Wohneigentum schützt vor Altersarmut: 3 Ratschläge für die Finanzierung

Eigentum Schwäbisch Hall
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Keine Angst vor steigenden Mieten.

Wohnkosten sind im Haushaltsbudget der meisten Menschen ein großer Ausgabeposten. Wenn im Alter das monatliche Einkommen sinkt, belasten die fixen Mietkosten das Budget enorm.

Wer früh Wohneigentum erwirbt, kann dem entgehen. Die eigenen vier Wände gelten drei von vier Deutschen als beste Form der Altersvorsorge, so eine aktuelle GfK-Studie. Das bedeutet allerdings finanzielle Anstrengungen in der Erwerbsphase. Den langfristigen Vorteil im Alter beziffert eine Auswertung des Statistischen Bundesamts: 600 Euro mehr Einkommen im Monat haben Immobilienbesitzer im Durchschnitt durch die vermiedene Miete im Alter.

Ratschlag 1: Frühzeitig Eigenkapital aufbauen. „Zum Sparen gibt es keine Alternative“, sagt Finanzierungsexperte Ralf Oberländer von Schwäbisch Hall. „Mietfreies Wohnen im Alter heißt Konsumverzicht während des Berufslebens.“ Mindestens 20 Prozent Eigenkapital zusätzlich zu den Kauf-Nebenkosten sollten Immobilienkäufer mitbringen. „Wer früh anfängt, Kapital aufzubauen, gewinnt Zeit. Bis zum Erwerb entsteht so ein finanzielles Polster. Der Kredit kann dann kleiner ausfallen und es ist einfacher, die Immobilie bis zum Renteneintritt schuldenfrei zu bekommen“, so der Schwäbisch Hall-Experte.

Ratschlag 2: Welche Immobilie passt zu uns? „Derzeit gilt: Entweder zentral wohnen und sich bei der Wohnfläche begrenzen oder eine Immobilie außerhalb erwerben – und damit bei gleichen Kosten ein größeres Grundstück und mehr Platz“, erklärt Oberländer. Immobilienkäufer in spe sollten sich fragen: Welche Infrastruktur, welcher Wohnstandard ist für uns unverzichtbar? Kommt für uns eine Gebrauchtimmobilie infrage? Wie viel können und wollen wir selbst modernisieren?

Ratschlag 3: Monatliche Belastung und Einkommen prüfen. Schließlich geht es an die Finanzierung: Das verfügbare monatliche Einkommen minus laufende Ausgaben definiert den Spielraum für die Baufinanzierung. Hier lautet die Faustregel: Kreditnehmer sollten nicht mehr als 40 Prozent des Einkommens für die Darlehensraten veranschlagen und die Laufzeit so lange wie möglich wählen. Tipp: Ein guter Berater prüft, ob sich staatliche Förderungen einbauen lassen.

„Die Nachfrage nach Wohnraum wird in den nächsten Jahren aller Voraussicht nach weiter anhalten, insbesondere in den Ballungsgebieten. Auf sinkende Immobilienpreise zu spekulieren ist daher nicht ratsam“, so der Experte.

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