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Kreuzfahrt-Urlaub: So unterschiedlich reagieren TUI und Aida auf den „Corona-Lockdown“

Das Kreuzfahrtschiff „Mein Schiff 6“ hat am 14.05.2017 in Hamburger Hafen zu seinem Erstbesuch festgemacht.
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TUI hat sich einen speziellen Plan für Reisende aus innerdeutschen Risikogebieten zurechtgelegt.

Die Regierung hat einen erneuten Lockdown angekündigt, um die Corona-Fallzahlen zu reduzieren. Fällt dadurch auch die geplante Kreuzfahrt-Reise ins Wasser?

Regierung verkündet Lockdown ab November: Was passiert mit gebuchten Kreuzfahrt-Reisen?

Update vom 29. Oktober 2020: Die Bundesregierung hat am 28. Oktober einen „Lockdown 2.0“ beschlossen. Ab 2. November sind für die Dauer von vier Wochen alle touristischen Übernachtungsangebote verboten. Zudem fordern Bund und Länder die Bürger dazu auf, von privaten Reisen abzusehen. Betrifft dies auch die gebuchte Kreuzfahrt?

Zwei große Reedereien – TUI Cruises und Aida – haben schnell auf den angekündigten Lockdown reagiert – allerdings völlig unterschiedlich. Aida kündigte an, die Kreuzfahrt-Saison im November aufgrund der aktuellen Entwicklungen zu unterbrechen. Alle Kreuzfahrten, die zwischen dem 31. Oktober und 30. November 2020 geplant waren, werden daher nicht stattfinden.

TUI hingegen erklärt in einer Mitteilung, dass Reisen mit der „Mein Schiff“-Flotte von dem Lockdown nicht betroffen seien, da der Aufenthalt an Bord nicht als Inlandstourismus gelte. Daher werde die Reise-Saison nicht unterbrochen. Die An- und Abreise in den jeweiligen Abfahrthafen seien als „Transit“ weiterhin gestattet. Trotzdem bietet die Reederei den Kunden eine gebührenfreie Umbuchung auf einen anderen Reisetermin an.

Kreuzfahrt-Urlaub trotz Corona: So geht TUI mit Reisenden aus innerdeutschen Risikogebieten um

Originalmeldung vom 19. Oktober 2020: Seitdem die Corona-Fallzahlen in zahlreichen deutschen Regionen* über den Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner gestiegen sind, herrscht wieder Chaos in der Reise-Industrie. Zunächst sollte es ein bundesweites Beherbergungsverbot in Gaststätten und Hotels für Reisende aus den betroffenen Gebieten geben – nun haben einige Bundesländer diese Regelungen aber wieder gekippt. Aber wie sieht es bei Kreuzfahrt-Reisen aus? Müssen hier Reisende aus Risikogebieten auch um ihren Urlaub bangen?

Kreuzfahrt-Urlaub: Wie müssen sich Reisende aus Risikogebieten verhalten?

Zumindest der Reiseveranstalter TUI Cruises hat in dieser Hinsicht seinen Standpunkt klargemacht: Bei Bekanntgabe der neuen Reisetermine für die Wintersaison 2020 erklärte die Reederei, dass sich Urlauber aus Risikogebieten keine Sorgen machen müssten. „Aufgrund der Vorgaben einzelner Bundesländer sehen sich die Hoteliers derzeit gezwungen, ihre Gäste abzuweisen. TUI Cruises bietet Herbstferien für Gäste aus allen Bundesländern“, heißt es in einer Pressemitteilung. „Denn für die Buchung einer Kreuzfahrt gelten keine Einschränkungen für Gäste aus nationalen Risikogebieten. Wer in einer Gegend wohnt, die aktuell zum Risikogebiet erklärt wurde oder auch kurzfristig noch dazu erklärt werden könnte, kann trotzdem seine Herbstferien an Bord verbringen.“

Inspiration für die nächste Kreuzfahrt

Auch wenn es für Sie diese Reise nicht mehr auf Kreuzfahrt-Reise gehen sollte, können Sie sich das Feeling mit einem Wandkalender (werblicher Link) ganz einfach nach Hause holen.

Zwar beziehen sich die Aussagen aktuell auf die Herbstferien, es ist jedoch sehr wahrscheinlich, dass die Reederei auch im Winter vorerst so verfahren wird. Voraussetzung für die Mitnahme auf dem Kreuzfahrtschiff trotz Anreise aus Risikogebiet ist ein Covid-Schnelltest, der bei der Ankunft direkt im Hafenterminal durchgeführt werden soll. Die Kosten für den Corona-Test sind im Reisepreis inbegriffen.

Auch interessant: TUI geht drastischen Schritt und setzt Urlauber in Griechenland aus.

Kreuzfahrt bei TUI: Reiseprogramm für Wintersaison 2020

TUI gab vor Kurzem die Reisetermine und Fahrgebiete für die Wintersaison 2020 bekannt. Darunter sind auch wieder Routen mit Landgängen geplant, doch auch die sogenannten „Blauen Reisen“ ohne Tagesausflüge an Land sind im Angebot. So sollen die unterschiedlichen Routen unter anderem nach Schweden und Finnland sowie zu den Kanarischen Inseln führen. *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

Lesen Sie auch: Corona-Risikogebiete aktuell: Vor der Einreise in diese Länder warnt das Auswärtige Amt.

Diese Fehler bei der Reiserücktrittsversicherung sollten Sie dringend vermeiden

Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
1. Tod oder unerwartete, schwere Erkrankung der versicherten Person oder einer Risikoperson (z.B. Angehörige oder Mitreisende). © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
2. Unerwartete Impfunverträglichkeit. © dpa
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3. Schwangerschaft der versicherten Person oder einer Risikoperson. © dpa
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4. Erheblicher Schaden am Eigentum durch Feuer, ein Elementarereignis oder die Straftat eines Dritten (z.B. Einbruch). © dpa
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5. Verlust des Arbeitsplatzes aufgrund einer unerwarteten betriebsbedingten Kündigung durch den Arbeitgeber. © dpa
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6. Konjunkturbedingte Kurzarbeit über einen bestimmten Zeitraum mit Reduzierung des Bruttoeinkommens (mindestens 35 Prozent). © dpa
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7. Aufnahme eines Arbeitsverhältnisses, falls die Person bei Reisebuchung arbeitslos war und das Arbeitsamt der Reise zugestimmt hatte. © dpa
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8. Arbeitsplatzwechsel, vorausgesetzt die Reise wurde vor Kenntnis des Wechsels gebucht und die Probezeit fällt in den Reisezeitraum. © dpa
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9. Wiederholung von nicht bestandenen Prüfungen an einer Schule oder Universität. © dpa
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10. Nichtversetzung eines Schülers (z.T. mit der Einschränkung: falls es sich um eine Schul- oder Klassenfahrt handelt). © dpa
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11. Bruch von Prothesen oder unerwartete Lockerung von Implantaten. © dpa
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12. Trennung (Nachweis der Ummelde-Bescheinigung) oder Einreichung der Scheidungsklage. © dpa
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13. Unerwartete gerichtliche Ladung, sofern das Gericht einer Verscheibung des Termins nicht zustimmt. © dpa
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14. Unerwartete schwere Erkrankung, schwerer Unfall oder Impfunverträglichkeit eines zur Reise angemeldeten Hundes. © dpa
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15. Einladung als Trauzeuge zu einer Hochzeit, wenn der Termin in der Zeit des lange vorausgeplanten Urlaubs liegt. © dpa
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16. Ausfall der Urlaubsvertretung eines Selbständigen, z.B. wegen Krankheit. © dpa
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17. Überraschende Qualifikation einer Sportmannschaft für das Bundesfinale, bei der die Teilnahme der Person (des Kindes) unverzichtbar ist. © dpa
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18. Unerwartete Verlegung eines Fußballderbys auf den Urlaubsbeginn des Dauerkartenbesitzers. © dpa
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19. Notwendiger Beistand einer schwer erkrankten Freundin bei einer unvorhersehbaren Verschlechterung der Krankheit. Hier ist eine Nennung von Zeugen notwendig, die das innige Freundschaftsverhältnis bestätigen. © dpa
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20. Unerwarteter Termin zur Spende von Organen oder Geweben (z.B. Knochenmark). © dpa

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