Erlass des Landes NRW

Impfzentrum Münster: Bestimmte Kontaktpersonen dürfen sich ab sofort impfen lassen

Wer engen Kontakt mit Schwangeren oder Pflegebedürftigen außerhalb eines Heimes hat, der darf sich im Impfzentrum Münster ab sofort impfen lassen.

Münster – Bei den Impfungen geht es wieder einen Schritt weiter: Ab sofort dürfen im Impfzentrum Münster die Kontaktpersonen von Schwangeren und Pflegebedürftigen einen Termin für eine Schutzimpfung gegen das Coronavirus machen. Dies geht auf einen Erlass der NRW-Landesregierung zurück, der am Wochenende bekannt gegeben worden war.

„Ab sofort können bis zu zwei enge Kontaktpersonen von Pflegebedürftigen oder Schwangeren (gem. §3 Absatz 1 Nr. 3 CoronaImpfV) im Rahmen freier Kapazitäten des Impfzentrums einen Termin über das städtische Ticketportal ticket.io buchen“, gab die Stadt Münster am Montag (26. April) in einer Pressemeldung bekannt.

Weil das Gesundheitsministerium NRW laut jüngstem Erlass vom Wochenende nun wieder klar definierte Kontaktpersonen von Pflegebedürftigen und Schwangeren ins Impfzentrum einladen möchte, hat das hiesige Orga-Team schnell gehandelt.

Stadt Münster
Stadt:Münster
Einwohner:315.293
Bundesland:NRW

Münster: Impftermine für Kontaktpersonen von Schwangeren und Pflegebedürftigen

Die Impfungen für entsprechende Personengruppen können jetzt auch im Impfzentrum oder wie zuvor beim Hausarzt durchgeführt werden. „Kontaktpersonen von Schwangeren werden weiterhin auch in der gynäkologischen Praxis geimpft“, heißt es dazu weiter. Neben der Terminbestätigung muss für einen Termin im Impfzentrum Münster jedoch auch eine Impfbescheinigung mitgebracht werden. Auf der Internetseite der Stadt Münster ist ein Vordruck des Landes NRW zum Download zu finden.

Die Impfbescheinigung für das Impfzentrum ist „nur gültig in Verbindung mit dem Personalausweis oder einem anderen amtlichen Lichtbildausweis der Kontaktperson sowie einem Nachweis der Impfberechtigung“, fügt die Stadt Münster hinzu. Im Falle von Kontaktpersonen Schwangerer handelt es sich dabei um eine Kopie des Mutterpasses oder eines gleichwertigen Nachweises. Im Falle von Kontaktpersonen Pflegebedürftiger handelt es sich um folgende Nachweise, die beide vorhanden sein müssen:

  • Ein Altersnachweis der pflegebedürftigen Person oder die ärztliche Bestätigung einer Vorerkrankung nach §3 Absatz 1 Nr. 2 CoronaImpfV (erhältlich über die hausärztliche Praxis) 
  • UND
  • Die Kopie des bereits vorliegenden Bescheides der Pflegekasse über die Anerkennung der Pflegebedürftigkeit oder ein anderes entsprechendes Dokument der Pflegekasse z.B. über die Gewährung von Leistungen, Höherstufungen etc. Bei Personen bis 18 Jahre mit genannter Diagnose muss kein Nachweis über die Pflegebedürftigkeit erfolgen.

Impfungen von Kontaktpersonen: Terminkapazitäten schwanken

„Die genannten Personengruppen werden über das bislang ausschließlich den besonders begründeten Berufsgruppen vorbehaltene Terminportal gesteuert“, berichtet die Stadt Münster. Da jedoch die täglichen Impfstoffmengen für Münster schwanken, wird aller Voraussicht nach auch die Menge an verfügbaren Terminen von Tag zu Tag schwanken. Da weiterhin die Impfungen bei Hausärzten möglich sind, bittet die Stadt, von gleichzeitigen Buchungen bei Ärzten und im Impfzentrum abzusehen beziehungsweise nicht genutzte Termine rechtzeitig zu stornieren.

Während beim Impfgipfel am Montag die Rückgabe von Grundrechten an Geimpfte eines der zentralen Themen war, steht die Domstadt vor einer ganz anderen Frage: Wann bekommt Münster eine Ausgangssperre? Aufgrund unterschiedlicher Inzidenzwerte hängt die Durchsetzung der Bundes-Notbremse noch immer in der Schwebe. Derweil wurden erste Maßnahmen bereits eingeführt: In den Bussen in Münster herrscht ab sofort eine FFP2-Maskenpflicht.

Rubriklistenbild: © Michael Kappeler

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