Impfnachweis in Münster

Digitaler Corona-Impfpass: Das sollten Sie über die CovPass-App wissen

Nicht nur für Geimpfte, sondern auch für Genesene und Getestete soll der digitale Impfnachweis Vorteile haben. Hier lesen Sie, was die App CovPass kann.

Münster – Täglich steigt in der Domstadt und in ganz Deutschland die Zahl der Menschen, die gegen das Coronavirus vollständig geimpft sind. Mit den Voranschreiten bei den Corona-Impfungen ist auch die 7-Tage-Inzidenz in Münster deutlich gesunken. Immer mehr Personen kommen daher in den Genuss bestimmter Freiheiten. Doch nur wer einen gültigen Impfnachweis bei sich trägt, kann die neugewonnen Vorteile auch wirklich nutzen. Die App CovPass soll dies vereinfachen und demnächst als digitaler Impfnachweis zugelassen werden.

Stadt:Münster
Einwohner:313.000
Bundesland:NRW

Münster: Digitaler Corona-Impfnachweis soll Ende Juni kommen

Die Bundesregierung hatte vor einigen Wochen beschlossen, dass für Geimpfte und Genesene weitreichende Grundrechtseingriffe zurückgenommen werden können. Diese Personengruppen müssen sich beispielsweise vor einem Restaurantbesuch nicht mehr auf das Coronavirus testen lassen. Stattdessen zeigen sie einfach ihren Impfnachweis vor. Das gelbe alte Büchlein könnte aber schon ganz bald abgelöst werden

Ende Juni soll die CovPass App fertiggestellt sein, berichten mehrere Medien am Donnerstag (20. Mai). Die Anwendungssoftware, die auf QR-Codes basiert, soll für Nutzer in Münster und ganz Deutschland kostenlos und freiwillig sein. Bei Einführung der App könnte allerdings zunächst nur der digitale Impfnachweis funktionieren. Die weiteren Funktionen sollen mit kleinen Verzögerungen folgen. Wer möchte, darf aber auch weiterhin den geläufigen Impfpass mit sich herumschleppen. Jedoch könnte das gelbe alte Büchlein zukünftig Probleme bereiten, denn in vielen Fällen dürfte beispielsweise die Adresse nicht mehr aktuell sein.

Digitaler Impfnachweis in Münster – So funktioniert die CovPass-App

Nach Angaben des Bundesministeriums für Gesundheit soll der digitale Impfnachweis als zusätzliche Funktion der Corona-Warnapp und als eigene Applikation verfügbar sein. Nicht nur für geimpfte Personen, sondern auch für Genesene und Getestete soll CovPass Vorteile mit sich bringen. Die App berüchtigt nämlich alle Nutzer, von denen ein geringes Infektionsrisiko ausgeht. Bei der Erstellung der Anwendungssoftware wird auf Technik zurückgegriffen, die bereits in anderen Apps wie beispielsweise der Luca-App, die in Münster für Kritik sorgte, verbaut wurde.

Von Betreibern der Gastronomie, beispielsweise von Restaurants am Hafen in Münster oder sonstigen Einrichtungen, die einen Negativtest oder eine Impfung nachvollziehen möchten, kann ein Code auf dem Handy des Kunden gescannt werden. Dieser Code ist auf die jeweilige Person individualisiert und gibt lediglich Auskunft über deren Namen, Geburtsdatum und Infektionsrisiko. Informationen darüber, ob die Person nun geimpft, genesen oder getestet ist, enthält der Code nicht. Die CovPass-App soll gegenüber dem gelben Buch folgende Vorteile haben:

  • Der digitale Imfpass ist immer griffbereit.
  • Der Nachweis kann nicht kaputt oder verloren gehen.
  • Zukünftig soll CovPass in allen EU-Ländern akzeptiert werden.
  • Fälschungssicher soll der digitale Impfpass ebenfalls sein.

Münster: Kritik am digitalen Impfnachweis – ist die CovPass-App sicher?

Im digitalen Bereich stellt sich immer die Frage nach dem Datenschutz. Zum Thema Sicherheit der CovPass-App hatte der Bayerische Rundfunk (BR) erst kürzlich einen Bericht veröffentlicht, in dem der Chaos Computer Club (CCC) zu Wort kam. Dieser äußerte mit Blick auf die kommende Anwendungssoftware bedenken. Bestimmte Stellen könnten ein Interesse daran haben, auf hinterlegte Daten zuzugreifen. Kritisch sieht auch das Unternehmen Heise den digitalen Impfnachweis. Es sei denkbar, dass sich Kontrolleure mit illegalen Scannern Zugriff auf die Daten verschaffen könnten.

Als digitaler Impfnachweis soll die CovPass-App, die mit QR-Code funktioniert, zukünftig dienen (Symbolbild).

Bereits geimpften Menschen soll der QR-Code zugeschickt werden. Diejenigen die noch geimpft werden, sollen ihren Code direkt danach erhalten. Aktiviert wird dieser jedoch erst 14 Tage später beziehungsweise nach der vollständigen Corona-Impfung (Erfahren Sie hier, wie man einen Corona-Impftermin bekommt). Der Ablauf soll für Genesene und Getestete ähnlich sein, berichtet BR. So sollen sich Personen, die bereits vor Einführung der App als "Genesen" gelten, einen QR-Code bei ihrem Arzt abholen können. Neben dem QR-Code muss auch immer ein gültiger Personalausweis vorgezeigt werden. Nach Angaben des BR soll die CovPass-App für iPhones ab iOS 12 und Android-Smartphones ab Version 6 "Marshmellow" verfügbar sein. Die ersten Tests zur Herausgabe der elektronischen Zertifikate seien bereits "erfolgreich abgeschlossen". Wann die Anwendungssoftware in Münster an den Start geht, ist noch offen.

Rubriklistenbild: © Matthias Balk/dpa

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