Coronavirus-Pandemie

Weltweite Reisewarnung verlängert: Sind Stornierungen nun einfacher?

Die Coronavirus-Krise hat das weltweite Leben weiter fest im Griff. Auf Reisen sollten die Deutschen auch auf Weiteres verzichten. Die Reisewarnung wurde jetzt verlängert.

  • Wegen des Coronavirus* bleiben viele Flughäfen derzeit leer.
  • In zahlreichen Ländern herrschen starke Einschränkungen des öffentlichen Lebens.
  • Jetzt wurde in Deutschland die Reisewarnung verlängert.

Konzerte, Partys, Reisen – auf das alles müssen die Menschen weltweit momentan verzichten. Die Coronavirus-Pandemie hat das öffentliche Leben weiter fest im Griff. In absehbarer Zeit sollten die Deutschen auch nicht ins Ausland reisen.

Nachdem bereits der Osterurlaub ins Wasser gefallen war, wird auch aus dem Pfingsturlaub nichts. Die Bundesregierung hat am Mittwoch (29. April) die weltweite Reisewarnung bis mindestens zum 14. Juni dieses Jahres verlängert. Zuvor hatte das Auswärtige Amt die Verlängerung vorgeschlagen, die nun vom Bundeskabinett angenommen wurde. Darüber berichtet msl24.de*. 

Reisewarnung verlängert: Coronavirus legt das Leben weiter lahm

Die Verlängerung der weltweiten Reisewarnung wurde vom Auswärtigen Amt dadurch begründet, dass "weiterhin mit starken und drastischen Einschränkungen im internationalen Luft- und Reiseverkehr und weltweiten Einreisebeschränkungen, Quarantänemaßnahmen und der Einschränkung des öffentlichen Lebens in vielen Ländern" wegen der Coronavirus-Krise zu rechnen sei. 

Am 17. März hatte Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) die Reisewarnung bereits erstmals für Trips ins Ausland ausgesprochen. Die Warnung gilt immer dann, wenn für Reisende eine Gefahr für Leib und Leben besteht. Dies ist aufgrund der derzeit weltweiten Coronavirus-Pandemie der Fall. Was bedeutet dies nun für die Rückerstattung bereits erworbener Flugtickets?

Der Sommerurlaub am Strand fällt wegen der Corona-Krise wohl flach.

Reisewarnung wegen Coronavirus: Flugtickets können storniert werden

Wie die Verbraucherzentrale NRW mitteilt, können Pauschalreisen ins Ausland bei einer Reisewarnung kostenlos storniert werden. "Damit haben auch viele, die Reiseleistungen einzeln selbst gebucht haben, nun die Chance Geld zurückzubekommen. Zumindest dann, wenn sie nach deutschem Recht gebucht haben", heißt es in einer Erklärung.

Wer seine Reise nun nicht mehr antreten kann, habe Anspruch auf die Rückerstattung der gekauften Flugtickets und müsse sich nicht "mit einem Gutschein oder einer Umbuchung zufriedengeben", so die Verbraucherzentrale NRW. Fast ein Drittel der Deutschen (31 Prozent) haben ihre Urlaubspläne für den Sommer laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov wegen der Coronavirus-Pandemie bereits über den Haufen geworfen. 42 Prozent der Befragten wollen aufgrund der derzeitigen Lage gar keinen Urlaub mehr machen.

Am Mittwoch (6. Mai) will sich Kanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten über weitere Lockerungen abstimmen. In Sachen Kitas droht das Land NRW jedoch in der Coronavirus-Krise mit einem Alleingang.

*msl24.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

Rubriklistenbild: © picture alliance/picture alliance / dpa

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