Neue Impfverordnung

„Schutzpflicht“ für bestimmte Berufsgruppen: Impf-Priorität könnte sich bald ändern

Seit über einem Monat wird in Deutschland gegen das Coronavirus geimpft. Schon bald könnten zwei Berufsgruppen in der Priorität aufsteigen.

Beim Corona-Gipfel am Mittwoch (10. Februar) ging es in erster Linie um die Frage, wann die ersten Lockerungen in Deutschland kommen. Die Antwort: Ab dem 1. März mit dem Öffnen der Friseursalons. Auch Schulen und Kitas waren ein maßgeblicher Bestandteil der Diskussionen zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und den 16 Länderchefs.

PersonJens Spahn
AmtBundesgesundheitsminister
ParteiCDU
GeburtsortAhaus (Kreis Borken)

Können Lehrer und Erzieher bald früher gegen das Coronavirus geimpft werden

Mit der Frage, wann Schulen und Kitas in Deutschland wieder öffnen können, spielt auch die Impfung der Lehrer und Erzieher eine wichtige Rolle. Bislang war diese Berufsgruppe für die dritte Impf-Kategorie mit erhöhter Priorität vorgesehen. Auf Wunsch von Angela Merkel soll Jens Spahn nun jedoch prüfen, Lehrer und Erzieher eine Kategorie aufsteigen zu lassen.

Die Bundeskanzlerin soll für die Berufsgruppe „eine besondere Schutzpflicht“ sehen. Für Lehrer und Erzieher sei es nämlich nicht mehr möglich, ihren Beruf mit dem nötigen Abstand auszuführen, um eine Verbreitung und Ansteckung mit dem Coronavirus zu vermeiden. Dies hieße jedoch nicht, dass die betroffenen Personen sofort geimpft werden würden.

Jens Spahn soll Impfverordnung prüfen

In der am vergangenen Montag (8. Februar) von der Bundesregierung neu veröffentlichten Impfverordnung gehören Lehrer und Erzieher gemeinsam mit Personen über 60 Jahren, medizinisch vorbelasteten Menschen sowie Polizisten und Feuerwehrleuten weiterhin zur dritten Prioritäts-Gruppe. Bislang war von Gesundheitsminister und CDU-Politiker Jens Spahn vorgesehen, diese Menschen bis Ende März erfolgreich gegen das Coronavirus geimpft zu haben.

Bislang ist das Schul- und Kita-Personal für die dritte Impf-Gruppe vorgesehen.

Wann die Schulen in NRW aus dem Lockdown kommen, ist weiterhin noch unklar. Kanzlerin Angela Merkel hatte während des Corona-Gipfels auf ein einheitliches Vorgehen der Bundesländer gehofft – am Ende konnte sie sich jedoch nicht durchsetzen. So wird nun von Land zu Land abhängig von der 7-Tage-Inzidenz entschieden, wann Schüler wieder in den Unterricht und Kinder wieder in die Kita dürfen. Für Nordrhein-Westfalen könnte der 22. Februar der Stichtag sein.

Rubriklistenbild: © Donal Husni/dpa

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