Milchviecher in Münster

Wie kommt die Kuh ins Kuhviertel?

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Behäbiges Fleckvieh: in früheren Zeiten wurden Kühe durch Münster getrieben. 

Kuh-rios: am 13. Juli wird weltweit der Ehrentag der Kuh begangen. Grund genug, sich dem behäbigen Fleckvieh zu nähern, dem sogar ein komplettes Stadtviertel in Münster gewidmet wurde. Oder? 

Münster – Es gibt wirklich für alle denk- und merkwürdigen Themen einen Aktionstag. Einer von ihnen ist der "Ehrentag der Kuh" (13. Juli), der ursprünglich in den USA initiiert wurde, um der Hühnerfleisch-Lobby marketingmäßig ein Gegengewicht zu bieten. Milch- und Milchprodukte sollten in den Fokus gerückt werden. 

Stadtviertel mit hoher Kneipendichte 

Weniger Milch als alkoholische Getränke genießt man allerdings im Kuhviertel der Domstadt. Bekannt ist der kleine Stadtteil zwischen Münzstraße, Überwasserkirche, Frauenstraße und Schlossplatz für seine bunte Kneipenszene. Namensgeber für den beliebten Straßenzug, in den es nicht nur Studenten zieht, ist die Kuhstraße. 

Die kleine Kuhstraße ist der Namensgeber des Viertels. 

Es wird vermutet, dass die Straße zur Zeit des Mittelalters den Ackerbürgern dazu diente, ihre Kühe auf die Weide zu treiben. Bei Ackerbürgern handelte es sich um Stadtbewohner, die Landwirtschaft außerhalb der Stadt betrieben.

Eine Kuh versorgt am Tag bis zu 25 Menschen 

Heute werden die Kühe längst nicht mehr durchs Viertel getrieben, sondern am Rande der Stadt gehalten. Alleine in Münster gibt es 32 landwirtschaftliche Betriebe, auf denen 2069 Milchkühe leben (Stand 1. Juni 2018). Im Durchschnitt gibt eine Kuh 25 Liter Milch pro Tag, wovon 20 bis 25 Personen mit Milch und Milchprodukten versorgt werden können. 

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