Drogeriemarkt kann nicht nachliefern

Sorge vor Coronavirus: Münsteraner kaufen DM-Bestände leer

Mundschutze sind in der Domstadt inzwischen schwer zu bekommen. (Symbolbild)
+
Mundschutze sind in der Domstadt inzwischen schwer zu bekommen. (Symbolbild)

Hygiene-Artikel sind derzeit stark gefragt: Viele Menschen in Münster tätigen Hamsterkäufe aus Angst vor dem Coronavirus. Eine Filiale der Kette DM hat bereits leere Regale.

  • Das Coronavirus breitet sich in Deutschland aus. 
  • Die Menschen in Münster kaufen Bestände beim Drogeriemarkt DM leer. 
  • Derzeit gibt es keine Fälle in der Region. 

Update: 2. März. Inzwischen gibt es den ersten Coronavirus-Patienten in Münster. Der Mann wird am UKM behandelt. Darüber hinaus wurden jedoch zwei weitere Krankheitsfälle bekannt: Eine Kita in Münster wurde bereits wegen des Coronavirus geschlossen. Die Epidemie hat weitere Folgen: Nun fährt auch der FMO in Greven wegen des Coronavirus weitestgehend seinen Betrieb herunter

Sorge vor Coronavirus: Münsteraner kaufen DM-Bestände leer

Erstmeldung: 28. Februar. Münster – Obwohl es im Münsterland bislang noch keinen Verdachtsfall des Coronavirus Covid-19 gab, scheinen die Menschen in der Domstadt sich bereits auf den Ernstfall vorzubereiten. Das macht sich vor allem im Bereich der Hygiene-Produkte bemerkbar. Wegen der Epidemie werden immer mehr Veranstaltungen abgesagt. Nun wird auch diskutiert, ob der Send in Münster abgesagt wird

Wegen Coronavirus: Hygiene-Produkte bei DM in Münster ausverkauft

Der Drogeriemarkt DM bekommt die gestiegene Nachfrage in Münster aufgrund der Sorge vor dem Coronavirus deutlich zu spüren. So wurde in der Filiale am York-Center (Grevener Str. 69) bereits ein Hinweisschild für die Kunden ausgehängt: Desinfektionsmittel, Einmalhandschuhe und Mundschutze sind ausverkauft. Dabei gehen die Meinungen auseinander, ob ein Mundschutz wirklich vor einer Erkrankung schützen kann. "Es gibt keine wissenschaftliche Evidenz, dass das irgendeinen Sinn hat", sagte der vizepräsident des Robert-Koch-Institus, Prof. Dr. Lars Schaade, zu dem Thema. 

Auch ein Großhandel, der in Telgte in der Nähe von Münster ansässig ist, weiß um den derzeitigen Boom in der Branche durch den Coronavirus Covid-19: Der Online-Versandhandel verbucht ungewöhnlich viele Bestellungen. Allein an einem Tag seien 22.000 Bestellungen eingegangen. Der Anbieter verkauft unter anderem Desinfektionsmittel. Mundschutze seien schon gar nicht mehr lieferbar, sagte der Geschäftsführer zu Radio WAF.

Coronavirus: Ursprung und aktuelle Zahlen 

Das Coronavirus hat seinen Ursprung auf einem Viehmarkt in der Wuhan-Region in China. Das Virus soll seinen Ursprung bei Wildtieren haben und sich von dort aus auf Menschen übertragen haben. Zum aktuellen Zeitpunkt sind über 1000 Menschen in China an der Infektion gestorben. In Deutschland gibt es 14 bekannte Fälle des Coronavirus, das auch Covid-19 genannt wird. Davon sind jedoch keine in Münster oder der Umgebung bekannt. 

Derweil hat ein 49 Jahre alte Patient aus dem Clemenshospital  bereits Menschen angesteckt: Neun Fälle des Coronavirus wurden inzwischen in Senden (Kreis Coesfeld) bestätigt. Es handelt sich um Angehörige und weitere Kontaktpersonen des Mannes. 

Kürzlich kam es jedoch in der Region zu einem Verdachtsfall: Eine Frau, die am FMO bei Münster gelandet ist, wurde unter Quarantäne gestellt. Bei der Überprüfung kam jedoch heraus, dass sie nicht am Coronavirus erkrankt war. Die Kreise in der Region sind derweil schon auf den Ernstfall vorbereitet: Die Städte informierten die Anwohner, wie sie sich vor dem Coronavirus in Münster und Umgebung schützen können

Im gesamten Münsterland wurden mittlerweile die Cafés und Restaurants geschlossen. In Münster arbeiten die Lieferdienste jedoch trotz Coronavirus weiter.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare