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Coronavirus in NRW: Kinder Zuhause, was nun? 10 Tipps für Eltern

Wegen des Coronavirus in NRW den ganzen Tag gelangweilt Zuhause sitzen? Das muss nicht sein: Mit diesen zehn Tipps bringen Sie Abwechslung in den Alltag.

  • Das Coronavirus breitet sich in NRW immer weiter aus.
  • Nach den Schulschließungen sind die meisten Kinder nun Zuhause.
  • Familien stehen jetzt vor besonderen Herausforderungen.

Innerhalb weniger Tage und Wochen hat sich das Leben in Nordrhein-Westfalen und dem Rest von Deutschland stark gewandelt. Durch die fortschreitende Ausbreitung des Coronavirus erlassen Bund und Länder immer weitreichendere Maßnahmen. Das hat auch Folgen für viele Familien: In ganz Deutschland wurden Kitas und Schulen geschlossen. Seit Montag (16. März) müssen also Eltern irgendwie die Betreuung ihrer Kinder organisieren – oftmals neben der Arbeit. 

Erschwerend kommt hinzu, dass seitdem auch das Freizeitangebot durch den Coronavirus drastisch eingeschränkt wurde*: Musikschulen, Sportstätten und Zoos sind geschlossen, nun auch Spielplätze. Es ist jetzt wichtig, dass Kinder nicht mehr in Gruppen spielen, sondern soziale Kontakte so gut es geht vermeiden, gleiches gilt natürlich für die Eltern. Wir haben ein paar Tipps für Familien (nicht nur in NRW), wie Sie aus der schwierigen Situation das Beste machen können, wie msl24.de* berichtet.

Coronavirus in NRW – Tipp 1: Kochen Sie zusammen mit den Kindern

Im Alltag muss sonst alles schnell gehen. Vielleicht kann man die Zeit des Hausarrests durch das Coronavirus nutzen, um ungewöhnliche Rezepte auszuprobieren. Haben Sie schon einmal ein Gurkenkrokodil zubereitet? Oder einen Regenbogenkuchen gebacken?

Gerade jetzt sollten sich Eltern und Kinder vor allem gesund ernähren. Die perfekte Zeit also, um bunte Gemüse-Gerichte auszuprobieren. Doch lassen Sie sich und ihren Kindern nicht den Appetit vom Coronavirus verderben und gönnen Sie sich auch ab und zu etwas Süßes: Selbst normale Muffins oder Plätzchen, die die Kinder bunt dekorieren dürfen, oder Pudding, den sie mit verschiedenen Streuseln aufpeppen, können Kinder oft schon begeistern.

Coronavirus in NRW – Tipp 2: Mit den Kindern in der Wohnung zelten

Reisen sowohl im Inland als auch im Ausland sind derzeit keine Option: Die Menschen in NRW und dem Rest Deutschlands sollen Zuhause bleiben und Kontakte zu anderen Menschen tunlichst vermeiden. Also sind auch Trips wegen des Coronavirus derzeit nicht drin. Wer einen Garten hat, der hat Glück und kann sich auch draußen sorglos vergnügen.

Doch wer keinen Garten und auch keinen Balkon hat, der muss wegen des Coronavirus nicht ganz auf Abwechslung verzichten: Schnappen Sie sich Bettlaken und bauen Sie sich aus den Möbeln im Wohnzimmer eine kleine Höhle oder ein Zelt. Mit Kissen und Decken wird es darin schön gemütlich. Die Kinder wollen bestimmt liebend gern dort übernachten. Auch als Lese- oder Hörbuch-Höhle wäre dies eine prima Idee.

Coronavirus in NRW – Tipp 3: Podcasts für Kinder

Apropos Hörbuch-Höhle: Geschichten hören ist immer eine gute Idee, um Ruhe in den Tag zu bringen, auch in Zeiten der Coronavirus-Krise in NRW und dem Rest der Welt. Beliebt ist zum Beispiel der Ohrenbär-Podcast des TV-Senders rbb, der online aufgerufen werden kann. Oder auch Kakadu, der Kinder-Podcast von Deutschlandfunk Kultur.

Auf podwatch finden Sie eine Auswahl der beliebtesten Podcasts für Kinder. Mit dabei sind auch Hörspiele von NDR, WDR und auch Nachrichtenmagazine für Kinder. Die Kleinen können sich ein wenig entspannen und werden vom Coronavirus abgelenkt – und die Eltern bekommen auch mal eine Verschnaufpause.

Coronavirus in NRW – Tipp 4: Basteln geht immer

Wie die meisten Menschen nicht nur in NRW haben Sie wahrscheinlich zu Zeiten der Coronavirus-Krise viele Toilettenpapierrollen Zuhause gebunkert. Da bietet sich Basteln natürlich geradezu an. Auf Geolino.de finden Sie dazu einige Bastel-Ideen mit Klo-Rollen

Oder Sie bereiten Oster-Deko mit den Kindern vor. Durch das Coronavirus haben Sie ja jetzt eine lange, freie Vorlaufzeit bis zum Fest. Zudem gibt es im Internet einige kostenlose Bastelanleitungen und auch Mandalas zum Ausdrucken

Coronavirus in NRW - Tipp 5: Lernangebote für Kinder

Die Schulen haben in NRW und dem Rest des Landes wegen des Coronavirus zu, aber das Lernen muss deswegen nicht aufhören: Viele Plattformen bieten Übungsaufgaben und Materialien an. Zum Beispiel bei folgenden, meist kostenlosen Anbietern:

  • schlaukopf.de
  • grundschulkönig.de
  • grundschul-arbeitsblaetter.de
  • levrai.de
  • unterricht.de
  • scoyo.de
  • planet-schule.de
  • Anton (App)

Coronavirus in NRW – Tipp 6: Kinder- und Lernprogramm im Fernsehen

Auch die Öffentlich-Rechtlichen reagieren auf die Coronavirus-Krise und die Schulschließungen. So weitet zum Beispiel die ARD ihr Kinderfernsehprogramm aus. Im WDR läuft "Die Sendung mit der Maus" nun täglich. Zudem bieten WDR und SWR mit "Planet Wissen" Hintergrundwissen, das für den Lehrplan relevant ist.

Auch KiKA wird nun zwei Mal am Tag das Kinder-Info-Magazin "Logo" senden. Zudem gibt es in der Mediathek des BR jeden Tag von 9 bis 12 Uhr Schul-Fernsehen. Weitere Informationen dazu finden Sie online bei ARD Alpha. Beim ZDF gibt es online außerdem ein "virtuelles Klassenzimmer" mit Angeboten für Vorschüler genauso wie für Oberstufler. So wird auch in NRW der Kinder-Alltag nicht langweilig.

Coronavirus in NRW – Tipp 7: Kleine Ausflüge an die frische Luft

Spielplätze sind wegen des Coronavirus mittlerweile tabu, und es ist auch alles andere als ratsam, wenn mehrere Familien gemeinsam Ausflüge unternehmen. Aber Sie können auch nicht den ganzen Tag in der Bude sitzen. Deswegen sind kurze Ausflüge an die frische Luft durchaus eine gute Idee, wenn sie dabei die Verhaltens- und Hygiene-Vorschriften beachten.

Einen Spielplatz sollten Sie dabei nach Möglichkeit weitläufig umgehen. Wenn ihr Kind erst einmal die Spielgeräte entdeckt hat, wird die Diskussion schwierig. Gehen Sie lieber in einem abgeschiedenen Waldstück spazieren, in dem nicht viele Menschen unterwegs sind. Davon gibt es einige in NRW. Wichtig ist, dass Sie Kontakt zu anderen Menschen so gut es geht vermeiden, dann spricht nichts gegen einen Spaziergang. Ansonsten gilt leider wegen des Coronavirus bis auf Weiteres: Bleiben Sie möglichst Zuhause.

Coronavirus in NRW – Tipp 8: Skypen und Face-Time gegen die Isolation

Fünf Wochen frei und die Kinder dürfen wegen des Coronavirus ihre Freunde nicht sehen und nicht mit ihnen spielen. Das ist natürlich schwierig. Selbst wenn die Eltern es den Kindern ruhig erklären, wird sich der Frust bestimmt irgendwann bemerkbar machen. Darum sollten sie sich Alternativen überlegen.

Smartphones und das Internet machen es einfach: Lassen Sie die Kinder mit den Freunden Face-Time oder Skype benutzen. Wenn sie sich zumindest sehen, fällt der Abstand vielleicht nicht ganz so schwer. Auch Großeltern, die in Bezug auf Technologie fit sind, können so ihre Enkelkinder sehen. Denn der direkte Kontakt der Kinder zu Opa und Oma ist eine ganz schlechte Idee und sollte leider unbedingt vermieden werden.

Auch für Jugendliche in NRW eine gute Idee in Zeiten der Coronavirus-Krise: Mit Freunden skypen, statt sie zu treffen.

Coronavirus – Tipp 9: Misten Sie die Kinderzimmer aus - mit den Kindern

Ausmisten muss man eigentlich immer – so geht es zumindest den meisten Menschen, sicherlich auch in NRW. Ihnen fallen jetzt bestimmt auch spontan mehrere Dinge ein, die eigentlich überflüssig sind: Klamotten, die keiner mehr anzieht, Spiele, die niemand mehr anrührt, Schüsseln, die niemand je benutzt hat – nun ist die perfekte Gelegenheit dafür, das alles loszuwerden. Denn jetzt ist, bedingt durch das Coronavirus, die Zeit da. Zumindest für die Kinder

Je nach Alter können Eltern das Ausmisten gemeinsam mit den Kindern angehen oder ihnen als eigenständige Aufgabe geben. Es gibt viele Menschen, die dringend Kleidung, Haushaltsgeräte oder Spiele benötigen. Bereiten Sie sich selbst und anderen eine Freude und machen Sie Klarschiff. Zudem könnten bestimmt auch Keller, Dachboden und Abstellraum dringend aufgeräumt und geputzt werden, oder das Fahrrad könnte eine Reinigung vertragen. Falls jedoch der sehr wahrscheinliche Falle eintritt, dass die Kinder keine Lust haben, finden Sie hier ein paar Tipps zum Aufräumen mit Kindern.

Coronavirus – Tipp 10: Peppen Sie ihre alten Gesellschaftsspiele auf

Natürlich sind Karten- und Gesellschaftsspiele immer eine gute Idee. Wenn Sie Monopoly auspacken, haben Sie bereits gefühlt die nächsten drei Stunden verplant – Streit wahrscheinlich inklusive. Sollte den Kindern das gute, alte Uno aber zu langweilig sein, denken Sie sich doch einfach mal Sonderregeln aus. Zu Zeiten des Coronavirus ist Kreativität gefragt, nicht nur bei Eltern in NRW.

Wie wäre es zum Beispiel, wenn bei Uno alle Mitspieler einmal kurz aufstehen müssen, sobald eine vier auf dem Tisch liegt? Und sich dabei einmal im Kreis drehen müssen? Oder niemand reden darf, solange eine gelbe Karte oben aufliegt? Eltern können ihrer Kreativität dabei freien Lauf lassen. Es müssen nicht immer teure oder die neusten Spiele sein. Auch mit kleinen Änderungen kann man in jedes alte Spiel neuen Pepp für die Kinder bringen.

Bei allem Verständnis dafür, dass Kinder draußen spielen wollen, auch Eltern Freunde besuchen und die Großeltern die Enkel sehen wollen: Angesichts der rasanten Verbreitung des Coronavirus ist es wichtig, dass die Menschen in NRW und dem Rest des Landes möglichst wenig vor die Tür gehen. Im Münsterland zum Beispiel stieg die Zahl der Coronavirus-Fälle zuletzt stark an*. 

*msl24.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

Rubriklistenbild: © Fotomontage: dpa

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