Sommer in Münster

Extreme Hitze angekündigt: Steht erneutes Fischsterben im Aasee bevor?

Es war die größte Öko-Katastrophe der Stadt: 20 Tonnen Fisch verendeten 2018 im Aasee wegen Sauerstoffmangels. Nun droht erneut extreme Hitze.

  • Im Aasee in Münster starben bei einer Hitzeperiode 2018 rund 80 Prozent der Fische.
  • In der Region wird nun wieder extreme Hitze erwartet.
  • Die Stadt hat Vorsichtsmaßnahmen getroffen, um ein erneutes Fischsterben zu verhindern.

Münster – Rund zwei Jahre ist es her, dass der Aasee zum Sorgenkind der Stadt wurde. 2018 hielt eine Hitzeperiode das Münsterland fest im Griff. Das hatte massive Auswirkungen auf das Ökosystem des künstlichen Sees.

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Aasee in Münster: 80 Prozent des Fischbestands verendet

20 Tonnen toter Fische mussten damals aus dem Aasee in Münster geholt werden – das sind rund 80 Prozent des ganzen Bestands im See. Besonders morgens waren die Ufer bedeckt mit den teilweise noch erstickenden Tieren. Der entsprechende Geruch ließ nicht lange auf sich warten. Der Grund für das Fischsterben war der zu niedrige Sauerstoffgehalt im Aasee gewesen.

Durch die wochenlange Hitze hatten die Blaualgen im Aasee in Münster sich massenhaft vermehrt. Durch einen Wetterumschwung waren sie dann über Nacht abgestorben und hatten dadurch den Sauerstoffgehalt des Wassers massiv gesenkt. Damit das in den folgenden Sommern nicht wieder passiert, hatte die Stadt Münster ein Frühwarnsystem installiert. Es misst die Wassertemperatur, den Sauerstoffgehalt und die Menge der Algen.

Erneute Hitzeperiode in Münster: Besondere Vorsichtsmaßnahmen am Aasee

In den ersten August-Wochen wird in Münster mit extremer Hitze gerechnet: Für Samstag (8. August) sind etwa 36 Grad im Schatten angesagt. Damit sich das Wetter nicht erneut auf den Aasee auswirkt, wurde vorgesorgt: Die neu installierten Belüfter wurden bereits angeschaltet. Sie sorgen dafür, dass das Gewässer mit ausreichend Sauerstoff versorgt ist.

Im Sommer 2018 starben etliche Tonnen Fisch im Aasee aufgrund des zu niedrigen Sauerstoffgehalts.

Acht der Geräte wurden bereits in Betrieb genommen. In der kommenden Woche sollen dann noch einmal vier hinzukommen. Wie die Stadt Münster mitteilt, sind die Messwerte aus dem Aasee bislang gut – das könne sich jedoch recht schnell ändern. Die Blaualgen, die auch zuvor schon zu dem Fischsterben geführt hatten, vermehren sich besonders gut in warmem Wasser und bei direkter Sonneneinstrahlung. Um zusätzlich einem erneuten Massensterben vorzubeugen, hat die Stadt Münster entschlossen, den Fischbestand im Aasee möglichst gering zu halten.

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