Monate soll es dauern, bis der Nasa-Rover „Perseverance" auf dem Mars landen wird.

Update vom 30. Juli, 14:04 Uhr: Aktuell zeigte eine Computer-Animation, wie der unbemannte Mars-Rover „Perseverance“ durch das Weltall fliegt bzw. treibt. Der Düsenantrieb hat nämlich keine Flamme aktiviert.

Update vom 30. Juli, 13:56 Uhr: Gerade einmal vier Minuten hat es gedauert, bis Mars-Rover „Perseverance“ die Erde verlassen hat und in den Weiten des Weltraumes angekommen ist.

Mars-Rover „Perseverance“ der Nasa hat 7300 Meilen pro Stunde drauf

Update vom 30. Juli, 13:55 Uhr: „Perseverance" ist mit einer Geschwindigkeit von 7300 Meilen pro Stunde unterwegs.

Update vom 30. Juli, 13:53 Uhr: Mars-Rover „Perseverance“ befindet sich im Flug. Bislang ist alles für die Nasa nach Plan gelaufen.

Update vom 30. Juli, 13.52 Uhr: Es ist passiert. In diesem Moment ist der Mars-Rover „Perseverance“ der Nasa gestartet und befindet sich auf dem Weg zum Mars.

Update vom 30. Juli, 13:40: Nur noch fünf Minuten bis zum Start. Nutzer auf YouTube können den Start kaum erwarten. „Ich bin so aufgeregt“, schreibt einer von ihnen.

Update vom 30. Juli, 13:37 Uhr: In weniger als 15 Minuten ist es endlich soweit: Dann wird der unbemannte Roboter namens „Perservance“ von der Nasa auf den Mars gechickt.

Nasa: Acht Jahre nach „Curiosity“ startet „Perseverance" zum Mars

Update vom 30. Juli 2020, 9:15 Uhr: Rund acht Jahre nach „Curiosity“ will die US-Raumfahrtbehörde Nasa wieder einen Rover zum Mars schicken. Der rund 1000 Kilogramm schwere unbemannte Roboter von der Größe eines Kleinwagens bekam den Namen „Perseverance“ (auf Deutsch etwa: Durchhaltevermögen). Er soll am heutigen Donnerstag um 13.50 Uhr MESZ vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral aus an Bord einer „Atlas V“-Rakete starten und dann im Februar 2021 in einem bislang noch nie vor Ort untersuchten ausgetrockneten See auf dem roten Planeten landen.

Derzeit stehen Erde und Mars günstig für Flüge zu unserem Nachbarplaneten. So hatten bereits am 20. Juli die Vereinigten Arabischen Emirate als erste arabische Nation eine Raumsonde in Richtung Mars geschickt. Sie soll aber nicht darauf landen. Drei Tage später startete China* ein Raumschiff Richtung Mars, das unter anderem ein Gefährt von der Größe eines Golfplatzfahrzeugs enthält. Beide Raumsonden sollen wie „Perseverance“ im Februar an ihrem Ziel ankommen.

Mars-Rover „Perseverance“, Rakete und Personal sind bereit: Nasa gibt grünes Licht

Update vom 29. Juli 2020: Der Nasa-Mission mit dem Mars-Rover „Perseverance“ steht nichts mehr im Weg. Wie die US-Weltraumbehörde mitteilte, ist der Mars-Rover bereit für seinen Start in Florida. Auf einer Pressekonferenz am Montag erklärte Nasa-Direktor Jim Bridenstine: „Ich möchte nur sagen, dass die Überprüfung der Startbereitschaft abgeschlossen ist und wir tatsächlich grünes Licht für den Start haben.“

Der eine Tonne schwere und drei Meter lange Roboter soll am Donnerstagmorgen (30. Juli) in einer Rakete von Cape Canaveral starten. Im Februar 2021 wird der Rover dann voraussichtlich in einem ausgetrockneten See namens Jezero Crater auf dem Roten Planeten landen. 

Mission Mars-Rover „Perseverance“: Start soll am Donnerstag stattfinden

Ziel der Mars-Rover-Mission ist es, geologische Untersuchungen durchzuführen und nach organischen Elementen zu suchen, die Hinweise auf früheres Leben auf dem Mars geben könnten. Dazu wird mit „Perseverance“ der technisch anspruchsvollste Mars-Rover eingesetzt, der jemals entwickelt wurde. Satte 2,5 Milliarden Dollar (2,2 Milliarden Euro) und acht Jahre Entwicklungszeit hat der Rover verschlungen.

Mars-Rover „Perseverance“, Rakete und Personal sind bereit - Start steht kurz bevor

Update vom 24. Juli 2020: Mittlerweile hat der Mars-Rover „Perseverance“ der Nasa die so genannte „Flight Readiness Review“ - einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zum Start - bestanden. Bestätigt wurde dabei, dass die Raumsonde, die zum Mars fliegen soll, einsatzbereit ist, aber auch die Rakete, die Software, die Hardware und das Personal. Der Starttermin bleibt weiterhin beim 30. Juli 2020, 13.50 Uhr deutscher Zeit.

Mars-Rover „Perseverance“ der Nasa wartet auf den Start zum Mars

Update vom 10. Juli 2020: Langsam wird es ernst: Der Mars-Rover „Perseverance“ der US-Raumfahrtorganisation Nasa wurde mittlerweile an der Spitze der Rakete befestigt, die ihn bald ins All schießen soll. Die Atlas-Rakete der United Launch Alliance (ULA) wartet in Cape Canaveral, Florida, auf ihren Einsatz. Das Zeitfenster für den Start von „Perseverance" zum Mars hat sich unterdessen nicht mehr verändert: Die Rakete mit dem Mars-Rover startet frühestens am 30. Juli 2020, die letzte Gelegenheit für den Start im aktuell günstigen Zeitfenster ist am 15. August 2020. Wird dieser Termin verpasst, muss die Nasa wieder etwas mehr als zwei Jahre warten, bis Erde und Mars wieder in einer günstigen Position zueinander stehen.

Mars-Rover „Perseverance“: Nasa muss Start erneut verschieben - Zeitfenster droht, sich zu schließen

Erstmeldung vom 1. Juli 2020: Frankfurt - Eine Reise zum Mars ist weit und dauert lang. Doch alle 26 Monate öffnet sich für einige Wochen ein Zeitfenster, das eine kürzere und schnellere Reise zum Mars möglich macht. Erde und Mars stehen dann in einer guten Position zueinander. Diese günstigen Zeitfenster für den Flug zum Mars werden dann häufig von gleich mehreren Mars-Missionen genutzt. So zum Beispiel das Mars-Startfenster 2020, das im Sommer für einige Wochen geöffnet ist. In diesem Zeitraum sollen 2020 gleich drei Missionen zum Mars starten.

Die prominenteste Mars-Mission kommt aus den USA, wo der Mars-Rover „Perseverance“ derzeit auf den Start zum roten Planeten vorbereitet wird. Ursprünglich sollte der Nasa-Rover, der einen kleinen Hubschrauber namens „Ingenuity“ dabei hat, bereits am 17. Juli zum Mars aufbrechen, doch seitdem wurde der Start der „Atlas 5“-Rakete, die „Perseverance“ und „Ingenuity“ in Richtung Mars bringen soll, mehrfach verschoben, zuletzt, weil ein Sensor bei einem Test falsche Daten angezeigt hatte. Derzeit ist der 30. Juli als Starttermin für die Nasa-Mission vorgesehen - doch das kann sich noch weiter verschieben.

Zeitfenster für den Start zum Mars ist knapp bemessen

Das Startfenster für den Mars-Rover erstreckt sich nach Angaben der US-Raumfahrtorganisation Nasa bis 15. August, allerdings untersucht man bei der US-Raumfahrtorganisation derzeit, ob es noch weiter gestreckt werden kann. Das Startfenster wurde bereits einmal verlängert, ursprünglich reichte es nur bis zum 11. August 2020. Gelingt es der Nasa nicht, die Mission im Startfenster zum Mars zu schicken, muss sie um gleich zwei Jahre verschoben werden, bis sich 2022 erneut ein günstiges Fenster öffnet. Diese Situation bringt die Verantwortlichen in eine schwierige Situation: Soll man trotz einiger kleiner Problemchen starten und einen sehr teuren Fehlschlag riskieren oder soll man lieber auf Nummer sicher gehen und zwei Jahre warten?

Der Mars-Rover "Perseverance" soll auf dem roten Planeten geologische Untersuchungen durchführen und nach organischen Elementen suchen, die Hinweise auf früheres Leben auf dem Mars geben könnten. Außerdem sind zwei äußerst interessante Technologie-Demonstrationen mit an Bord: Zum Einen soll der Rover auf dem Mars Sauerstoff aus Kohlendioxid herstellen und zum Anderen soll der Hubschrauber "Ingenuity" einen Flug auf dem Mars testen. Ebenfalls spannend ist, dass der Rover Mars-Gestein sammeln und für einen späteren Rücktransport zur Erde lagern soll.

Mission zum Mars: China steuert den Mars mit Orbiter, Lander und Rover an

Neben der Nasa-Mission brechen im Startfenster 2020 zwei weitere nicht weniger spannende Missionen zum Mars auf: China und die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) haben Mars-Missionen in den Startlöchern - und beide Nationen sind Neulinge, was den Mars angeht.

VAE-Mission „al-Amal“14. Juli 2020, 22.51 Uhr (dt. Zeit)
Chinesische Mission „Tianwen-1“23. Juli 2020, bisher keine Uhrzeit bekannt
Nasa-Mission mit „Perseverance“ und „Ingenuity“30. Juli 2020, 13.50 Uhr (dt. Zeit)

China schickt die Mission „Tianwen-1“ zum roten Planeten. Es handelt sich um gleich um eine Dreifach-Mission zum Mars: „Tianwen-1“ ist eine Kombination aus einem Mars-Orbiter, einem Landeger��t und einem Mars-Rover. China hat bereits viel Erfahrung bei der Erforschung des Mondes gesammelt und will mit der Mars-Mission neue Technologien erproben. Zu den grundlegenden Zielen gehört, den Abstieg auf den Mars und die schwierige Landung zu meistern und den autonomen Betrieb von Rover und Lander auf dem roten Planeten zu testen.

Mission zum Mars: Vereinigte Arabische Emirate schicken erstmals Mars-Sonde

Noch weniger Erfahrung als China haben die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE). Sie wollen die Raumsonde „al-Amal“ („Hope“) zum Mars schicken. Die Aufgabe der Mars-Sonde ist verhältnismäßig einfach: Sie soll das tägliche Wetter und die Klimazyklen auf dem roten Planeten untersuchen und ein Auge auf Wetterereignisse in der niedrigen Mars-Atmosphäre haben. Ein Jahr lang soll die Sonde den roten Planeten umrunden.

Hinter „al-Amal“ steckt vielmehr etwas anderes: Die Mars-Sonde solle „eine Nachricht des Optimismus an Millionen junger Araber schicken“, hat Scheich Mohammed bin Rashid Al Maktum, der Premierminister der VAE bei der Vorstellung des Namens betont. An der Mission beteiligt ist ein Team emiratischer Ingenieure gemeinsam mit ausländischen Forschungsinstituten.

Ursprünglich sollte auch eine europäisch-russische Mission 2020 zum Mars aufbrechen, doch die wurde bereits auf ein späteres Startfenster verschoben, um so mehr Zeit zu gewinnen. (Von Tanja Banner) *fr.de ist Teil der bundesweiten Ippen-Digital-Zentralredaktion.

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