Coronavirus-Pandemie

Bundesnotbremse: Das bedeutet sie für Baumärkte und Gartencenter

Die Bundesnotbremse wirkt sich auf die Mitarbeiter und Kunden der Gartencenter und Baumärkte in Deutschland aus. Doch wie sehen die Regel genau aus?

Das Infektionsgeschehen in Deutschland ist auch am 27. April noch immer auf einem hohen Niveau. Die 7-Tage-Inzidenz in der Bundesrepublik liegt bei 168. Einige Kreise und Städte überschreiten den kritischen Wert von 100, ab dem die Bundesnotbremse und somit strengere Corona-Regeln greifen. Die Schutzmaßnahmen beinhalten vor allem Kontaktbeschränkungen und Ausgangssperren. Auch für Baumärkte und Gartencenter bringt das neue Infektionsschutzgesetz Änderungen mit sich.

InfektionsschutzgesetzBundesnotbremse
Gilt seit 22. April 2021
ZielEindämmung der Coronavirus-Pandemie in Deutschland

Bundesnotbremse: Die Corona-Regeln für Gartencenter und Baumärkte

Die Bundesnotbremse, die zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie* in Deutschland am 22. April beschlossen wurde, schränkt das Leben der Bevölkerung ein. Sobald die 7-Tage-Inzidenz in einer Stadt oder einem Kreis an drei aufeinanderfolgenden Tagen über 100 liegt, müssen die Corona-Schutzmaßnahmen verschärft werden. Bisher war es so, dass die Bundesländer selbst entscheiden konnten, wann sie Baumärkte und Gartencenter öffnen. Jedes Land reagierte unterschiedlich.

Durch die Bundesnotbremse wurde nun jedoch vieles vereinheitlicht. Für jeden Kreis und jede kreisfreie Stadt gelten demnach einheitliche Corona-Regeln*, sobald an drei aufeinanderfolgenden Tagen die Zahl neuer Corona-Ansteckungen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche über 100 steigt. Der Einzelhandel des erweiterten täglichen Bedarfs muss denn die Kundenzahl je nach Größe des Landes begrenzen. Bis zu einem Inzidenzwert von 150 darf der übrige Einzelhandel das bereits bekannte Terminshopping „Click and Meet“ anbieten. Wird diese Grenze überschritten, müssen auch diese Geschäfte wieder schließen.

Folgen der Bundesnotbremse für Gartencenter und Baumärkte

Die Bundesnotbremse hat für Gartencenter und Baumärkte unterschiedliche Folgen*. „Auch bei einer hohen Inzidenz wird die Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln, Verbrauchsgütern des täglichen Bedarfs und existentiellen Dienstleistungen verlässlich sichergestellt.“ So steht es im neuen Infektionsschutzgesetz. „Geöffnet bleiben der Lebensmittelhandel, einschließlich der Direktvermarktung, Getränkemärkte, Reformhäuser, Babyfachmärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Optiker, Hörakustiker, Tankstellen, Stellen des Zeitungsverkaufs, Buchhandlungen, Blumenfachgeschäfte, Tierbedarfsmärkte, Futtermittelmärkte, Gartenmärkte und der Großhandel“, heißt es im Wortlaut.

Mit dem geänderten Infektionsschutzgesetz bleiben Baumärkte geöffnet, aber nur für Verbraucher, die einen negativen Corona-Test vorweisen können. (Symbolbild)

Gartencenter sind demnach für die Kunden geöffnet. „Bei einer Inzidenz unter 150 wird es zudem bei allen weiteren Geschäften möglich sein, mit Termin und mit einem aktuellen negativen Testergebnis einzukaufen“, heißt es weiter. Im Gegensatz zu den Hobbygärtnern müssen die Hobbyhandwerker genauer auf die Inzidenzen schauen. Nur wenn der Wert unter 100 liegt, sind Baumärkte geöffnet. Liegt die 7-Tage-Inzidenz zwischen 100 und 150 bleibt den Heimwerker aber immer noch die Möglichkeit des Terminshoppings mit einem negativen Corona-Test, der jedoch nicht älter als 24 Stunden sein darf. Die Variante „Click and Collect“ soll ebenfalls weiterhin Bestand haben. Hierbei kann Ware online bestellt werden und im Geschäft abgeholt werden. (*msl24 und merkur.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.)

Rubriklistenbild: © Michael Kappeler/dpa

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare