Ermittlung

Nach Mordversuch auf A1: Polizei sucht wichtige Zeugen

Die Polizei ermittelt nach dem Wurf von einer Autobahnbruecke wegen versuchten Mordes. (Symbolbild)
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Die Polizei ermittelt nach dem Wurf von einer Autobahnbrücke wegen versuchten Mordes. (Symbolbild)

Die Polizei ermittelt wegen versuchten Mordes: Ein Unbekannter hat auf einer Brücke an der A1 einen Gegenstand auf ein Auto geworfen. Jetzt wird der Besitzer eines Fahrrads gesucht.

  • Auf der A1 hat es einen lebensgefährlichen Vorfall gegeben.
  • Ein Unbekannter warf etwas auf ein fahrendes Auto.
  • Die Polizei hat in der Nähe ein Fahrrad gefunden, dessen Besitzer gesucht wird.

Update: 12. März. Am vergangenen Donnerstag (5. März) kam es zu einem lebensgefährlichen Vorfall, als ein Unbekannter von einer Brücke an der A1 bei Münster einen Gegenstand auf ein fahrendes Auto warf. Dieser traf das Dach eines Autos, in dem sich ein Mann mit seinen beiden Kindern befand. Seitdem ermittelt die Polizei wegen versuchten Mordes.

Bislang konnte der Täter nicht gefunden werden. Der Renault des Autofahrers auf der A1 bei Ascheberg nahe Münster wurde mittlerweile von einem Sachverständigen untersucht. Demnach muss es sich bei dem Geschoss um einen relativ leichten Gegenstand gehalten haben, der das Panoramadach zu Bruch brachte.

Zudem wurde im Rahmen der Ermittlungen zu dem Fall ein Damenrad der Marke Kalkhoff mit Fahrradkorb am Davensberger Bahnhof entdeckt. Die Polizei Münster fragt nun: Wer kann Angaben zum Besitzer der Leeze machen? Es könnte mit der Tat an der A1 bei Ascheberg zusammenhängen.

Weiterhin wird nach dem langhaarigen Mann gesucht, "der mit einem blauen Damenrad auf der Autobahnüberführung am Rinkeroder Weg zwischen Davensberg und Rinkerode unterwegs war", so die Polizei Münster. Wem am 5. März eine Person in dem Bereich nahe der A1 bei Münster aufgefallen ist, wird gebeten sich bei den Beamten zu melden: 0251/27 50.

Wer hat dieses Fahrrad am 5. März nahe der A1 bei Ascheberg gesehen?

Unbekannter wirft auf A1 bei Münster Gegenstand von Brücke

Erstmeldung: 6. März. Münster/Ascheberg – Dieser Vorfall hätte tödlich enden können. Am Donnerstagnachmittag (5. März) hat eine unbekannte Person auf der A1 einen Gegenstand auf ein Auto geworfen.

Ein 26-Jähriger war mit seinem Renault, in dem seine beiden Kinder (1 und 3) saßen, auf der A1 in Richtung Dortmund unterwegs. Um 17.21 Uhr passierte er die Autobahnbrücke bei Ascheberg nahe Münster, die den Rinkeroder Weg/Kreisstraße 40 über die Schnellstraße führt. Plötzlich schmiss jemand etwas auf sein Auto.

Mordversuch auf A1 bei Münster: Täter fuhr mit blauem Rad davon

Das etwa faustgroße Geschoss landete auf dem Dach des Renaults und brachte das Panoramadach zum Zersplittern. "Nur durch Glück wurden die Insassen nicht verletzt oder gar getötet, wir ermitteln wegen versuchten Mordes", erläuterte Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt nach der lebensgefährlichen Aktion auf der A1 bei Münster.

Zeugen konnten an der Autobahnbrücke der A1 bei Ascheberg nahe Münster einen Mann beobachten, der längere Haare trug und mit einem blauen Fahrrad davon fuhr. Dabei soll es sich um den gesuchten Werfer handeln. "Wir sind nun auf der Suche nach weiteren Zeugen, die Angaben zu dem Täter machen können", erklärt Leiter der Mordkommission, Kriminalhauptkommissar Joachim Poll.

Auf dieser Autobahnbrücke nahe Münster kam es zum lebensgefährlichen Wurf.

A1 bei Münster: Polizei bittet nach Mordversuch um Hinweise

In einer ersten Fahndung setzte die Polizei Münster einen Hubschrauber ein, um den Täter zu orten. Er konnte jedoch bislang noch nicht gefasst werden. Die Beamten bitten nun dringend um Hinweise zu dem Täter. Diese können unter der Rufnummer 0251/27 50 abgegeben werden.

Ein ähnlicher Vorfall ereignete sich im Kreis Warendorf vor einiger Zeit. Unbekannte warfen von einer Brücke in Wadersloh einen Betonfuß auf ein fahrendes Auto. Der Fall wurde auch in der ZDF-Sendung Aktenzeichen XY behandelt. 

Angeklagt wegen Mordes ist auch ein 52-Jähriger: Er soll in Münster seinen Stiefvater erstochen haben.

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