"Fridays for Future"

24-Stunden-Protest: Klima-Aktivisten planen lange Mahnwache in Münster

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Der Klimastreik geht am Freitag in Münster weiter.

Seit Monaten demonstrieren Schüler in Münster für mehr Engagement im Klimaschutz: Der Protest soll sich am Freitag ausweiten – einen Tag lang will die Initiative "Fridays for future" vor dem Rathaus ausharren.

Münster – "Warum sollen wir lernen für eine Zukunft, die es vielleicht gar nicht mehr gibt?". So lautet ein berühmter Satz der Klimaaktivistin Greta Thunberg – Initiatorin der "Fridays-for-Future"-Bewegung, die seit einigen Monaten auch in Münster wöchentlich auf die Straße geht.

Am kommenden Freitag (26. Juli) soll der Protest in der Domstadt ausgeweitet werden. Die Organisatoren von "Fridays for Future" planen eine 24-Stunden-Mahnwache. Sie beginnt um 14 Uhr vor dem Rathaus und endet am Samstag (27. Juli) um 14 Uhr.

Münsteraner Aktivisten machen keine Pause 

"Diese Woche sehen wir besonders deutlich, dass die Klimaerhitzung uns keine Pause gönnt. Deshalb macht unser Kampf für Klimagerechtigkeit auch keine – im Gegenteil", teilt Marlena Grab, vom münsterischen Organisationsteam, mit.

All Minderjährige unter 14 Jahre, die beim 24-Stunden-Protest in Münster mitmachen wollen, müssen in Begleitung eines Erwachsenen erscheinen. Jugendliche unter 18 Jahre können sich einen Haftungsausschluss unterschreiben lassen. Für Verpflegung und Unterhaltung ist in der Zeit gesorgt.

Wöchentlich große Proteste in Münster

Seit Monaten gehen Klimaaktivisten und bundesweit tausende Schüler jeden Freitag für ein größeres Engagement für den Klimaschutz in der Politik auf die Straße. Auch in Münster beteiligen sich wöchentlich mehrere Tausend Schüler am Protest. 

Übrigens laden die Aktivisten am Freitag (20. September) zu einer Großdemo ein: Unter dem Motto "10.000 fürs Klima" veranstalten die "Fridays For Future"-Schüler erneut einen Protest. Sie wollen die kritische Masse auf die Straße bringen. Zeitgleich findet in Münster übrigens auch der "Park(ing) Day" statt, der zahlreiche Autos aus dem Hansaviertel verbannt.

Kürzlich war Greta Thunberg beim "Fridays for Future"-Protest in Berlin anwesend. Vor knapp 4000 Menschen versicherte sie den Mitstreitern: "Ich werde nie aufgeben." Wer noch mehr Warnzeichen braucht, sollte sich im Rahmen des Klimawandels mit dem "Earth Overshoot Day" auseinandersetzen – und sich festhalten. 

Im September findet in Münster der World Cleanup Day statt, für den sich bislang nur wenige Teilnehmer gefunden haben – das Ziel des Tages ist es, 380 Millionen Menschen weltweit zum Müllsammeln zu bewegen. Einen Tag zuvor findet in der Domstadt eine weitere Protest-Aktion statt. In einem Kommentar erklärt unsere Volontärin, dass das eigentliche Ziel der Aktivisten beim "Parking Day" in Münster zwar sinnvoll ist – aber nicht deutlich genug kommuniziert wird. 

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