Infektion

Coronavirus in Münster: Infizierten in häusliche Quarantäne entlassen

Das Coronavirus ist mittlerweile auch in Münster angekommen: Ein Mann wurde auf der Isolierstation im UKM behandelt. Jetzt ist er wieder Zuhause.

  • Ein Mann wurde im UKM in Münster wegen des Coronavirus behandelt. 
  • Er hatte sich zuvor im Iran aufgehalten. 
  • Am Montag fand eine Krisenstabssitzung statt. 

Update: 4. März. Wie das UKM bekanntgab, konnte der am Coronavirus erkrankte Mann inzwischen nach Hause entlassen werden. Der 51-Jährige steht jetzt in seiner Wohnung in Münster unter Quarantäne. Die Ärzte haben ihm dafür klare Anweisungen gegeben: Er soll Tagebuch über seinen Gesundheitszustand führen und zwei Mal am Tag seine Temperatur messen. Nun wurden jedoch zwei weitere Krankheitsfälle bekannt: Eine Kita in Münster wurde bereits wegen des Coronavirus geschlossen

Zehn Tage soll die häusliche Quarantäne dauern. Wenn dann zwei Tests ergeben, dass der Mann das Coronavirus überstanden hat, gilt er als gesund und darf die Wohnung in Münster wieder verlassen, wie die WN berichten. Trotz des Ausbruches des Virus in der Stadt wird der Send in Münster voraussichtlich stattfinden. In ganz Deutschland wurden derweil schon zahlreiche Großveranstaltungen abgesagt. 

Derweil hat ein 49 Jahre alte Patient aus dem Clemenshospital  bereits Menschen angesteckt: Neun Fälle des Coronavirus wurden inzwischen in Senden (Kreis Coesfeld) bestätigt. Es handelt sich um Angehörige und weitere Kontaktpersonen des Mannes. Die Epidemie hat weitere Folgen: Nun fährt auch der FMO in Greven wegen des Coronavirus weitestgehend seinen Betrieb herunter

UKM appelliert an Bewohner in Münster: Blut für Behandlung des Coronavirus benötigt

Update: 3. März. Mittlerweile gibt es in Deutschland 193 bestätigte Fälle von Menschen, die sich mit dem Coronavirus Covid-19 infiziert haben. In Münster hat sich bislang eine Person angesteckt, die in der Uniklinik behandelt wird. Nachdem das Institut am Montag (2. März) bekannt gab, nur noch Schwererkrankte zu behandeln, richtete es nun eine Bitte an die Domstädter.

Nicht nur wegen des Coronavirus, sondern auch aufgrund der vielen Grippefälle in Münster braucht das UKM dringend neue Blutspenden. "Unsere Zahlen sind in den Keller gegangen", teilt das Universitätsklinikum bei Twitter mit. Terminvereinbarungen und Rückfragen werden unter der Rufnummer 0251/8 35 80 00 entgegengenommen. Über die Zulassungskriterien für Blutspenden informiert das UKM auf seiner Homepage.

Coronavirus in Münster: Warenlager am UKM geplündert

Update: 3. März. Eine ganze Palette Desinfektionsmittel wurde aus dem Warenlager der Uniklinik Münster gestohlen. Der skurrile Diebstahl könnte unmittelbar mit dem Ausbruch des Coronavirus in der Stadt zusammenhängen: Viele Hygiene-Mittel sind seit einigen Tagen in Drogeriemärkten in Münster restlos ausverkauft. Ab jetzt soll in dem Lager der UKM alles per Kamera überwacht werden. 

Coronavirus in Münster: So will der Krisenstab weiter vorgehen

Update: 2. März, 15.50 Uhr. Nachdem ein mit dem Coronavirus Covid-19 infizierter Mann im Uniklinikum Münster aufgenommen wurde, wurde am Montag (2. März) ein Krisenstab der Stadt Münster einberufen. Darin wies Dr. h.c. Hugo Van Aken, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des UKM, darauf hin, dass nur diejenigen Patienten aufgenommen würden, die schwere Krankheitssymptome aufweisen.

"80 Prozent dieser Patienten sind zwar infiziert, weisen allerdings nur Symptome wie Husten oder in manchen Fällen sogar nur ein leichtes Kratzen im Hals auf", so Van Aken. Bei der voraussehbar steigenden Anzahl von Coronavirus-Patienten sei es demnach unmöglich, alle in Krankenhäuser aufzunehmen. Die Betten in den Kliniken wie in Münster sollten nur schwer Erkrankten vorbehalten sein, damit diese bestens medizinisch versorgt werden können.

Im UKM sind derzeit 23 Zimmer für Patienten bereitgehalten, die sich mit dem Coronavirus angesteckt haben. Bei der Krisensitzung in Münster wurde zudem erwähnt, dass es dem 51-Jährigen, der sich bei seiner Iran-Reise mit Covid-19 angesteckt hatte, gut gehe. Er weise weiterhin nur leichte Erkältungssymptome auf.

Coronavirus: Erster Fall in Münster aufgetreten

Erstmeldung: 2. März, 7.30 Uhr. Münster – Wie die Stadt am Sonntag (1. März) bekannt gab, gibt es nun in der Domstadt den ersten Fall des Coronavirus, auch Covid-19 genannt. Der 51 Jahre alte Infizierte wird derzeit am Uniklinikum Münster (UKM) behandelt. Der Mann habe leichte Symptome und sei in gutem Zustand, heißt es weiter. 

Der Coronavirus-Patient hatte sich zuvor zwei Wochen im Iran aufgehalten. Auf der Rückreise nach Münster hatten sich bei ihm Symptome gezeigt. Er war zunächst von Teheran nach Frankfurt geflogen und von dort aus mit der Bahn und dem Auto über Köln nach Münster gereist. 

Der 51-Jährige begab sich zunächst in seine Wohnung in Münster. Kurze Zeit später ließ er sich in der Ambulanz des UKM auf das Coronavirus testen – positiv. Seitdem wird der Mann in der Uniklinik stationär behandelt. 

Krisenstabssitzung wegen Coronavirus in Münster

Die Ehefrau des Infizierten hat sich freiwillig in Quarantäne begeben. "Weitere Kontakte in Münster nach der Ansteckung können bisher nicht bestätigt werden", meldet die Stadt. Dennoch ist Vorsicht geboten: Wer Symptome, die einer typischen Grippe ähneln, bei sich bemerkt, sollte umgehend seinen Hausarzt verständigen. Schon in der Woche vor der ersten Infektion in der Stadt deckten die Menschen sich mit Hygiene-Produkten ein: Bei DM in Münster sind wegen des Coronavirus Desinfektionsmittel und Mundschutze bereits ausverkauft.

Am Montag (2. März) gibt es in Münster eine Krisenstabssitzung. Diese war bereits vor dem ersten Coronavirus-Fall in der Stadt geplant, ist nun aber umso dringender. Im Anschluss an den Termin werden weitere Einzelheiten und Hinweise für Bewohner der Domstadt mitgeteilt. Diese können Sie im Laufe des Tages auf msl24.de lesen. 

Weitere Städte in der Nähe von Münster bislang nicht von COVID-19 betroffen

Derweil ist Münster bislang die einzige Stadt in der Region, in der es einen Infizierten gibt: Die Kreise Coesfeld, Steinfurt, Warendorf und Borken warnen die Anwohner dennoch vor dem Coronavirus und geben Hinweise, wie eine Ansteckung vermieden werden kann. Einen Verdachtsmoment gab es jedoch vor einigen Wochen am Flughafen: Eine Passagierin mit Symptomen des Coronavirus landete am FMO. Ein Test zeigte jedoch, dass die Frau nicht infiziert war. 

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa

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