Coronavirus-Pandemie

Gottesdienste ab 1. Mai wieder erlaubt: Was Sie wissen müssen

Ostern ohne Kirchenbesuch – wegen des Coronavirus war das für Gläubige in Deutschland Realität. Bald sind Kirchenbesuche in Münster und ganz NRW jedoch wieder möglich – allerdings nur eingeschränkt.

  • Wegen des Coronavirus Sars-CoV-2 mussten in Deutschland Veranstaltungen abgesagt werden.
  • Auch Gottesdienste konnten wegen der Gefahr durch Covid-19 nicht mehr stattfinden.
  • In Münster und NRW sind Messen und Kirchenbesuche aber bald wieder möglich.

Münster – Zum Schutz vor Ansteckungen mit dem Coronavirus hat sich der Alltag der Deutschen drastisch verändert. Restaurants, Geschäfte und Schulen mussten schließen. Auch Gottesdienste konnten nicht mehr stattfinden. Im Zuge der ersten Lockerungen soll nun aber genau dies wieder möglich sein. 

Auch in Münster werden die Gläubigen ab dem kommenden Freitag (1. Mai) wieder in die vielen Kirchen der Stadt pilgern können. Für den Zugang zu den Gotteshäusern hat das Bistum jedoch einige wichtige Regeln aufgestellt, die beim Gang in die Kirche aufgrund der Coronavirus-Pandemie einzuhalten sind.

Kirchen öffnen in Münster und NRW: Dies ist zu beachten

So wird die Anzahl der Besucher in den Kirchen begrenzt sein. Dabei richtet sich die Zahl der Feiernden nach der Größe des Raumes. Das Betreten und Verlassen der Gotteshäuser wird von Ordnern geregelt. Der Mindestabstand von 1,5 Meter ist dabei als Schutz gegen das Coronavirus in jedem Fall einzuhalten. Familien sollen jedoch nicht getrennt werden. 

Verzichtet werden soll in der Kirche hingegen auf die Maskenpflicht, die in Münster und ganz NRW wegen der Coronavirus-Pandemie in Kraft getreten ist. Freiwillig könne der Mund- und Gesichtsschutz jedoch getragen werden. Vor und nach Gottesdiensten soll die Kirche bestmöglich gelüftet werden. Wer sich an der Austeilung der Kommunion beteiligen möchte, muss sich vorher die Hände desinfizieren.

Kritik an Armin Laschet für Öffnung der Kirchen in NRW

Jedoch wird auf die Mundkommunion verzichtet wie auch auf den Dialog "Der Leib Christi. Amen." Ohne Körperkontakt erfolgt in den Kirchen ab dem 1. Mai auch der Friedensgruß. Die Öffnung der Kirchen, die von NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am 23. April verkündet wurde, hatte für hitzige Debatten gesorgt.

Kritisiert wurde vor allem, dass sich viele Risikogruppen in den Kirchen befinden, die die Ausbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2 durch das Singen und Beten beschleunigen würden. Laut einer Umfrage des ZDF-Politbarometers befürworteten 60 Prozent der Deutschen, dass die Gebetshäuser während der Pandemie geschlossen bleiben. 

Diskutiert wird auch über eine Öffnung anderer Einrichtungen. So lädt Oberbürgermeister Markus Lewe am Donnerstag (30. April) zu einem Gastro-Gipfel ein, um über Maßnahmen zu beraten, wie der Gastronomie in Münster während der Coronavirus-Krise geholfen werden könne.

Am Mittwoch (6. Mai) will sich Kanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten über weitere Lockerungen abstimmen. In Sachen Kitas droht das Land NRW jedoch in der Coronavirus-Krise mit einem Alleingang.

Rubriklistenbild: © Fotomontage: pexels/Michael Morse/Polina Tankilevitch

Auch interessant

Kommentare