Beschlussvorlage des Bundes

Coronavirus: Keine Großveranstaltungen in diesem Jahr – private Feiern werden begrenzt

Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder beraten am Donnerstag über weitere Maßnahmen zur Coronavirus-Pandemie. Der Bund will wohl die Anzahl der Gäste bei privaten Feiern weiter begrenzen

  • Das Coronavirus hat viele Bereiche des Lebens weiter im Griff.
  • Die Bundesregierung will gemeinsam mit den Ländern neue Maßnahmen bestimmen.
  • Erste Ergebnisse sind bereits durchgesickert.

Münster/Berlin – Großveranstaltungen scheinen gefühlt ein Relikt aus alter Zeit zu sein. Seit vergangenem März gab es deutschlandweit kein Event mehr mit vielen Zuschauern. Die Bundesregierung hatte ein Verbot solcher Veranstaltungen vor einigen Monaten bis zum 31. Oktober 2020 beschlossen – doch wenig überraschend wird dieses wegen der Coronavirus-Pandemie bis auf das Ende des Jahres ausgeweitet.

OrtMünster
Einwohner310.039 (2016)
BundeslandNRW

Coronavirus: Keine Großveranstaltungen mehr in diesem Jahr in Münster und NRW

Aus einer Beschlussvorlage für eine Videoschalte mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Ministerpräsidenten der Länder, die für Donnerstag (27. August) geplant ist, geht hervor, welche Maßnahmen für die kommende Zeit wegen des Coronavirus geplant sind. So soll neben dem Verbot für Großveranstaltungen, dem in diesem Jahr auch das Vainstream-Festival in Münster zum Opfer gefallen war, auch die Anzahl der Gäste bei privaten Feiern begrenzt werden.

Demnach sollen bis auf Weiteres nur noch 25 Gäste in geschlossenen Räumen sowie 50 Teilnehmer in Gaststätten erlaubt sein. Sämtliche Großveranstaltungen wie Stadtfeste, Konzerte, Sportveranstaltungen und Kirmes-Veranstaltungen werden bis zum 31. Dezember 2020 verboten. Ausnahme könne es für Regionen geben, in denen in den vergangene sieben Tagen weniger als 15 Coronavirus-Neuinfektionen gemeldet wurden. Diese Zahl würde die Stadt Münster nach jetzigem Stand trotz positivem Trend nicht erreichen.

Konzerte in Bayern stehen wegen des Coronavirus vor der Absage. (Symbolbild)

Coronavirus: 40 Infizierte in Münster

In der Beschlussvorlage heißt es zudem, dass die Bürger dazu angehalten seien „die Zahl der Menschen, zu denen sie Kontakt haben, möglichst gering und den Personenkreis möglichst konstant zu halten". Die vergangenen Wochen hätten gezeigt, dass durch private Feiern Infektionen mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 verbreitet werden können. In Münster gab es kürzlich eine unerlaubte Feier mit über 100 Jugendlichen

An der Testpflicht für Reiserückkehrer aus Risikogebieten soll weiterhin festgehalten werden. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte vorgeschlagen, stattdessen auf eine Quarantäne zu setzen, Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) will die Testpflicht an Flughäfen jedoch beibehalten. In Münster sind aktuell 40 Menschen mit dem Coronavirus infiziert.

Ein weiteres Fest droht derweil ins Wasser zu fallen: Wegen des Coronavirus steht der Weihnachtsmarkt in Münster auf der Kippe. Diese Woche wurde eine Corona-Maßnahme geändert: Schüler in Münster und NRW müssen ab sofort keine Maske mehr im Unterricht tragen.

Rubriklistenbild: © dpa / Henning Kaiser

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