Münster

Ab sofort FFP2-Masken-Pflicht in Bus und Bahn

In Münster greift die bundesweite Corona-Notbremse aktuell noch nicht. Dennoch gilt auch hier seit Samstag eine FFP2-Masken-Pflicht in den öffentlichen Verkehrsmitteln.

Münster – Am Samstag (24. April) griff in vielen Kreisen und Kommunen deutschlandweit die Bundes-Notbremse. Entgegen der Erwartungen blieb Münster am Wochenende noch von Ausgangssperren verschont. Dies lag vor allem daran, welche Werte dem Entschluss des Landes zugrunde gelegt werden. Die Landesregierung stützt sich dabei nämlich auf die Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI), welches die Inzidenz für Münster am Sonntag (25. April) mit 98,6 angab.

Krisenstabsleiter Wolfgang Heuer aus Münster dazu: „Gut, dass die Inzidenz in unserer Stadt aktuell gesunken ist und damit die Voraussetzung für neue Verschärfungen nicht gegeben ist. Wir sollten uns aber nichts vormachen: Münster balanciert seit Tagen auf dem Schwellenwert, es kann auch bald anders ausgehen.“ Frühestens am kommenden Freitag (30. April) wäre die Notbremse für Münster möglich, sollten die vom RKI täglich gemeldeten Inzidenzwerte ab Montag (26. April) wieder über 100 steigen. Da die Inzidenz am Montag bereits bei 106,3 steht, ist dies ein kein unwahrscheinliches Szenario.

StadtMünster
Einwohner315.293
BundeslandNRW

Münster: FFP2-Maksen-Pflicht in Bus und Bahn

Dennoch übernahm die Stadt eine wichtige Corona-Regel, die die Bundes-Notbremse mit sich bringt: die FFP2-Masken-Pflicht in den öffentlichen Verkehrsmitteln, sowie an Bus- und Bahnhaltestellen wie etwa am Bahnhof. Das gaben die Stadtwerke Münster mit einer Gültigkeit ab Samstag bekannt. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass die bislang akzeptierten OP-Masken nun nicht mehr erlaubt sind.

Für die FahrerInnen gilt weiterhin: Sollten sie „hinter dem Steuer nicht in direkten Kontakt mit anderen Personen kommen, müssen sie wie schon bisher keine Maske tragen, dürfen dies aber. Wie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadtwerke stehen dem Fahrpersonal jede Woche zwei Corona-Selbsttests zur Verfügung“, wie die Stadtwerke Münster weiter mitteilen. 

Münster: Bald mehr Freiheiten für Geimpfte?

Auch Münster schaut gespannt nach Berlin: Am Montag (26. April) treffen sich erneut Kanzlerin Angela Merkel und die MinisterpräsidentInnen virtuell bei einem Impfgipfel. Hier soll unter anderem darüber beraten werden, ob in naher Zukunft geimpften Personen wieder mehr Freiheiten eingeräumt werden sollten und ob die Impfreihenfolge noch sinnvoll ist oder abgeschafft werden sollte. Für letzteres sprach sich jüngst etwa Bayerns Ministerpräsident Markus Söder auf Twitter aus: „Im Zug auf dem Weg nach Berlin zum Impfgipfel. Wir brauchen mehr Freiheiten für Geimpfte und die rasche Aufhebung der Impf-Priorisierung.“

Zum Schutz vor dem Coronavirus gilt nun die FFP2-Maksen-Pflicht in Münsters Bussen (Symbolbild)

Eine Kritik an den Sonder-Freiheiten für Geimpfte setzt dort an, dass noch nicht einmal jede Person in Deutschland ein Impfangebot, also noch keine Chance auf eine Impfung, bekommen hat. Unfreiwillig Ungeimpfte würden durch solche Maßnahmen also ohne eigenes Dazutun benachteiligt. Alle Informationen darüber, wie sie in NRW an einen Impftermin kommen, gibt es bei msl24.de in der Übersicht.

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