Laschet gegen Söder

Kanzlerkandidatur: CDU Münster steht hinter Armin Laschet

Wer wird‘s, Armin Laschet oder Markus Söder? Die CDU Münster stellt sich in der „K-Frage“ klar hinter den Ministerpräsidenten von NRW.

Nach Wochen und Monaten des Mutmaßens könnte bald endlich klar sein, wen die CDU als Kanzler-Kandidaten für die Bundestagswahl 2021 aufstellen wird. Neben dem noch recht frisch gewählten Partei-Chef und NRW-Ministerpräsident Armin Laschet ist noch Markus Söder, CSU-Mann und Ministerpräsident von Bayern, im Rennen um die Kandidatur. Letzterer sprach erstmals vergangenen Sonntag (11. April) ganz offiziell davon, dass er der Partei als möglicher Kanzler zur Verfügung stehen werde, nachdem er vergangenes Jahr noch klargestellt hatte: „Mein Platz ist in Bayern“.

Ist sein Platz jetzt also doch in Berlin? Möglich wäre es – zumindest in den Umfragen liegt Söder klar vor Armin Laschet, der in den vergangenen Wochen für seine Corona-Politik mehrfach und zum Teil scharf von Medien, Bürgern und auch Politik-Kollegen kritisiert worden war. Auch mit seinem Vorschlag für einen „Brücken-Lockdown“ konnte der NRW-Chef zumindest seine Ministerpräsidenten-Kollegen nicht überzeugen. Trotz all der negativen Reaktionen kann Laschet bei seiner möglichen Kanzler-Kandidatur auf viel Rückhalt in seiner Partei setzen – auch von der CDU Münster.

Name:Armin Laschet
Geboren: 18. Februar 1961 (Alter 60 Jahre), Aachen
Ehepartnerin:Susanne Laschet (verheiratet seit 1985)
Partei:Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU)
Amt:Ministerpräsident von NRW und Bundesvorsitzende der CDU
Ausbildung:Universität München, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Rückhalt der CDU Münster: Armin Laschet als „Verkörperung der Mitte“

Denn ebenso wie vom CDU-Präsidium erhält Armin Laschet auch von der CDU in Münster Unterstützung für seine Pläne: „Armin Laschet ist der richtige Kanzlerkandidat für den kommenden Wahlkampf“, sagte der münsterische Partei-Chef Hendrik Grau. „NRW hat unter Armin Laschet nach Jahren der rot-grünen Misswirtschaft endlich einen erfolgversprechenden Weg eingeschlagen. Unter den Vorzeichen von Corona wird die hervorragende Regierungsarbeit, die in unserem Bundesland geleistet wird, leicht vergessen.“

Viele von Armin Laschets Kritikers würden es „weder gut mit ihm persönlich, noch mit der CDU, noch mit einer bürgerlichen Politik insgesamt“ meinen, da ist sich Grau sicher. Dass auch sogenannte „linken Kräfte in Medien und Politik“ versuchten, Stimmung gegen den NRW-Ministerpräsidenten zu machen, sei verständlich, so Grau, da Laschet ein „Ausgleicher“ sei. „Armin Laschet ist die Verkörperung der Mitte. Genau deshalb haben die linken Kräfte so viel Sorge davor, dass er der Spitzenkandidat der Unionsparteien wird.“ Ob die Gesellschaft das in ihrer Breite auch so sieht, wird sich spätestens im September zeigen, wenn die Bundestagswahl ansteht. Doch vorher muss sich Armin Laschet gegen Markus Söder in der „K-Frage“ durchsetzen.

Armin Lachet und Markus Söder: Wer entscheidet die K-Frage in der Union für sich?

Noch im vergangenen Jahr war auch Jens Spahn (CDU) noch als heißer Favorit auf die Kanzler-Kandidatur gehandelt worden. Der Gesundheitsminister, der aus Ahaus im Münsterland stammt, hat seine Beliebtheit in der breiten Bevölkerung mittlerweile verspielt: Nicht nur die Partei Die Linke forderte bereits den Rücktritt von Jens Spahn, auch viele Bürger zeigten sich verärgert über vermeintliches Fehlmanagement in der Corona-Politik und mutmaßliche Korruptionsfälle innerhalb der CDU, die der Partei insgesamt teils heftige Kritik einbrachte.

Rubriklistenbild: © Michael Kappeler/dpa

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