Lockerungen der Maßnahmen

Coronavirus in Münster: Welche Geschäfte am Montag wieder öffnen

Die ersten Lockerungen der Coronavirus-Maßnahmen treten in Kraft: Seit Montag (20. April) öffnen wieder viele Geschäfte des Einzelhandels – auch in Münster. 

  • Das Coronavirus Sars-CoV-2 hat für weitreichende Schließungen gesorgt.
  • Nun gibt es nach Ostern erste Lockerungen.
  • Auch in Münster öffnen wieder viele Geschäfte.

Münster – Eine entspannte Einkaufstour oder shoppen gehen, daran war in den vergangenen fünf Wochen nicht zu denken: Um die Ausbreitung des Coronavirus in Deutschland zu stoppen, beschlossen die Bundesregierung um Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Landesminister die Schließung der meisten Geschäfte. Nach dem Ende der Osterferien treten jedoch erste Lockerungen der Corona-Maßnahmen in Kraft. Welche Geschäfte werden nun am Montag wieder öffnen?

Coronavirus: Lockerungen in Münster – diese Geschäfte öffnen wieder

Am 15. März (Mittwoch) beriet sich Kanzlerin Merkel mit den Ministerpräsidenten der Länder über das weitere Vorgehen angesichts der Corona-Pandemie. Dabei wurden erste Lockerungen der Maßnahmen gegen das Coronavirus beschlossen, die auch Auswirkungen auf das Leben in Münster haben:

  • Geschäfte mit einer Verkaufsfläche bis 800 Quadratmeter dürfen wieder öffnen.
  • Grundsätzlich wieder öffnen dürfen außerdem Buchhandlungen, Autohäuser und Fahrradhändler.
  • Kosmetikstudios oder Tattoo-Läden müssen vorerst geschlossen werden. Friseure dürfen wieder öffnen, wenn das Personal Schutzkleidung trägt und keine Warteschlangen entstehen.
  • In den Geschäften muss die Einhaltung des Kontaktverbotes und der Hygiene-Bestimmungen gegeben sein.
Maßnahmen gegen das Coronavirus: Bild aus einem Friseur-Salon in Australien.

Coronavirus: Bedingungen für die Öffnung der Geschäfte in Münster

Wie aus dem Beschluss von Bund und Ländern hervorgeht, dürfen abgesehen von Kosmetikstudios und ähnlichen Einrichtungen die meisten Geschäfte im Einzelhandel auch in Münster wieder öffnen. Entscheidend sind die Größe des Ladens sowie die getroffenen Hygiene-Maßnahmen zum Schutz vor Corona. Auch die Stadt Münster betonte in einer Pressemeldung, dass der Mindestabstand für das noch immer geltende Kontaktverbot eingehalten werden muss: "Das 1,50-Meter-Abstandsgebot gilt auch in den Geschäften", sagt Ordnungsdezernent Wolfgang Heuer dazu.

Konkret bedeute dies: Pro zehn Quadratmeter begehbarer Verkaufsfläche dürfe sich maximal ein Kunde im Laden aufhalten. Die Stadt empfiehlt deswegen den Geschäftsbetreibern in Münster, außen an den Läden gut sichtbar "Hygieneregeln und Informationen zum Infektionsschutz" anzubringen und dicht gedrängte Warteschlangen vor den Läden zu vermeiden. Die weiteren Empfehlungen der Stadt:

  • Ein Nachweis über die Größe des Verkaufsraums sollten die Betreiber bei Kontrollen zur Hand haben.
  • Die Menge der Kunden, die sich im Geschäft aufhalten, sollte kontrolliert werden. Dazu biete sich eine Kontrolle durch abgezählte Einkaufswagen oder -körbe an.
  • Das Personal solle vor einer Infektion mit dem Coronavirus bestmöglich geschützt werden – zum Beispiel durch einen Spuckschutz und Masken.
  • Für die Kunden sollten Desinfektionsmittel zur Verfügung gestellt werden.
  • An der Kasse und anderen "kundenintensiven" Bereichen sollten auf dem Boden Abstandsmarkierungen angebracht werden, um einen Abstand von mindestens 1,50 Meter gewährleisten zu können.
  • Deswegen hat die Stadt Münster nun zusätzlich wegen des Coronavirus eine Maskenpflicht beschlossen.

Coronavirus: Bis alle Läden wieder öffnen, wird es dauern

Neben Supermärkten, Tankstellen, Kiosken und Baumärkten in Münster öffnen nun also wieder Geschäfte im Einzelhandel. Grundsätzlich sind Buchläden, Fahrradläden und Autohäuser wieder offen, außerdem dürfen unter anderem auch Bekleidungsgeschäfte, Blumenläden, Schuhgeschäfte, Elektronikmärkte und Schreibwarenläden wieder öffnen. Hier kommt es, wie bereits ausgeführt, auf die Größe an, jedoch noch viel mehr auf die Einhaltung der Hygiene-Bestimmungen

In den Münster Arkaden werden zum Beispiel am 20. April erste Shops wieder für Kunden zugänglich sein. Doch da die Entscheidung von Bund und Ländern sehr kurzfristig war, werde es noch etwas dauern, die Hygiene-Maßnahmen in allen Geschäften umzusetzen, schreiben die Betreiber. 

Ab dem 4. Mai wird es weitere Lockerungen geben: Dann sollen Friseure wieder öffnen, die wegen des Coronavirus wochenlang schließen mussten. Derweil hat die Landesregierung nun beschlossen, wegen der Coronavirus-Pandemie die Maskenpflicht in NRW einzuführen.

Rubriklistenbild: © Fotomontage: dpa/picture alliance

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