Corona-Impfungen

Impf-Fortschritt in NRW: Neue Termine ab Samstag freigeschaltet

Ab Karsamstag können in NRW Menschen im Alter von über 60 Jahren eine Corona-Impfung mit Astrazeneca buchen. 

NRW – Über 60-Jährige können bereits mit Beginn der Osterfeiertage einen Termin für eine Corona-Impfung mit dem Wirkstoff des schwedisch-britischen Herstellers Astrazeneca erhalten. Ab Karsamstag sei die Buchung möglich, wie NRW-Gesundheitsminister Karl Josef Laumann am Mittwoch bei einem Pressetermin in Düsseldorf bekannt gab.

Bundesland:Nordrhein-Westfalen
Einwohner:17,93 Millionen (2019)
Landeshauptstadt:Düsseldorf

Ab Ostern: Astrazeneca-Impfung für Über-60-Jährige in NRW

Über Ostern würden dann in 53 Impfzentren in NRW die Öffnungszeiten ausgedehnt und das Personal aufgestockt, wie Laumann weiter erklärte. Für die Impfung stünde jedoch nur der Astrazeneca-Impfstoff*, den der Hersteller nun in „Vaxzevria“ umbenannte, zur Auswahl, wie msl24.de* berichtet.

NRW erwarte eine große Lieferung des Vakzins mit 380.000 Impfdosen, sagte Laumann weiter. Die Über-60-Jährigen müssten sich jetzt entscheiden, ob sie Astrazeneca/Vaxzevria, für das die Stiko einen Tag zuvor die Impfempfehlung geändert hatte, verimpft haben möchten. Wer das nicht wolle, müsse sich gar nicht erst für einen Impftermin über Ostern melden, so Laumann.

Laumann: Keine Sorge um Zweitimpfung mit Astrazeneca in NRW

Seitdem die Stiko, die Ständige Impfkommission, am Dienstag den Einsatz des Astrazeneca-Impfstoffes nur noch für Menschen ab 60 Jahren empfohlen hatte, stellt sich die Frage nach der Zweitimpfung – ist diese weiterhin möglich, wenn Menschen unter 60 Jahren bereits ihre Erstimpfung mit dem Vakzin erhalten hatten? Die ersten Termine für eine zweite Spritze stünden Anfang Mai an.

Laut NRW-Gesundheitsminister Laumann müssten sich die Impfpatienten diesbezüglich keine Sorgen machen. Bis Mai sei geklärt, ob die Zweitimpfung mit dem Astrazeneca-Vakzin erfolge oder ob stattdessen zum Beispiel der mRNA-Impfstoff von Biontech/Pfizer* geeignet sei. Dies wolle die Stiko noch prüfen und bis Ende April eine Empfehlung abgeben. Bund und Länder waren am Dienstag der Empfehlung der Stiko gefolgt und setzten den Einsatz des Astrazeneca-Wirkstoffes für Menschen unter 60 Jahren aus. Jüngere können sich jedoch weiterhin von ihrem Arzt mit dem Vakzin immunisieren lassen. Dies erfolge jedoch auf eigene Gefahr.

Konkret heißt das aber auch für uns in Nordrhein-Westfalen, dass der Impfstoff Astrazeneca weiter genutzt werden wird, damit wir diese Pandemie überwinden. Der Impfstoff ist nach wie vor hochwirksam und es ist natürlich jetzt völlig klar, dass er schwerpunktmäßig Menschen ab dem 60. Lebensjahr zur Verfügung gestellt wird.

Karl Josef Laumann bei der Pressekonferenz am 31. März in Düsseldorf
Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf: Karl-Josef Laumann (CDU), Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen.

Die Empfehlung der Kommission war erfolgt, nachdem mehrere Fälle von Sinusvenenthrombosen aufgetreten waren. Vor allem Frauen sind betroffen. Kurz zuvor hatten sich bereits die Leiter von fünf Unikliniken aus NRW mit einem Brief an die Gesundheitsministerien gewandt und ebenfalls einen Impfstopp für junge Frauen gefordert. In NRW seien bisher „acht schwere Ereignisse“ mit einer Impfung des Mittels in Verbindung zu bringen, erklärte Laumann. Fünf der acht betroffenen Menschen, die alle unter 60 Jahren sind, seien an den Folgen gestorben. Bei msl24.de* erfahren Sie mehr rund um die Fragen zum Corona-Impfstoff Astrazeneca/Vaxzevria*. (*msl24.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA)

Rubriklistenbild: © Ronny Hartmann/dpa

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