Coronavirus-Pandemie

Bundes-Notbremse vor Verlängerung? Darüber diskutiert die Regierung

Die Corona-Zahlen in Deutschland sinken aktuell täglich. In Münster liegt die Inzidenz bei unter 15. Dennoch könnte die Bundes-Notbremse verlängert werden.

Berlin/Münster – Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) ist die 7-Tage-Inzidenz in Deutschland stark zurückgegangen. Der Wert liegt am Freitag (28. Mai) bei 40. Besonders niedrig ist die Zahl der Neuinfektion aktuell in der Domstadt. Der Inzidenzwert in Münster liegt aktuell bei 12,7, weshalb in der nordrhein-westfälischen Kommune bereits die strengen Corona-Regeln zurückgenommen werden konnten.

Ab Freitag treten in Münster weitere Corona-Lockerungen in Kraft. Möglich macht dies der neue Drei-Stufen-Plan der NRW-Landesregierung. In diesem ist geregelt, welche Richtlinien zukünftig für Großveranstaltungen gelten sollen. Auch die Kontaktbeschränkungen werden beispielsweise gelockert. Obwohl die Corona-Neuinfektionen und der R-Wert immer weiter zurückgehen und die Zahl der vollständig Geimpften mehr und mehr zunimmt, plant Angela Merkel (CDU) offenbar mit der Bundesregierung die Bundes-Notbremse zu verlängern.

Bundes-Notbremse: Maßnahmenpaket zu den Corona-Regeln läuft bald aus

Nicht nur in Münster konnte die Bundes-Notbremse aufgrund des geringen Infektionsgeschehens bereits außer Kraft gesetzt werden. In vielen Städten und Landkreisen in NRW gilt das Maßnahmenpaket, das zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie in Deutschland von der Bundesregierung eingeführt wurde, nicht mehr. Da die Inzidenz in den meisten Kommunen unter 100 oder sogar unter 50 liegt, gilt auch die nächtliche Ausgangssperre (von 22 bis 5 Uhr) nicht mehr.

Am 30. Juni läuft das Maßnahmenpaket aus. Doch die Bundes-Notbremse ist damit möglicherweise noch nicht vom Tisch. Wie die Bild berichtet, könnte Angela Merkel gemeinsam mit der Bundesregierung die Regelung bis Ende September verlängern. So könne man bei Bedarf die Corona-Regeln wieder verschärfen und die Gesundheitsämter in den Regionen mit hohen Inzidenzen entlasten, falls die Zahl der Neuinfektionen in einem Kreis oder in einer Stadt wieder deutlich ansteigen sollten.

Bundes-Notbremse: Verlängerung der „epidemischen Lage“ denkbar

Die Bundes-Notbremse gilt aber einer Inzidenz von 100. Aktuell weist jedoch kein Bundesland in Deutschland einen höheren Inzidenzwert als 60 auf. Die strengeren Maßnahmen gelten daher nur noch in vereinzelnden Corona-Hotspots. Durch das Voranschreiten bei den Corona-Impfungen werden die Zahlen wohl aber auch hier sinken. Ab dem 7. Juni sollen dann auch Kinder ab zwölf Jahren ein Impfangebot bekommen. Nach Angaben der Bild könnte neben der Bundes-Notbremse auch die „epidemische Lage“ in Deutschland bis Ende September verlängert werden. Die Verhandlungen der Regierungskoalition aus CDU/CSU und SPD dauern zu diesem Thema noch an.

Rubriklistenbild: © Sven Hoppe/dpa und Kay Nietfeld/dpa (Fotomontage)

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare