Erhöhung

Jetzt ist es offiziell: ADAC erhöht Mitgliedsbeiträge - das müssen Kunden bald zahlen

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Der ADAC hat die Erhöhung der Mitgliedsbeiträge beschlossen.

Auf einer außerordentlichen Hauptversammlung hat der ADAC die Erhöhung der Mitgliedsbeiträge beschlossen. Diese werden nun deutlich steigen.

Update vom 15. November 2019: ADAC beschließt Beitragserhöhung

Vor wenigen Wochen sorgte die Ankündigung des ADAC, die Beiträge erhöhen zu wollen, für ein Beben unter den Mitgliedern. Die Beitragsanpassung soll dem gebeutelten Automobilclub dazu verhelfen, schwarze Zahlen zu schreiben und sein Angebot weiterzuentwickeln. Am Donnerstag (14. November 2019) wurde die Beitragserhöhung nun von der außerordentlichen Hauptversammlung des Vereins mit 96 Prozent der Stimme beschlossen.

Im April soll laut der Deutschen Presse-Agentur der Jahresbeitrag im Basistarif von 49 auf 54 Euro und in der Plus-Mitgliedschaft von 84 auf 94 Euro steigen. Zudem wird eine Premium-Mitgliedschaft für 139 Euro jährlich eingeführt, die weltweit Pannenhilfe, Rückholdienst und Abschleppen verspricht.

Originalartikel vom 25. Oktober 2019: ADAC will Mitgliedsbeiträge erhöhen

München - Die 21,1 Millionen ADAC-Mitglieder sollen ab nächstem Jahr höhere Beiträge zahlen. Präsidium und Verwaltungsrat wollen die Beitragserhöhung und die Einführung einer neuen Premium-Mitgliedschaft auf einer außerordentlichen Hauptversammlung am 14. November in München beschließen lassen.

Darum will der ADAC die Mitglieder-Beiträge erhöhen

ADAC-Präsident August Markl erklärte auf Anfrage: "Eine höhere Effizienz und die Beitragsanpassung zusammen sorgen dafür, dass der ADAC finanziell gut aufgestellt ist und 2020 schwarze Zahlen schreiben kann." Die Beitragserhöhung wäre die erste seit 2014.

Seit drei Jahren schreibt Deutschlands größter Verein operativ rote Zahlen: Die Mitgliedseinnahmen und die Dividende der ADAC SE reichen nicht, um Pannenhilfe, Dienstleistungen, Digitalisierung und Versicherungssteuer zu bezahlen, wie Markl laut der Süddeutschen Zeitung erklärt: "Wichtig ist es uns, dass wir die Leistungen für unsere Mitglieder aufrechterhalten und weiterentwickeln können - trotz allgemeiner Kostensteigerungen von zuletzt jährlich rund 1,5 Prozent und zusätzlicher finanzieller Belastungen durch die Versicherungsteuer." Nach der Erhöhung sollen die Beiträge jedoch für längere Zeit konstant bleiben.

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Wie hoch werden die neuen ADAC-Beiträge ausfallen?

Bisher kostet die Basis-Mitgliedschaft 49 Euro, die Plus-Mitgliedschaft 84 Euro. Wie mehrere Medien berichten, plant der ADAC einen Preissprung von durchschnittlich zehn Prozent. Das wäre die erste Beitragserhöhung seit 2014. Die Basismitgliedschaft würde dann 54 Euro kosten und die Plus-Mitgliedschaft, die fast drei Viertel der aller Mitglieder abgeschlossen haben, läge dann bei 94 Euro. Zudem will der Verein neue Tarife bis hin zu einer Premium-Mitgliedschaft einführen. Auf der Hauptversammlung soll außerdem über eine Neufassung der ADAC-Satzung abgestimmt werden.

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dpa/Franziska Kaindl

Sat1-Video: 21 Millionen Mitglieder betroffen: ADAC will Beiträge erhöhen

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