Ehrenamtlicher Johanniter braucht dringend Hilfe

Lebensretter sucht Lebensretter

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Frank ist an Blutkrebs erkrankt.

Frank (54) hilft Menschen in Not, ist immer für sie da. Jetzt ist der ehrenamtliche Ersthelfer selbst auf die Hilfe anderer angewiesen, um sein eigenes Leben zu retten. 

Münster – Blutkrebs lautet die schlimme Diagnose, nur ein passender Stammzellspender kann ihn noch retten. Der 54-jährige Familienvater Frank engagiert sich sonst immer ehrenamtlich für das Wohl anderer. Als Johanniter ist er für Erste Hilfe zuständig und kümmert sich unter anderem auf Großveranstaltungen darum, dass es allen gut geht. So hielt er sich noch am Samstag (9. Juni) auf dem Docklands-Festival bereit, um den Besuchern zu helfen. 

Suche nach dem passenden Spender

Jetzt geht es für ihn selbst ums Überleben. Seine Freunde und Familie organisieren eine Registrierungsaktion, um unter den Münsteranern einen Stammzellspender für Frank zu finden. Diese findet am 24. Juni (Sonntag) bei der Johanniter-Unfall-Hilfe an der Geringhoffstraße 45 in Münster statt. Wer im Alter von 17 bis 55 Jahren und gesund ist, kann sich an diesem Tag zwischen 11 und 15 Uhr als Stammzellspender registrieren lassen. 

Münster hilft!

Und nicht nur im privaten Umfeld ist die Unterstützung groß. Die Facebook-Veranstaltung wurde von vielen Münsteranern und Vereinen (unter anderem Preußen Münster und die Jugendprinzengarde Münster) geteilt. 

Helfen ist leicht

Der Aufwand für die Helfer ist gering: Eine Einverständniserklärung muss unterschrieben werden. Danach wird mit einem Wattestäbchen ein Abstrich der Wangenschleimhaut genommen, der im Anschluss im Labor untersucht wird. Wer sich schon einmal bei der DKMS als Spender registriert hat, muss den Prozess nicht wiederholen. Die Ergebnisse bleiben in der Datenbank bestehen. 

Den passenden Spender zu finden, ist schwer. Dafür müssen die Gewebemerkmale beider Personen nahezu völlig übereinstimmen. Wer nicht zu der Veranstaltung kommen kann, kann das Typisierungs-Set auch einfach per Post anfordern

Frank und seine Familie hoffen nun, dass möglichst viele Spender die Aktion wahrnehmen und sich registrieren. Denn selbst wenn sich durch die Veranstaltung kein Spender für den Lebensretter finden lassen sollte, können die Registrierten immer noch anderen Leukämie-Kranken helfen. 

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