Klamotten, Schmuck und Fahrräder

Wer's ersteigert, darf's behalten: Fundsachen in Münster

Klamotten, Schmuck und Fahrräder: Am Freitag (14. September) werden wieder alle Fundsachen der Stadt versteigert, darunter 60 Fahrräder.

Münster – Allein beim Katholikentag wurden 113 Gegenstände im Fundbüro abgegeben. Darunter auch ein Smartphone, ein Schrittzähler, 50 Euro, ein brauner Koffer, zwei EC-Karten, ein Notenständer, mehrere Geldbörsen und (Sonnen-)Brillen, ein Gemälde aus der Ausstellung im ersten Obergeschoss des Congress Centrums und ein Taschenmesser. Alles in nur fünf Tagen. 

Da erstaunt es nicht, dass das Fundbüro regelmäßig aussortieren muss. Viermal im Jahr bieten sie deshalb eine Versteigerung an. 2018 noch am 14. September und 7. Dezember. Dabei wird allerdings nur unter den Hammer gebracht, was auch versteigert werden darf. 

Die Rechtslage: Fundsachen versteigern – Ist das erlaubt?

Die Stadt darf versteigern, was nach § 976 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) in ihr Eigentum übergangen ist. Das ist gegeben, wenn der Eigentümer innerhalb von sechs Monaten nicht ausfindig gemacht werden kann und der Finder a) selbst auf den Erwerb des Eigentums verzichtet oder b) dieses nicht innerhalb einer bestimmten Frist in Anspruch nimmt. Die Wertsachen vom Katholikentag sind also erst im Dezember dabei. Falls sie nicht abgeholt wurden. 

Versteigerung der Fundsachen: Der Ablauf am Freitag in Münster

Doch auch diesen Freitag wird die Ausbeute schon groß sein. Ab 8 Uhr können Interessierte bereits vorbeikommen und sich die 60 Fahrräder ansehen. Ab 9 Uhr geht es dann mit der Versteigerung der blauen Überraschungstüten los. 

Ihr Inhalt ist unbekannt, es wird also blind geboten. "Sie sind mit allgemeinen Fundgegenständen bestückt, darunter befinden sich neuwertige Kleidungsstücke", heißt es in einer Pressemitteilung. Das erinnert ein bisschen an die Wundertüten aus der Kindheit. 

60 Fahrräder kommen am Freitag unter den Hammer.

Anschließend kommen die Fahrräder – teils von namhaften Herstellern – unter den Hammer. Versteigert werden etwa Trekking- und Tourenräder, Mountainbikes sowie klassische Hollandräder für alle Altersklassen. 

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Fundsachenversteigerung in Münster: Die Rahmenbedingungen 

Die Sachen werden immer an den Meistbietenden und gegen sofortige Bezahlung verkauft. Entweder in bar oder mit EC-Karte. Eine Anmeldung ist nicht nötig. Wo? Bei der Fundfahrradstation am Industrieweg 75. Der normale Dienstbetrieb ist an diesem Tag geschlossen, das Fundbüro Mitte hat weiterhin geöffnet.

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