Merkel und Länderchefs

Coronavirus-Gipfel mit Merkel: Spielplätze in NRW öffnen – weitere Lockerungen kommen

Kanzlerin Angela Merkel berät mit den Länderchefs zum Coronavirus. Erste Ergebnisse sind bekannt geworden: Unter anderem sollen Spielplätze wieder öffnen. Welche Lockerungen kommen für NRW? Und wie sieht es für den 1. Mai aus?

  • Kanzlerin Angela Merkel (CDU) berät sich am Donnerstag (30. April) mit den Ministerpräsidenten in Sachen Coronavirus Sars-CoV-2*.
  • Medienberichten zufolge sind erste Lockerungen bereits durchgesickert.
  • Auch in NRW wird es weitere Öffnungen geben.

Berlin/Düsseldorf – Nachdem bereits Geschäfte im Einzelhandel und Schulen wieder öffnen durften, soll der Bund am Donnerstag weitere Lockerungen in Deutschland beschließen. Dies gehe laut dpa aus einer Beschlussvorlage des Bundes für die Beratung von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Länderchefs, unter anderem NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU), hervor. So sollen zum Beispiel Spielplätze wieder geöffnet werden, wie msl24.de* berichtet.

Coronavirus in NRW: Lockerungen für Spielplätze, Gottesdienste und Museen

Zudem plane der Bund laut dpa in Corona-Zeiten weitere Öffnungen, und zwar von Museen, Ausstellungen, Gedenkstätten, Zoos und botanische Gärten. Diese Lockerungen, die auch in NRW gelten würden, seien jedoch nur unter Auflagen möglich. So müssten zum Beispiel die Hygiene-Vorschriften und Abstände eingehalten werden können. 

Merkel und die Länderchefs sollen außerdem religiöse Feste in NRW und dem Rest des Landes trotz Coronavirus wieder erlaubt werden. Dies betreffe zum Beispiel Taufen, Beschneidungen und Trauungen sowie Trauergottesdienste – allesamt allerdings im kleinen Kreis, der sich an der Zahl der Familienmitglieder orientiere, wie die dpa weiter berichtet. 

Coronavirus in NRW: Verbot von Großveranstaltungen und Kontaktsperre sollen bleiben

Allerdings sieht es für Festivals, Volksfeste und andere Großevents in NRW und den anderen Bundesländern weiterhin schlecht aus: Großveranstaltungen sollen wegen des Coronavirus weiterhin verboten bleiben. Dies betreffe auch Schützenfeste, Straßenfeste, Feiern zum 1. Mai, große Sportveranstaltungen sowie Konzerte

Mit letzterem Thema müssen sich aktuell Fans der Band Rammstein auseinandersetzen, da Eventim sich bei der Rückerstattung der Tickets querstellt*. Kanzlerin Merkel wird zudem weiterhin am beschlossenen Kontaktverbot zum Schutz vor Covid-19 festhalten. Die Kontaktsperre wurde bereits am Vormittag verlängert. Sie gilt nun in NRW und dem Rest des Landes bis zum 10. Mai.

Coronavirus in NRW: Entscheidung über Hotels und Restaurants vertagt

Einen großen Dämpfer gibt es vor allem für Gastronomen und die Tourismus-Branche: Am Donnerstag solle es von Merkel und den Länderchefs noch keine neuen Entscheidungen über die Öffnung von Hotels und Restaurants in der anhaltenden Corona-Krise geben, wie die dpa weiter berichtet. Über Lockerungen würden Bund und Länder erst am 6. Mai beratschlagen, heißt es weiter. Nur einen Tag zuvor war bekannt geworden, dass unter anderem NRW die schrittweise Öffnung von Restaurants und Zoos sowie im Tourismusbereich geplant hatte, wie owl24.de* berichtet.

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet hatte bereits zuvor weitere Lockerungen trotz anhaltender Corona-Pandemie gefordert*. Vor allem Schulen und Kitas waren dem Länderchef wichtig, wie er in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung betont hatte. Das Land NRW gewährte den Schulen nun mehr Vorbereitungszeit für die Öffnungen:

Am Mittwoch will sich Kanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten über weitere Lockerungen abstimmen. In Sachen Kitas droht das Land NRW jedoch in der Coronavirus-Krise mit einem Alleingang.

*msl24.de und owl24.de sind Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

Rubriklistenbild: © Fotomontage: dpa/picture alliance

Kommentare