Mit 22 Jahren

"Pongo" eingeschläfert: Allwetterzoo trauert um Orang-Utan

Pongo wurde nur 22 Jahre alt. 
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Pongo wurde nur 22 Jahre alt. 

Der Allwetterzoo in Münster verkündet eine traurige Botschaft: Ein Tier musste eingeschläfert werden. "Pongo" litt seit Jahren an einer Krankheit.

  • Ein Orang-Utan musste im Allwetterzoo in Münster eingeschläfert werden. 
  • Pongo wurde nur 22 Jahre alt.
  • Der Affe litt an einer chronische Erkrankung.

Münster – Die Trauer im Allwetterzoo ist groß: Mit nur 22 Jahren musste das Orang-Utan Männchen Pongo eingeschläfert werden. Der Menschenaffe, der in Dänemark geboren wurde, lebte 16 Jahre lang in dem Zoo in Münster. Pongo war der Anführer der Orang-Utan-Gruppe in seinem Gehege. 

Allwetterzoo Münster: Orang-Utan hatte chronische Krankheit

Bereits 2005 wurde im Allwetterzoo Münster bei Pongo eine chronische Entzündung der oberen Atemwege diagnostiziert. Der Gesundheitszustand des Orang-Utans hat sich seither immer weiter verschlechtert. Auch eine Operation im Jahr 2007 konnte danach nur für kurzfristige Verbesserung sorgen.

2017 erkrankte Pongo dann an einer lebensbedrohlichen Lungenentzündung. Durch intensive tierärztliche Betreuung im Allwetterzoo Münster konnte das Tier die Krankheit zwar vorübergehend überstehen. Anschließend berieten die Experten jedoch regelmäßig darüber, wie es für den Orang-Utan weitergehen könne. 

Orang-Utan bei Untersuchung im Allwetterzoo Münster eingeschläfert

Gesundheitlich ging es Pongo in den darauffolgenden Jahren dennoch immer schlechter – trotz täglicher Inhalation und der ärztlichen Unterstützung, die der Affe im Allwetterzoo Münster bekam. Bei einer Untersuchung am Montag (10. Februar) wurde der Orang-Utan narkotisiert. Die Ergebnisse waren eindeutig: Pongo musste eingeschläfert werden.

"Wir wollten dem Orang-Utan einen weiteren Leidensweg aufgrund der Schwere der Erkrankung ersparen", sagt Tierärztin Dr. Simone Schehka vom Allwetterzoo Münster. Sie räumt zudem ein, dass die Entscheidung den Affen einzuschläfern schwierig gewesen sei, jedoch zum Wohle von Pongo. In menschlicher Obhut können Orang-Utans normalerweise ein Lebensalter von 60 Jahren erreichen. 

"Peta" äußert sich zu Einschläferung im Allwetterzoo Münster

Die Tierrechtsorganisation "Peta" hat sich ebenfalls zu dem Vorfall im Allwetterzoo Münster geäußert. "Freiheitsentzug macht krank", schreiben die Aktivisten und erklären, dass die Haltungsbedingungen in Zoos für Orang-Utans solche Krankheiten wie bei Pongo begünstigen. „Menschenaffen können nicht tiergerecht in Gefangenschaft gehalten werden", verdeutlicht Dr. Yvonne Würz, Biologin und Fachreferentin für Tiere in der Unterhaltungsbranche bei "Peta". Sie sieht in den unpassenden klimatischen Bedingungen sowie der schlechten Belüftung den Grund für die kurze Lebensdauer des eingeschläferten Orang-Utans. 

Dennoch gibt es auch gute Nachrichten aus dem Tierpark: Vor rund einem Jahr kam die Faultier-Dame Fiona neu in den Allwetterzoo Münster. Das Tier konnte sich bereits gut einleben. Darüber hinaus gab es vor einigen Monaten Nachwuchs in einem aneren Areal: Vier Zicklein wurden im Allwetterzoo in Münster geboren

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