Covid-19 in NRW

130 Coronavirus-Infizierte in Münster: UKM verhängt Besucherstopp

Der Coronavirus breitet sich aus: In Münster gibt es bereits mehrere Fälle von Erkrankungen an Covid-19. Die aktuelle Lage im Ticker. 

+++ Newsticker zum Coronavirus in Münster aktualisieren +++

  • In Münster gibt es mehrere neue Fälle von Covid-19. 
  • 200 Schüler stehen in häuslicher Quarantäne.
  • Aktuell sind 130 Personen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert (Stand: 18. März, 16.19 Uhr).

+++ Dieser Artikel ist an dieser Stelle beendet. Alle neuen Informationen lesen Sie im neuen Newsticker zum Coronavirus in Münster. +++

Update: 19. März, 7.15 Uhr. Um die Zahl der Coronavirus-Infektion im Zau zu halten, hat jetzt auch das Universitätsklinikum Münster (UKM) weitere Maßnahmen ergriffen. Demnach wurde ein kompletter Besucherstopp für das Krankenhaus verhängt. Damit folgt die Einrichtung dem Erlass des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales.

"Dies gilt für das Zentralklinikum sowie alle externen Kliniken", heißt es in einer Mitteilung des UKM. Eine Ausnahme werde lediglich für die Kinderklinik, die Palliativstationen sowie schwerstkranke Patienten zugelassen. In Münster sind bislang 130 Menschen an Covid-19 erkrankt. Bislang gibt es noch keine Ausgangssperre wegen des Coronavirus in Münster. Diese könnte jedoch bald kommen, wenn nicht alle Menschen sich an die empfohlenen Maßnahmen halten. Wir haben zusammengefasst, welche Folgen das für die Bewohner hätte. 

Coronavirus: Bürgermeister äußert sich zu Maßnahmen in Münster

Update: 18. März, 16.19 Uhr. Die Stadt Münster hat am Mittwochnachmittag neue Zahlen zum Coronavirus veröffentlicht. Zum jetzigen Zeitpunkt sind 130 Menschen in der Domstadt infiziert. Derweil wurde heute eine neue Maßnahme eingeleitet. 

Ab sofort müssen Restaurants, Cafés und alle Geschäfte in Münster, die nicht den täglichen Bedarf abdecken, vorerst schließen. Oberbürgermeister Markus Lewe kommentiert die Maßnahme: "Die Einschnitte sind drastisch, aber notwendig". So sollen die Alten und Kranken der Gesellschaft, für die das Coronavirus tödlich sein kann, geschützt werden. Lieferdienste arbeiten in Münster jedoch trotz Coronavirus weiter.

Lieferdienste in Münster und Angebote, die zum sofortigen Verzehr gedacht sind, können jedoch weiterhin öffnen. Lewe gibt zudem zu bedenken: "Das Maßnahmenpaket klingt bedrohlich. Deshalb erneut der Hinweis auf den aktuellen Kenntnisstand: Die allermeisten Corona-Infektionen heilen weitgehend problemlos aus".

Supermärkte in Münster bauen Trennwände wegen Coronavirus auf

Update: 18. März, 15.14 Uhr. Die meisten Geschäfte in Münster sind nun wegen des Coronavirus geschlossen. Das öffentliche Leben kommt zum Erliegen. Einige Einrichtungen jedoch dürfen nicht schließen, etwa Supermärkte. Diese treffen jetzt teilweise Maßnahmen, um ihre Mitarbeiter und Kunden vor der Übertragung der Infektion zu schützen. 

An den Kassen in dieser Rewe-Filiale werden am Mittwoch Trennwände installiert, die die Mitarbeiter schützen sollen. 

Etwa in der Rewe-Filiale an der Warendorfer Straße in Münster. Dort werden am Nachmittag nicht nur Plexiglas-Wände angebracht, um die Mitarbeiter vor dem Coronavirus zu schützen. Vor dem Kassenbereich wird außerdem durch farbiges Klebeband signalisiert, welche Abstände Kunden in der Schlange einzuhalten haben. Ein Papierschild mahnt die Einkaufenden in Großbuchstaben: "Bitte halten Sie Abstand!".

So dauert der Kassiervorgang deutlich länger – die Gefahr der Übertragung des Coronavirus sinkt jedoch gleichzeitig. Die Kassierer desinfizieren sich außerdem nach wenigen Kunden die Hände. Weitere Supermärkte in Münster dürften diesem Beispiel bald folgen. 

Update: 18. März, 10.56 Uhr. Die Bürger der Stadt müssen mit noch weitreichenderen Einschnitten rechnen als bislang. Am Mittwoch sollen wegen des Coronavirus in Münster sämtliche Geschäfte und Gaststätten geschlossen werden.

OB von Münster richtet Appell an Bürger

Update: 18. März, 6.55 Uhr. 103 Menschen sind es mittlerweile, die in Münster positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Vier Menschen galten am Dienstagabend (17. März) aber auch bereits wieder als genesen und haben somit Covid-19 überstanden. "Die Stadtverwaltung kündigt weitere Maßnahmen an, um den Dienstbetrieb zu sichern", heißt es zudem von der Stadt.

Deswegen wendete sich Oberbürgermeister Markus Lewe (CDU) in einer Videobotschaft ebenfalls an die Bürger von Münster. Der OB bittet die Bürger darin um Verständnis dafür, dass die Verwaltung in Zeiten des Coronavirus angepasst werden müssten und im Krisen-Modus arbeite. Auf weniger wichtige Anliegen, wie die Verlängerung des Jagdscheins zum Beispiel, sollten Bürger derzeit verzichtet werden. Zudem sollen Menschen per Telefon oder E-Mail Kontakt aufnehmen. 

"Es besteht kein Grund zur Panik, aber es ist eine ernste Lage", sagt Lewe angesichts der steigenden Zahlen von Coronavirus-Infektionen. Er lobt dabei auch das soziale Engagement ehrenamtlicher Gruppen und die Solidarität, die viele Bürger in Münster an den Tag legten. "Es gibt so viele Menschen, die in dieser Krise alles geben", sagt der OB weiter. Dazu gehörten Verkäufer in Supermärkten, Krankenhaus- und Pflegepersonal sowie Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr. 

"Ich wünsche uns, dass wir zusammenhalten, das wir zusammenstehen. Denn wir Münsteraner, wir können auch mit dieser Krise umgehen, weil wir zusammenhalten und weil wir solidarisch damit umgehen."

Coronavirus in Münster: Restaurants und Spielplätze schließen

Update: 17. März, 19.19 Uhr. Viele Gastronomen reagieren nun auf die vorgegebenen Öffnungszeiten der Regierung. Restaurants und Cafés dürfen nach 15 Uhr nicht mehr geöffnet haben. Das Vapiano in Münster und das Burger-Lokal Bun Bites Beef haben daraus schon Konsequenzen gezogen: Sie lassen ihre Betriebe gleich ganz geschlossen. Darüber hinaus ist wegen der Verbreitung des Coronavirus auch die Nutzung von Spielplätzen verboten. 

Update: 17. März, 18.29 Uhr. Am Dienstag stieg die Zahl der Infektionen in Münster in den dreistelligen Bereich. 103 Menschen sind am Abend am Coronavirus erkrankt. Das sind 13 Fälle mehr, als noch am Mittag bekannt waren. Ab Mittwoch sollen in der Region zudem Cafés und Restaurants nur noch bis 15 Uhr geöffnet haben. So soll die Ausbreitung von Covid-19 verlangsamt werden.

Coronavirus: Preußen Münster setzt Spielbetrieb aus

Update: 17. März, 9.13 Uhr. Der Spielbetrieb der 3. Liga steht derzeit still. Vergangene Woche wurde beschlossen, die Spieltage 28 und 29 abzusagen. Somit stehen auch für Preußen Münster derzeit keine Partien statt. Am Montag (16. März) gab es nun eine Sitzung mit dem Ausschuss sowie den Vertretern alle Vereine der 3. Liga. Darin wurde das weitere vorgehen beschlossen. Demnach wird es für Preußen Münster wegen des Coronavirus bis Ende April keinen Spielbetrieb geben.

Die Aktuelle Lage in Münsterland rund um den Coronavirus sehen Sie auf msl24.de. Zudem erfahren Sie auf msl24.de, wie Sie sich bei Coronavirus-Verdacht richtig verhalten.

Update: 17. März, 8.52 Uhr. Auch der Uni-Betrieb in Münster muss angesichts der Gefahr durch das Coronavirus eingeschränkt werden. Die Westfälsiche Wilhelms-Universität (WWU) gab nach einer Sitzung des Krisenstabs nun weitere Maßnahmen bekannt:

  • Die Gebäude der WWU werden ab Mittwoch (18. März) ab 18 Uhr noch nur für Mitarbeiter geöffnet sein, also auch für Studentische Hilfskräfte (SHB und SHK) sowie Wissenschaftliche Hilfskräfte (WHK). Bis dahin sind die Gebäude noch geöffnet.
  • Ab spätestens Donnerstag (19. März) gilt dann ein striktes Betretungsverbot sämtlicher Gebäude.
  • Das betrifft auch die Universitäts- und Landesbibliothek (ULB) sowie alle Institutsbibliotheken.
  • Für die Gebäude des Universitätsklinikum Münster (UKM) können andere Regelungen gelten.

"Welche Konsequenzen das für die Abgabe von Hausarbeiten sowie Bachelor- und Masterarbeiten hat, können wir aktuell noch nicht sagen", schreibt die WWU in einem Statement. Bisher könne man noch keine klare Antwort geben. "Wir wissen, dass diese Frage für viele drängt und ihr könnt euch sicher sein, dass die WWU Münster mit Hochdruck an der Beantwortung arbeitet. Vermutlich können wir euch Mitte der Woche eine Rückmeldung dazu geben. Zudem gibt die WWU noch bekannt, dass auch der Botanische Garten in Münster wegen des Coronavirus geschlossen sein.

Coronavirus in Münster: Stadt beschließt weitere Maßnahmen

Update: 17. März, 6.50 Uhr. Seit dem vergangenen Wochenende hat sich die Zahl derer, die sich in Münster mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infiziert haben, verdoppelt. 90 Menschen sind es mittlerweile, die in der Domstadt an Covid-19 erkrankt sind. Daher zieht die Stadt nun weitere drastische Maßnahmen.

Für das gesamte Stadtgebiet wurden jegliche Veranstaltungen in geschlossenen Räumen sowie in der freien Natur fürs Erste untersagt. Ab Dienstag (17. März) gilt in Münster zur Eindämmung des Coronavirus eine Allgemeinverfügung, die Betriebe von beispielsweise Diskotheken und Fitnessstudios genauso untersagt wie Zusammenkünfte in Sportvereinen.

"Die Lage ist ernst. Darauf reagieren wir mit umfassenden Maßnahmen, um einen schnellen Anstieg der Infektionen zu verhindern. Der Gesundheitsschutz steht an erster Stelle", kommentiert Oberbürgermeister Markus Lewe die getroffenen Maßnahmen gegen das Coronavirus. Für den Wochenmarkt in Münster am kommenden Samstag (21. März) wurden zudem alle gastronomischen Stände abgesagt.

Die Stadt Münster registriert derzeit zudem noch ein erhöhtes Besucheraufkomen in der Stadtverwaltung. Daher richtet sie den dringenden Appell an die Bürger, nur noch in dringenden Fällen die Verwaltung aufzusuchen. Sollte dennoch ein persönliches Gespräch nötig sein, wird um eine vorherige telefonische Terminabsprache (0251/49 20) gebeten.

Derweil gibt es auch noch positive Nachrichten: Zwei Personen, die zuvor an Covid-19 erkrankt waren, konnten ihre Quarantäne nun wieder verlassen. "Und Sorgen um die ärztliche Versorgung muss sich niemand machen. Wir sind sehr gut aufgestellt“, betonte Oberbürgermeister Markus Lewe. 

Wegen Coronavirus: Veränderter Busfahrplan in Münster

Update: 16. März, 17.55 Uhr. Seit dem Morgen sind in Münster zwar keine neuen Fälle des Coronavirus bestätigt worden. Dennoch gibt es einige Neuigkeiten zu dem Thema. So ändern die Stadtwerke ab Mittwoch (18. März) ihren Fahrplan. Aufgrund der geringeren Nachfrage werden die Busse tagsüber nur noch alle 30 Minuten fahren. Zuvor verkehrten die Busse in Münster drei Mal in der Stunde.

Darüber hinaus ist nun klar, wie das öffentliche Leben in den nächsten Tagen in Münster weitergeht: Viele Freizeiteinrichtungen werden geschlossen. Für Restaurants und Cafés gelten starke Einschränkungen, zu denen jedoch zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Details bekannt sind. Fest steht nun, dass Supermärkte, Drogerien und Apotheken geöffnet bleiben. Im Gespräch ist auch, dass wegen des Coronavirus für diese Geschäfte das Verkaufsverbot an Sonntagen aufgehoben wird. 

90 Infektionen mit dem Coronavirus in Münster

Update: 16. März, 9.14 Uhr. Die Fallzahl steigt rapide: In Münster sind mittlerweile 90 Personen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Dies gibt die Stadt am Montagmorgen (16. März) bekannt. Sie an Covid-19 erkrankten befinden sich aktuell in Quarantäne. Dennoch gibt es auch gute Nachrichten: Menschen, die bereits Anfang März krank wurden und seitdem isoliert waren, können die Quarantäne schon bald wieder verlassen, wie die Stadt weiter berichtet. Derweil steigt die Zahl der am Coronavirus Infizierten im Kreis Warendorf auf 59.

Update: 15. März, 14.08 Uhr. In der Domstadt haben sich mittlerweile 56 Personen mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infiziert. Dies bestätigt die Bezirksregierung Münster. Die Stadt hat nun drastische Maßnahme getroffen und neben Schulen und Kitas auch sämltiche kulturelle Einrichtungen schließen lassen.

"Das stellt den Alltag vieler Familien auf den Kopf. Auch bei hohem Improvisationstalent werden nicht alle Eltern sofort eine Betreuung organisieren können", weiß Oberbürgermeister Markus Lewe um Sorgen der Eltern in Münster. Wer sein Kind daher am Montag und Dienstag (16. und 17. März) nicht privat unterbringen kann, dem stehen die Schulen und Kitas an diesen Tagen noch zu Verfügung.

Zudem wurden bis Ostern auch alle Veranstaltungen in Münster abgesagt, um die Verbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Neben der Kunsthalle, dem Krameramtshaus und dem Stadtmuseum bleiben unter anderem auch die Villa ten Hompel und die Volkshochschule geschlossen.

"Wir wissen, wie drastisch diese Eingriffe in das öffentliche Leben sind, in den Alltag und in die Freizeit. Dennoch: Je intensiver diese Vorsorge ist, desto größer die Chance, dass sich die Ausbreitung des Virus' verlangsamt. Das ist unser Hauptziel", kommentiert Krisenstabsleiter Wolfgang Heuer die getroffenen Maßnahmen zur Eindämmung von Covid-19.

43 Coronavirus-Infizierte in Münster

Update: 14. März, 20 Uhr. Die Zahl der bestätigten Covid-19-Erkrankungen steigt weiter: In Münster sind aktuell 43 Personen positiv auf das Coronavirus getestet worden. 

Update: 14. März, 13.29 Uhr. Am Samstag vermeldet die Bezirksregierung Münster einen starken Anstieg derjenigen, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden: Von 29 bestätigten Fällen am Freitag auf 41 am Samstag.

Update: 14. März, 10.12 Uhr. Münsteraner dürfen sich nicht wundern: Die Stadtbusse werden ab sofort die vorderste Tür nicht mehr öffnen. Zudem werden in den Bussen keine Tickets mehr verkauft. Dies gab die Stadt Münster am Freitag (12. März) bekannt. "Ziel der Maßnahme ist es, die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung mit dem Coronavirus beim Ticketkauf sowohl für Fahrerinnen und Fahrer als auch die Fahrgäste zu minimieren.

"Wir bitten unsere Fahrgäste um Verständnis für die Änderung. Sie dient der Vorsorge gegen eine Ansteckung [mit dem Coronavirus] und soll helfen, dass der Busverkehr in den nächsten Wochen ohne große Einschränkungen weiterläuft", sagt Frank Gäfgen, Geschäftsführer Mobilität der Stadtwerke in Münster. Für die Fahrgäste biete sich das elektronische 90 MinutenTicket an. Dieses gebe es an den Vorverkaufsstellen und Automaten sowie über die App „Westfalentarif“.

Coronavirus in Münster: Schulen und Kitas geschlossen

Update: 13. März, 16.32 Uhr. Wie die NRW-Landesregierung am Freitag beschloss, werden ab Montag (16. März)alle Kitas und Schulen in NRW bis zum 19. April geschlossen. Die Regelung soll dazu beitragen, die Verbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Auch in Münster müssen sich nun Eltern und Schüler auf fünf Wochen schulfrei einstellen.

Denn auch die Stadt Münster muss dem Erlass der NRW-Landesregierung folgen. "Es sind einschneidende Eingriffe in unser eingeübtes Leben, aber Sicherheit geht immer vor", erklärt Oberbürgermeister Markus Lewe in einer Presseerklärung. "Wir werden uns bemühen, bei der Betreuung von Kinder zu helfen, deren Eltern im Gesundheitsbereich oder in der Gefahrenabwehr wie zum Beispiel im Rettungsdienst arbeiten", sagt Lewe weiter.

Zudem habe der Krisenstab der Stadt Münster am Freitag beschlossen, "ausnahmslos alle städtischen Veranstaltungen der nächsten Wochen abzusagen. Das Theater Münster und das Theater im Pumpenhaus schließen. Tanzveranstaltungen und Partys in Diskotheken und  Clubs werden mit Hilfe von Ordnungsverfügungen untersagt." Diese Regelungen würden bis Ostern gelten. 

Update: 13. März, 13.24 Uhr. Am Nachmittag will sich Armin Laschet zur möglichen Schulschließung äußern. Doch wie jetzt bereits durchgesickert ist, werden alle Schulen und Kitas in NRW spätestens ab kommendem Mittwoch (18. März) bis zu den Osterferien geschlossen. Darüber berichten unter anderem der WDR und RP-Online. Bereits am Montag und Dienstag soll die Schulpflicht aufgehoben werden – aber um einen flexiblen Übergang zu gewährleisten, gelte der Erlass aufgrund der Lage um das Coronavirus erst ab Mittwoch. Wir berichten weiter.  

Update: 13. März, 13.11 Uhr. Werden in Münster sowie in ganz NRW alle Schulen und Kitas wegen des Coronavirus geschlossen? Es verdichtet sich zunehmend, dass dieser Entschluss am heutigen Freitag (13. März) gefällt wird. Um 14.30 Uhr will sich Ministerpräsident Armin Laschet (NRW) in einem Statement in Düsseldorf dazu äußern.

Derweil hat die Stadt Münster in einer PK bekanntgegeben, dass es an der Halle Münsterland einen Coronavirus-Testcontainer geben wird. Dieser hat zwischen 9 und 13 Uhr geöffnet und kann von potentiell an Covid-19 erkrankten Menschen benutzt werden. Dafür ist eine telefonische Anmeldung vorab (116117) oder eine schriftliche Überweisung vom Arzt notwendig.  

Coronavirus: Schulen und Kitas in Münster vor Schließung

Update: 13. März, 12.08 Uhr. Die Zahl der Infizierten in Münster steigt weiter an: Laut Angaben der Bezirksregierung Münster wurden mittlerweile 23 Menschen positiv auf den Coronavirus getestet.

Update: 13. März, 6.55 Uhr. In vielen Städten Deutschlands wurden bereits flächendeckend alle Schulen und Kitas geschlossen, um die Verbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2 einzudämmen. In Münster wurden bislang nur wenige Einrichtungen dicht gemacht, nachdem sich Schüler und Lehrer mit Covid-19 angesteckt haben. Doch das könnte sich bald ändern.

Wie Oberbürgermeister Markus Lewe bekanntgab, denkt er über eine allgemeine Schul- und Kitaschließung in Münster nach. Diese Maßnahme lasse sich mittlerweile nicht mehr vermeiden, "um die Infektionskette zu verkürzen", heißt es in einem von ihm verfassten Facebook-Post zum Thema Coronavirus.

Er appellierte zudem an die Bürger der Stadt, persönliche Kontakte, "die nicht unbedingt sein müssen", in den kommenden Tagen zu meiden. "Ansonsten lasst uns gerade in diesen Tagen solidarisch zusammenhalten", so Lewe weiter. In Münster gibt es mittlerweile 20 bestätigte Fälle von Coronavirus -Infizierten.

Mittlerweile 20 Coronavirus-Infizierte in Münster

Update: 12. März, 17.55 Uhr. Und die Zahl steigt weiter: Mittlerweile sind in Münster 20 Menschen positiv auf den Coronavirus getestet worden, wie die Bezirksregierung Münster am Nachmittag bekannt gibt. Nicht nur in der Domstadt werden am Donnerstag vermehrt neue Infizierungen gemeldet.

Update: 12. März, 17.09 Uhr. Die Zahl derer, die in Münster mit dem Coronavirus infiziert sind, steigt auf 16. Dies gibt die Stadt in einer Pressemeldung am Donnerstagnachmittag (12. März) bekannt. Die Zahl der an Covid-19 Erkrankten sei bisher noch auf einem überschaubaren Niveau, berichtet die Stadt weiter. Allerdings ließen sich die Infektionsketten nicht mehr in allen Fällen verlässlich nachvollziehen.

"Prävention wird von Tag zu Tag wichtiger. Jeder kann dazu beitragen, die Ausbreitung zu verlangsamen", sagt Wolfgang Heuer, Krisenstabsleiter in Münster, und ruft damit zu umsichtigem Verhalten angesichts der Gefahr durch den Coronavirus auf.

Schulschließungen wegen Coronavirus: Statement der Stadt Münster

Update: 12. März, 7.26 Uhr. Die Stadt Münster hat nun ein ausführliches Statement zu den Schließungen einiger Schulen und Kitas veröffentlicht. So wurden die vier Einrichtungen geschlossen, "um die Kurve der Neuerkrankungen möglichst flach zu halten", heißt es in dem Statement. Ebenso werden größere Veranstaltungen ab 1000 Besuchern nach dem NRW-Erlass abgesagt, um das Coronavirus in Schach zu Halten.

Am Mittwoch (11. März) wurde beschlossen, die Paul-Schneider-Kita, die Margaretengrundschule sowie die Mathilde-Anneke-Gesamtschule vorsorglich zu schließen, nachdem ein Kind an Covid-19 erkrankt war. "Für 450 Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule im Ostviertel findet für rund zwei Wochen kein Unterricht im Schulgebäude statt", teilt die Stadt Münster mit.

Die Mutter der betroffenen Familie arbeitet in der St.-Bernhard-Kita in Münster-Angelmodde, weswegen auch diese Einrichtung vorsorglich geschlossen wird. "Das Coronavirus krempelt unser Leben um", sagt Oberbürgermeister Markus Lewe. "Wir ergreifen mit Augenmaß und großer Verantwortung Maßnahmen für den Schutz der Menschen. Wir wollen das öffentliche Leben in einer eingeschränkten Normalität möglich machen."

Positive Nachrichten gibt es jedoch für Besucher des Wochenmarktes am Domplatz in Münster. Dieser darf am kommenden Samstag (14.März) trotz des Coronavirus Sars-CoV-2 unter bestimmten Auflagen stattfinden. Dafür werden größere Frei- und Bewegungsflächen eingerichtet. "Bänke und Tische der Gastronomie- und Verpflegungsstände, die sonst zum Verweilen einladen, dürfen nicht aufgestellt werden, ebenso gilt der Verzicht auf Zeltplanen an allen Ständen." 

Coronavirus: Diese Schulen und Kitas werden geschlossen

Update: 11. März, 17.47 Uhr. Dier Zahl der mit dem Coronavirus Infizierten in Münster steigt laut Bezirksregierung Münster auf 13 Fälle an. Laut Pressemeldung der Stadt Münster sei unter anderem ein Kind an Covid-19 erkrankt. Die Stadt schließt deswegen folgende Einrichtungen, um Neuansteckungen zu verhindern:

  • Kita St. Bernhard
  • Kita Paul-Schneider-Haus
  • Margaretenschule
  • Mathilde-Anneke-Gesamtschule

Weitere Informationen gibt es vonseiten der Stadt Münster bisher nicht. Es ist bislang nur bekannt, dass es sich bei einer anderen, mit dem Coronavirus infizierten Person um einen Mann (Jahrgang 1972) handelt, der Kontakt mit einem positiv getesteten Skiurlauber hatte. Die Stadt Münster kündigt weitere Tests an.

Update: 11. März, 11.54 Uhr. Die Bezirksregierung Münster hat bekantgegeben, dass es mittlerweile acht Coronavirus-Fälle in der Stadt gibt. Genauere Informationen zu den zwei neuen Patienten gibt es bislang jedoch noch nicht. Wir berichten weiter.

Coronavirus in Münster: 200 Schüler in Quarantäne

Update: 9. März, 7.15 Uhr. 200 Schüler aus drei verschiedenen Schulen in Münster wurden am Freitag (6. März) nach einem Aufenthalt in Südtirol in der Domstadt empfangen. Die Stadt in Norditalien zählt zu einen der Risikogebieten aufgrund des Coronavirus. "Für alle Mitreisenden stand nach der Ankunft unmittelbar im Bus ein kurzes Interview und teilweise eine kurze Untersuchung auf dem Programm", teilt die Stadt mit.

Es wurden sechs Verdachtsfälle identifiziert und kurzfristig in der Uniklinik Münster (UKM) stationär versorgt. Am Sonntagvormittag (8. März) lagen der Stadt bereits die Ergebnisse der Tests vor. Keine der Personen hatte sich mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 angesteckt. Dennoch wurde für die sechs Schüler eine zweiwöchige häusliche Quarantäne angeordnet.

Derweil gibt es einen neuen bestätigten Coronavirus-Fall in Münster. Ein Lehrer des Gymnasiums Canisianum in Lüdinghausen wurde positiv auf Covid-19 gestestet. "Ihm und seiner Familie geht es gut, sie verbleiben in Quarantäne", teilt die Stadt in einer Pressemitteilung mit. Der Fall habe jedoch nichts mit den Südtirol-Rückkehrern zu tun. Wegen der Epidemie werden immer mehr Veranstaltungen abgesagt. Nun wird auch diskutiert, ob der Send in Münster abgesagt wird

Coronavirus in Münster: 200 Schüler nach Skifreizeit empfangen

Update: 7. März, 14.52 Uhr. Der Empfang der 200 Schüler und Betreuer, die von der Ski-Freizeit nach Münster zurückgekehrt sind, verlief problemlos, wie die Stadt berichtet. Alle wurden noch im Bus befragt, ob sie Symptome des Coronavirus haben. Jetzt werden sechs Personen auf die Infektion mit Covid-19 getestet. Alle Mitreisenden stehen zudem vorsorglich für 14 Tage unter Quarantäne.

Zudem fiel nun auch im letzten Kreis im Münsterland ein Test auf Covid-19 positiv aus: Ein Lehrer aus Rheine im Kreis Steinfurt infizierte sich mit dem Coronavirus während einer Schulfreizeit in Südtirol. Der 45-Jährige sowie neun weitere Lehrer und 106 Schüler mussten in Quarantäne.

Stadt Münster korrigiert Zahlen: Fünf Fälle des Coronavirus 

Update: 7. März, 9.40 Uhr. Die Stadt Münster meldete, dass insgesamt fünf Menschen in der Westfalenmetropole am Coronavirus erkrankt sind. Zunächst hatten die Verantwortlichen von acht Fällen gesprochen. Da einige der Personen jedoch in Senden wohnen, zählen diese Fälle nun für den Kreis Coesfeld. 

Update: 7. März, 9.32 Uhr. Wie das UKM berichtet, befindet sich tatsächlich ein Patient, der am Coronavirus erkrankt ist, in Behandlung in der Klinik in Münster. Jedoch schwebe der Mann nicht in Lebensgefahr. Er wurde mit Symptomen in die Notaufnahme eingeliefert und positiv getestet. Der Mann hatte vor einigen Jahren eine Organtransplantation.

Coronavirus in Münster: 200 Schüler unter Quarantäne

Update: 7. März, 9.08 Uhr. Möglicherweise schwebt der erste Coronavirus-Patient in Deutschland in Lebensgefahr – und zwar in Münster. Medienberichten zufolge wird der Mann auf der Intensivstation des UKM behandelt. Der Infizierte soll für eine bevorstehende Organtransplantation Immunsuppressiva eingenommen haben. Diese schwächen das Immunsystem. Die Uniklinik Münster hat die Berichte bislang jedoch noch nicht bestätigt. 

Update: 7. März, 8.59 Uhr. Am Freitagabend kehrten rund 200 Schüler von zwei Gymnasien und einem Berufskolleg in Münster von einer Ski-Freizeit in Südtirol zurück. Sie wurden gleich nach ihrer Ankunft in häusliche Quarantäne geschickt, da die Region mittlerweile als Risikogebiet für das Coronavirus zählt. 

Wie viele der Schüler aus Münster sich mit Covid-19 tatsächlich infiziert haben, muss jetzt ein Test zeigen. Zunächst wurden sie auf die Symptome des Coronavirus Sars-CoV-2 überprüft. Bei den Schulen handelt es sich um das Freiherr-vom-Stein-Gymnasium, das Johann-Conrad-Schlaun-Gymnasium und das Anne-Frank-Berufskolleg.

Münster: Stadt verschiebt Veranstaltung wegen des Coronavirus

Update: 6. März, 16.50 Uhr. Aufgrund des Ausbruchs des Coronavirus Sars-CoV-2 hat die Stadt Münster beschlossen, eine Veranstaltung zu verschieben. Das für den kommenden Dienstag (10. März) geplante Stadtforum, bei dem unterschiedliche Bevölkerungs- und Altersgruppen eingebunden werden sollen, kann an diesem Tag nicht stattfinden. Das Robert-Koch-Institut hatte zuvor empfohlen, Veranstaltungen, auf denen ältere Menschen anwesend sind, aufgrund der erhöhten Ansteckungsgefahr mt Covid-19 abzusagen.  

Update: 6. März, 14.50 Uhr. Die Stadt Münster trifft weiter jede mögliche Vorkehrung, um den Coronavirus Sars-CoV-2 in der Domstadt möglichst einzudämmen. So gab sie nun bekannt, dass mehrere Schüler, die am Freitag (6. März) aus einer Skifreizeit aus Südtirol zurückgekehrt sind, in vorsorgliche Quarantäne geschickt hat.

"Zunächst werden die Mitreisenden einem kurzem Interview und gegebenenfalls auch einer Untersuchung unterzogen", heißt es. Dadurch soll geklärt werden, ob eine Person Symptome (trockener Husten, Fieber, Abgeschlagenheit) einer Erkrankung mit dem Coronavirus aufweist. "Wir bleiben wachsam, behalten aber einen kühlen Kopf“, unterstreicht Stadtrat Wolfgang Heuer nach der vierten Krisensitzung in Münster.

Acht Menschen in Münster am Coronavirus erkrankt

Update: 6. März, 6.40 Uhr. Die Zahl der am Coronavirus erkrankten Menschen in Münster ist inzwischen auf acht gestiegen. Das sind die bislang bekannten Fälle im chronologischen Überblick: 

  • Ein Mann wurde nach einer Iran-Reise im UKM behandelt. Er war der erste bestätigte Fall in Münster. 
  • Die 24-jährige Mitarbeiterin einer Kita im Südviertel ist erkrankt. 
  • Ein Mann aus Senden, der im Clemenshospital behandelt wird, ist erkrankt.
  • Eine Frau aus dem Kreis Coesfeld, die für den LWL in Münster arbeitet, hat sich ebenfalls infiziert.
  • Ein Mädchen, das eine Kita in Hiltrup besucht, wurde positiv getestet. 
  • Vier Schülerinnen des Mariengymnasiums sind erkrankt. Es ist jedoch unklar, wo die Mädchen wohnen und ob sie zu den Fällen in Münster zählen. 

Schule in Münster wegen des Coronavirus geschlossen

Update: 5. März, 17.29 Uhr. Wie die Stadt Münster nun mitteilte, gibt es sechs weitere Infizierte durch das Coronavirus in der Domstadt. Vier von ihnen sind Schülerinnen des Mariengymnasiums, das ab Freitag (6. März) nun für zwei Wochen komplett geschlossen wird. "Der Schulleiter hat sehr verständnisvoll reagiert", berichtet Dr. Norbert Schulze Kalthoff, Leiter des Gesundheitsamtes.

Des Weiteren hat sich auch ein Kind der Outlaw-Kita in Hiltrup mit dem Coronavirus Covid-19 angesteckt. Daher wurde die Einrichtung im Süden von Münster ebenfalls vorsorglich geschlossen. "Es ist wichtig, die Situation vor Ort täglich neu zu bewerten, weil sie sich täglich neu darstellt", sagt Oberbürgermeister Markus Lewe zu der sich stündlich ändernden Lage in der Domstadt.

Der Ursprung der neuen Infektionen in Münster konnte zum erkrankten Patienten aus dem Clemenshospital zurückverfolgt werden, der sich mit dem Coronavirus angesteckt hatte. Er wurde mittlerweile aus der Klinik in Münster entlassen. Derweil wurde nun bestätigt, dass sich die LWL-Mitarbeiterin aus dem Kreis Coesfeld doch mit Covid-19 angesteckt hat.

Die Stadt Münster hat zudem in einer weiteren Krisensitzung am Donnerstag festgelegt, dass nur noch diejenigen Personen in Quarantäne gesteckt werden, die direkten Kontakt zu Coronavirus-Infizierten hatten. 

Update: 5. März, 16.35 Uhr. Nun hat es auch die erste Schule in Münster getroffen. Das Gesundheitsamt der Stadt Münster hat am Donnerstag (5. März) beschlossen, die Marienschule für knapp zwei Wochen dichtzumachen. Eine Schülerin der siebten Klasse hat sich mit dem Coronavirus Covid-19 angesteckt. Zuvor war ihr Vater aus Lüdinghausen an dem Virus erkrankt.

Die Maßnahme sei eine Vorsichtsmaßnahme, um nicht noch mehr Schüler mit dem Coronavirus zu infizieren. Auf der Marienschule in Münster befinden sich knapp 900 Kinder und Jugendliche. Derweil hat sich der Verdacht der LWL-Mitarbeiterin, die sich mit Covid-19 infiziert haben soll, nicht bestätigt. 

Mitarbeiterin des LWL in Münster an Coronavirus erkrankt?

Update: 5. März, 13.01 Uhr. Ein weiterer Fall des Coronavirus wurde in Münster bestätigt: Eine Mitarbeiterin des Landesverbands Westfalen Lippe (LWL) hat sich bei einem Verwandten angesteckt. Die Frau lebt im Kreis Coesfeld. Möglicherweise besteht ein Zusammenhang zu den derzeit 12 bestätigten Fällen in Senden. 

Die 17 Kollegen der Infizierten wurden in die häusliche Quarantäne geschickt. Sie werden nun auf das Coronavirus getestet. Bevor das Ergebnis nicht klar ist, müssen die Angestellten des LWL in Münster Zuhause bleiben. 

Coronavirus: Mitarbeiter des Clemenshospitals in Münster stehen unter Quarantäne

Update: 5. März, 10.49 Uhr. Die Mitarbeiter des Clemenshospitals in Münster, die mit dem erkrankten Coronavirus-Patienten in Kontakt gekommen sind, stehen derzeit unter häuslicher Quarantäne. Sie zeigen bislang jedoch keine Symptome – es handelt sich lediglich um eine Vorsichtsmaßnahme, wie Dr. Norbert Schulze Kalthoff, Leiter des Gesundheitsamtes bestätigte. Informationen, dass eine ganze Station in dem Krankenhaus gesperrt werden sein soll, konnten nicht bestätigt werden. 

Derweil hat der 49 Jahre alte Patient aus dem Clemenshospital bereits Menschen angesteckt: Neun Fälle des Coronavirus wurden inzwischen in Senden (Kreis Coesfeld) bestätigt. Es handelt sich um Angehörige und weitere Kontaktpersonen des Mannes. 

Update: 4. März, 18.26 Uhr. Gibt es nun auch im Kreis Steinfurt die ersten Fälle? Wie die WN berichten, wurden drei Personen in der Region in häusliche Quarantäne gesteckt. Der Grund: Sie hatten Kontakt mit Menschen, die sich mit dem Coronavirus Covid-19 infiziert haben.

Die drei Personen arbeiten in der Altenhilfe im Kreis Steinfurt, heißt es. Nachdem sie noch am Mittwoch (4. März) ihrer Arbeit nachgingen, ordnete das Kreis-Gesundheitsamt eine zweiwöchige Quarantäne an. Typische Symptome des Coronavirus Covid-19 zeigen die drei Menschen jedoch noch nicht.

Coronavirus in Münster: Send findet wie geplant statt

Update: 4. März, 17.43 Uhr. Die Stadt Münster lud am Mittwoch (4. März) zu einer Pressekonferenz in Folge der Infektionen durch den Coronavirus Covid-19 in der Region ein. Dort wurde bestätigt, dass sich die Erzieherin der Kita am Dahlweg derzeit in häuslicher Quarantäne befindet. Die Einrichtung wurde am Morgen vorsorglich geschlossen.

"Damit stellen wir sicher, dass dieser Infektionsherd keine Kreise zieht", sagt Dr. Norbert Schulze Kalthoff, Leiter des städtischen Gesundheitsamtes", zur Quarantäne der Erzieherin aus Münster. Auch die 20 Kinder der Kita sowie deren Eltern und Geschwister werden vorerst aufgrund des Coronavirus zu Hause bleiben. "Nach allem, was bisher bekannt ist, gibt es bei zuvor gesunden Kindern keine schweren Krankheitsverläufe", berichtet Schulze Kalthoff.

"Wir gehen die Herausforderungen mit großer Ernsthaftigkeit an und kooperieren mit wichtigen Einrichtungen und Institutionen, auch in der Region", sagte Oberbürgermeister Markus Lewe am Mittwoch. Die Stadt richtete ein Info-Telefon (02 51/4 92 10 77) ein, bei dem Mitarbeiter der Stadtverwaltung Münster Fragen rund um den Coronavirus Covid-19 beantworten.

Die Stadt sieht zudem derzeit noch keine Veranlassungen, größere Veranstaltungen wie den Send in Münster oder den Wochenmarkt auf dem Domplatz wegen des Coronavirus abzusagen. "Ich sehe hier keine Gefährdung für den einzelnen Besucher. Natürlich ist auch hier die Beachtung der bekannten Verhaltensregeln zu Hygiene und zum Abstandhalten wichtig", betonte Stadtrat Wolfgang Heuer, Leiter des Krisenstabs

Wegen Coronavirus: Uni Münster sagt Veranstaltungen ab

Update: 4. März, 14.38 Uhr. Auch die Westfälische Wilhelms-Universität Münster reagiert auf den Ausbruch des Coronavirus Covid-19 in der Domstadt. Das Rektorat der WWU hat "zur Senkung des Ansteckungsrisikos" alle öffentlichen Veranstaltungen außerhalb des Lehrbetriebs bis Ende März abgesagt. Dies teilte die Universität soeben in einer Mitteilung mit.

Die Entscheidung habe sich das Rektorat der Uni Münster nicht leicht gemacht. "Wir tun alles in unserer Macht stehende, um den Lehrbetrieb nicht zusätzlich zu gefährden und die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen", sagt WWU-Rektor Prof. Dr. Johannes Wessels. Es wurde zudem ein Kommunikationsstab eingerichtet, der die Lage rund um das Coronavirus Covid-19 analysiert und Maßnahmen entwickelt, um weitere Infektionen zu verhindern.

Coronavirus in Münster: Zweiter Infizierter aus Kreis Coesfeld

Update: 4. März, 13.39 Uhr. Der zweite Patient, der positiv auf das Coronavirus getestet wurde, stammt aus dem Kreis Coesfeld. Er wurde wegen einer anderen Erkrankung im Clemenshospital in Münster behandelt. Als das Virus bei ihm festgestellt wurde, kam der Mann umgehend auf eine Isolierstation. 

Update: 4. März, 13.33 Uhr. Wie es auf der Pressekonferenz zum Coronavirus in Münster heißt, kamen mit der Erzieherin aus der Kita etwa 40 Personen in näheren Kontakt. Dazu zählen Kinder, Eltern und Geschwisterkinder. Diese befinden sich jetzt in häuslicher Quarantäne. Die 24 Jahre alte Erkrankte war zuvor auf einer Karnevalsfeier in Heinsberg gewesen – dort hatten sich zahlreiche Menschen angesteckt.

Update: 4. März, 12.53 Uhr. Nachdem zwei neue Fälle des Coronavirus in Münster aufgetreten sind, wird nun ein weiterer Verdachtsfall überprüft. Eine Sprecherin der LVM-Versicherung bestätigte, dass eine Mitarbeiterin auf das Virus mit der Bezeichnung Covid-19 getestet werde, wie die WN berichten

Die Frau könnte am Wochenende bei einer Sportveranstaltung in Kontakt mit einem der nun Erkrankten gekommen sein. Das Testergebnis steht nun noch aus – damit wird erst am Freitag gerechnet. Derweil überprüft die Versicherung in Münster, ob die Mitarbeiterin weitere Kollegen angesteckt haben könnte. Der Flur, auf dem die Frau arbeitet, ist nicht mehr zugänglich. Die Angestellten, die dort ihre Büros haben, können von Zuhause aus arbeiten. 

Zwei neue Fälle des Coronavirus in Münster aufgetreten: Kita geschlossen

Erstmeldung: 4. März, 10.57 Uhr. Münster – Es bleibt nicht bei einem Fall: Gleich zwei neue Infektionen des Coronavirus wurden am Mittwoch (4. März) von der Stadt Münster bestätigt. Eine der Erkrankten hat als Erzieherin in der "Julius-Moses-Kita" (Dahlweg) gearbeitet. Die Einrichtung wurde vorsorglich geschlossen.

Coronavirus in Münster: Grad der Erkrankung der zwei Betroffenen noch unklar

Während der Mann, der aufgrund des Coronavirus in der Uniklinik Münster behandelt wurde, bereits wieder in die häusliche Quarantäne entlassen werden konnte, werden nun die zwei neuen Patienten behandelt. Wie stark die Symptome der Betroffenen sind und mit wie vielen Menschen sie unter anderem in der Kita in Kontakt kamen, ist noch nicht bekannt.

Am Mittwochvormittag hat sich erneut der Krisenstab in Münster zusammengefunden. Am Mittag gibt die Stadt darüber hinaus eine Pressekonferenz zum Thema Coronavirus. Dann sollen weitere Informationen zu dem Zustand der Patienten und zu weiteren Maßnahmen veröffentlicht werden. Unter anderem wird sich  Oberbürgermeister Markus Lewe zur Situation äußern. 

Keine Coronavirus-Infektionen in der Umgebung von Münster – Hotline eingerichtet

Münster ist nach wie vor die einzige Stadt in der Umgebung, in der es Erkrankte gibt. Die Kreise Borken, Warendorf, Coesfeld und Steinfurt warnten vor dem Coronavirus und gaben Tipps zum Schutz vor der Übertragung von Covid-19. In der Domstadt wurde indes eine Info-Hotline eingerichtet, an die Bürger sich wenden können: 0251/4 92 10 77. 

Sobald es weitere Informationen zu den Erkrankten, deren Behandlung und möglichen Ansteckungsorten in Münster gibt, werden wir an dieser Stelle weiter berichten. Wie lange die Kita im Südviertel geschlossen bleibt, steht noch nicht fest. Schon vor dem ersten Ausbruch von Covid-19 in der Stadt hatten Drogerie- und Lebensmittelmärkte es mit Hamsterkäufen zu tun: Bei DM in Münster waren zeitweise Desinfektionsmittel und Mundschutze ausverkauft

Das Coronavirus Covid-19 stammt ursprünglich von einem Viehmarkt in der chinesischen Region Wuhan und hat sich von dort aus weltweit ausgebreitet. Typisch sind Symptome wie Halskratzen und Fieber. Die Sterblichkeitsrate der Erkrankung liegt jedoch deutlich höher, als die der Grippe. 

Rubriklistenbild: © dpa/Christoph Soeder

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