Noch gilt zudem der „Notfall-KIZ“

Kinderzuschlag: An welche Familien wird das Geld jetzt ausgezahlt – und in welcher Höhe?

Der Kinderzuschlag soll Familien unterstützen, bei denen das monatliche Einkommen nicht für alle ausreicht.
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Der Kinderzuschlag soll Familien unterstützen, bei denen das monatliche Einkommen nicht für alle ausreicht.

Der Kinderzuschlag soll eine Hilfe für Eltern mit kleinem Einkommen sein – zusammen mit dem Kindergeld. Noch gilt in der Coronakrise zudem der „Notfall-KiZ“. Was Betroffene wissen sollten.

  • Der Kinderzuschlag soll Familien als Unterstützung dienen – zusätzlich zum Kindergeld.
  • Gerade in Corona-Zeiten könnte er vielen Familien helfen. Eltern können recht einfach herausfinden, ob sie Anspruch auf die Leistung haben.
  • Seit 1. April gelten coronabedingt zudem die Regelungen für den sogenannten „Notfall-KiZ“. Was Antragsteller bis zum 30.09.2020 der Bundesagentur für Arbeit zufolge beachten sollten.

Update vom 16.09.2020: Bei vielen Familien kam und kommt es durch die Corona-Krise* zu unvorhergesehenen Einkommenseinbußen. Die Bundesregierung hatte deshalb im Rahmen des Sozialschutz-Pakets den Kinderzuschlag kurzfristig umgestaltet („Notfall-KiZ“). Die grundlegenden Voraussetzungen für den Kinderzuschlag gelten weiterhin, wie die Bundesagentur für Arbeit auf ihrer Homepage informiert. Durch den sogenannten Notfall-KiZ ergeben sich jedoch – zum Vorteil vieler Familien zusätzlich einige Änderungen. Auf der Internetseite der Bundesagentur für Arbeit heißt es zu den Änderungen, die sich durch den Notfall-KiZ ergäben konkret: „Eltern müssen nur noch ihr Einkommen im Monat vor der Antragstellung nachweisen. Stellen Sie Ihren Antrag zum Beispiel im April, müssen Sie nur noch das Einkommen für den März nachweisen. Diese Regelung gilt befristet bis zum 30.09.2020.“ Und weiter: „Erhalten Sie bereits den Höchstbetrag von 185 Euro pro Kind, wird Ihr KiZ-Bezug automatisch um 6 Monate verlängert.“ Betroffene Eltern, die „aktuell Kinderzuschlag“ beziehen und weniger als 185 Euro pro Kind erhalten würden, könnten ihren „KiZ-Anspruch überprüfen lassen“, informiert die Bundesagentur für Arbeit zudem. Weitere Informationen der Bundesagentur für Arbeit zum „Nofall-KIZ“ gibt es hier.

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Welche Eltern haben Anspruch auf Kinderzuschlag? Und was hat der Notfall-KiZ damit zu tun tun?

Artikel vom 07.08..2020: Was, wenn das monatliche Einkommen* zwar für einen selbst, aber nicht für die ganze Familie ausreicht? Betroffene Eltern oder Erziehungsberechtigte haben in vielen Fällen die Möglichkeit, einen Kinderzuschlag bei der Familienkasse der Bundesagentur für Arbeit zu beantragen. So soll der Kinderzuschlag Familien mit kleinem Einkommen als Unterstützung dienen, heißt es in einem Bericht der Deutschen Presse-Agentur. Neben dem Einkommen gibt es noch ein paar weitere Kriterien.

Hier die Antworten auf die wichtigsten Fragen:

Wie hoch ist der Kinderzuschlag?

„Der Kinderzuschlag liegt bei maximal 185 Euro pro Monat und Kind", kommt Ute Baum von der Familienkasse der Bundesagentur für Arbeit in dem Bericht zu Wort. Das zusätzliche Geld soll - gemeinsam mit dem Kindergeld - den Bedarf des Kindes decken. Dem Bundesfamilienministerium zufolge habe der Kinderzuschlag in den Monaten Januar bis Mai 2020 im Schnitt bei 140 Euro pro Kind und Monat gelegen, berichtet dpa.

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Wer erhält den Kinderzuschlag?

Ob und in welcher Höhe der Zuschlag gezahlt wird, wird dem Bericht zufolge für jede Familie individuell berechnet. Ein wichtiges Kriterium ist dabei das Einkommen. Als kleines Einkommen gilt, wie dpa berichtet, nach Angaben des Bundesfamilienministeriums ein Einkommen von rund 1.600 bis etwa 3.300 Euro bei einer Paarfamilie mit zwei Kindern (sechs und acht Jahre alt) und Wohnkosten von 700 Euro.

Es komme jedoch nicht nur auf das Einkommen an: Auch Faktoren wie Wohnkosten, die Familiengröße und das Alter der Kinder spielen demnach eine Rolle - ebenso wie verwertbares Vermögen. Unter letzteres falle alles, was man zu Geld machen könne, aber zum Beispiel nicht selbst genutztes Wohneigentum, wird die Experten zitiert.

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Welche Voraussetzungen gibt es noch für den Kinderzuschlag?

Das Kind muss jünger als 25 Jahre alt sein und im Haushalt der Eltern oder des Erziehungsberechtigten leben. Noch eine Voraussetzung gibt es dem Bericht zufolge: Die Eltern beziehen Kindergeld und müssen ein monatliches Bruttoeinkommen von mindestens 900 Euro oder als Alleinerziehende in Höhe von mindestens 600 Euro haben. Eine weitere Voraussetzung: Der Antragsteller hätte mit dem Kinderzuschlag genug Einkommen, um den Unterhalt für sich und seine Familie decken zu können.

Wie lange wird die Leistung gewährt?

Normalerweise für sechs Monate, berichtet dpa. „Danach muss die Leistung neu beantragt werden“, erklärt die Expertin in dem Bericht. Für den Zeitraum vom 1. April bis 30. September 2020 gilt demnach jedoch coronabedingt* ein sogenannter Notfall-Kinderzuschlag, wonach die Eltern, die den Kinderzuschlag beziehen und den Höchstsatz von monatlich 185 Euro erhalten, eine automatische Verlängerung der Leistung um weitere sechs Monate erhalten.

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Was gilt in Corona-Krisenzeiten sonst noch in Sachen Kinderzuschlag?

Bei Anträgen, die zwischen dem 1. April und dem 30. September 2020 gestellt würden, werde das Einkommen der Eltern oder Erziehungsberechtigten nicht anhand der letzten sechs Monate, sondern nur auf Basis des letzten Monats vor Antragstellung geprüft, wie dpa berichtet. Zudem müssten Eltern oder Erziehungsberechtigte dem Bericht zufolge in dieser Situation keine Angaben mehr zum Vermögen machen, sofern sie kein erhebliches Vermögen haben.

Noch ein Tipp: Familien können auch vom heimischen PC aus einfach prüfen, ob für sie der Kinderzuschlag in Betracht kommt. Das funktioniert mit dem sogenannten KiZ-Lotsen der Familienkasse der Bundesagentur für Arbeit. Stelle sich dabei heraus, dass ein Anspruch sehr wahrscheinlich besteht, könnten Eltern den Kinderzuschlag schnell und unbürokratisch bei der Familienkasse beantragen, berichtet dpa. (ahu) *merkur.de ist Teil des Ippen-Zentral-Netzwerks.

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