Münster

Partys, Randalierer und Müllberge am Aasee: OB Markus Lewe kündigt Konsequenzen an

Die Müllberge am Aasee in Münster waren nicht das einzige Problem. Das Archivfoto wurde nach den Maifeiern 2019 aufgenommen.
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Die Müllberge am Aasee in Münster waren nicht das einzige Problem. (Archivfoto)

Die neu gewonnene Freiheit nutzten zuletzt vor allem junge Menschen, um sich am Aasee in Münster zu versammeln. Doch die Partys sorgten für Ärger. Jetzt schaltet sich der Oberbürgermeister ein.

Münster – In aller Regelmäßigkeit kocht das Thema neu auf: Sobald sich am Aasee viele, vornehmlich junge, Menschen versammeln, um gemeinsam zu feiern, hinterlassen sie auf den Wiesen nicht nur Müllberge, sondern vor allem auch empörte Bürger der Stadt. Zum Beispiel nach den Maifeiern in Münster in den vergangenen Jahren.

Nun kam das Thema erneut auf. Junge Münsteraner versammelten sich am vergangenen Wochenende am Aasee, um gemeinsam nach langem Corona-Lockdown zu feiern. Doch nicht nur die Müllberge sorgten für Empörung, auch das Verhalten vieler stößt auf Unverständnis. Anwohner berichteten, von den Feiernden beleidigt und gar bedroht worden zu sein. Einige warfen in der Nacht zu Sonntag mit Flaschen auf die Polizisten in Münster.

Grüne Münster: Auto-Poser aus der Stadt vertreiben

Die Zustände am Aasee in Münster der vergangenen Tage hat nun auch die Politik auf den Plan gerufen. Die Grünen nahmen dabei auch die Poserszene ins Visier, die sich zuletzt vermehrt in der Gegend aufgehalten und Anwohner belästigt hatten. „Münster und der Aasee müssen deshalb jetzt sehr schnell unattraktiv für diese Szene werden. Wir müssen deutlich machen: Münster duldet keine Typen, die auf Kosten der Allgemeinheit ihr Auto zum Posen nutzen und dazu noch Fußgänger*innen und Fahrradfahrer*innen gefährden“, heißt es in einem Statement von Sylvia Rietenberg, Sprecherin der Fraktion.

Die Fraktion hält erhöhte Polizeikontrollen für sinnvoll, um die Poser aus der Stadt zu jagen. „Wenn man mit solchen und ähnlichen Kontrollen und dem konsequenten Bestehen auf das Einhalten der Regeln und Gesetze der Szene dauerhaft auf die Nerven geht, verlagern diese ihr Revier möglichst schnell wieder aus Münster heraus“, so Rietenberg weiter. Nun meldete sich auch der Oberbürgermeister von Münster zu Wort.

Markus Lewe kündigt Verbote am Aasee Münster an

In einem Interview mit Antenne Münster kündigte Markus Lewe (CDU) Konsequenzen nach den ausschweifenden Partys an. „Unser Aasee ist ein ganz besonders wertvoller Ort. Ein öffentlicher Raum, der für alle verfügbar ist. Nicht dulden werden wir, wenn der Ort missbraucht und die Ruhe in der Nachbarschaft nachts gefährdet wird, wenn unendlich viel Müll hinterlassen wird und es kein friedlicher Ort mehr für alle ist“, betonte der Oberbürgermeister. Daher werde die Polizei in den kommenden Wochen verschärfte Maßnahmen einleiten, die vom Glas- bis zum Grillverbot am Aasee reichen. Der Aasee müsse wieder ein Ort für alle werden, sagte der CDU-Politiker.

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