Autorkorso in der Innenstadt

Corona-Demo in Münster: Polizei muss Blockaden auflösen

Mit einem Autokorso haben einige Menschen in Münster gegen die Corona-Politik demonstriert. Dabei erhielten sie jedoch Gegenwind von mehreren Straßenblockaden.

Münster – Am Sonntagnachmittag (7. März) versammelten sich rund 75 Menschen in der Domstadt, um gegen die derzeitige Corona-Politik zu demonstrieren. Die Teilnehmer hatten für die Protestaktion einen Autokorso angemeldet, an dem sich 43 Fahrzeuge beteiligten.

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Autokorso gegen Corona-Politik in Münster: Polizei muss Blockaden auflösen

Der Korso startete um 15 Uhr am Schlossplatz und führte in Richtung der Innenstadt von Münster. Unterwegs trafen die Teilnehmer jedoch auf Gegenwehr: Zu einer unangemeldeten Gegendemo hatten sich 80 Menschen versammelt. Sie blockierten die Straße an mehreren Stellen.

Mehrfach musste die Polizei einschreiten und die Blockaden auflösen. Diese befanden sich an der Bergstraße in Höhe der Tibusstraße, am Stadttheater sowie am Bült in Höhe der Straße Asche. Für den Einsatz in Münster forderten die Beamten Unterstützung der Hundertschaft an.

Zwischenfall bei Anti-Corona-Demo in Münster: Polizei sucht nach Waffe

Da die Demonstranten auch auf wiederholte Aufforderung hin die Straße in Münster nicht räumen wollten, sahen sich die Polizisten gezwungen, die Personen wegzudrängen. Anschließend nahmen sie die Personalien der beteiligten Personen auf. Ob gegen sie ein Strafverfahren eingeleitet werden muss, wird derzeit noch geprüft.

Während des Autokorsos gegen die Coronavirus-Maßnahmen kam es zu einem weiteren Vorfall: Ein Teilnehmer erwähnte gegenüber einem Zeugen, dass er „wohl eine Waffe holen könnte“, wie die Polizei Münster berichtet. Daraufhin durchsuchten die Beamten dessen Fahrzeug und stellten die Identität des Mannes fest. Eine Waffe wurde in dem Wagen jedoch nicht gefunden.

Die Polizei begleitete einen Autokorso gegen die Corona-Politik in Münster. (Symbolbild)

Zuvor hatte sich Münsters OB Markus Lewe für mehr Verantwortung für die Kommunen ausgesprochen. Diese sollen nun, nach den jüngsten Beschlüssen des Corona-Gipfels, auch kommen. Städte mit einer dauerhaften Inzidenz von unter 100 dürfen nach und nach Lockerungen einführen – bei einem Wert von unter 35 sogar noch schneller.

Rubriklistenbild: © Christoph Schmidt/dpa

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