Protest in der Innenstadt

"Thursdays for Farmers": Tausende Landwirte protestieren bei Bauern-Demo in Münster

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In Münster demonstrierten Landwirte aus ganz Deutschland gegen die Pläne der Bundesregierung.

Demo in Münster: Weil die Bundesregierung bald strengere Vorgaben beim Einsatz von Düngemitteln einführen will, protestierten heute Landwirte aus ganz Deutschland in der Domstadt. Es kam zu langen Staus. 

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Bildergalerie: Bauerndemo in Münster

Bauerndemo in Münster
 © Lisa Fraszewski/msl24.de
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Münster Bauerndemo
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münster bauerndemo
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Update: 4. April, 17.21 Uhr. Münster – Rund 200 Landwirte fuhren am Donnerstag mit ihren Treckern in die Domstadt. Dort protestierten heute insgesamt etwa 6000 Menschen. Die Lamdwirte, die auf dem Schlossplatz demonstrierten, sorgten mit ihren Maschinen für massive Staus in der Innenstadt. 

Der Protest in Münster richtete sich gegen die Verschärfung der Düngeverordnung, die 2020 eingeführt werden soll. Durch die neue Regelung könnten die Bauern größere Verluste erwirtschaften. Der Bundesregierung geht es bei dem Gesetz darum, den Nitratgehalt des Grundwassers zu senken. Ob die Demonstration Wirkung gezeigt hat, bleibt abzuwarten. 

Die Landwirte ziehen erneut durch Münster – sie protestieren gegen die Agrarpolitik der Bundesregierung. Es droht Verkehrschaos.

Nach Bauern-Demo in Münster: Trecker sorgen für Staus in der Innenstadt

Update: 4. April, 14.37 Uhr. Münster – Der Stau in der Innenstadt hat sich mittlerweile aufgelöst. Der Trecker-Korso befindet sich derzeit auf der Altenberger Straße. Es sollen dort laut Polizei rund 200 Fahrzeuge unterwegs sein. Die Fahrer hatten zuvor bei der Bauern-Demo auf dem Domplatz teilgenommen.

Update: 4. April, 14.22 Uhr. Münster – Nach Ende der Bauern-Demo hat laut Polizei erst ein Drittel der Traktoren den Schlossplatz wieder verlassen. Autofahrer müssen also mit langen Wartezeiten und Staus in der Innenstadt rechnen: "Im gesamten Innenstadtbereich und auf allen Ausfallstraßen kommt es wegen des Trecker-Verkehrs zu erheblichen Verkehrsbehinderungen", twitterte die Polizei. Vor allem die Steinfurter Straße ist betroffen.

Update: 4. April, 13.45 Uhr. Münster – Die Bauern-Demo auf dem Domplatz hat sich aufgelöst. Die ersten Landwirte kehren nun mit ihren Treckern Heim. Diese hatten sie zuvor auf dem Schloßplatz abgestellt. Wie die Polizei mitteilt, kommt es deswegen in der Innenstadt wahrscheinlich zu Staus und Verkehrsbehinderungen. Vor allem auf der Steinfurter Straße wird es voll. "Wenn möglich, lasst das Auto stehen", raten die Beamten deswegen auf Twitter.

Zu viel Nitrat im Grundwasser: Nach Urteil zog Bundesregierung Konsequenzen

Update: 4. April, 12.49 Uhr. Münster – Am Donnerstag fanden sich tausende Protestler auf dem Domplatz ein: Verärgerte Landwirte demonstrieren gegen die geplanten Verschärfungen in der Düngeverordnung. Diese hatte die Bundesregierung für März 2020 angekündigt. 

Dabei sollen die Zeitspannen, in denen Landwirte ihre Ackerflächen düngen dürfen, durch Fahrverbotszeiten eingeschränkt werden. Die Bundesregierung will dadurch den Nitratgehalt im Grundwasser reduzieren. Die Landwirte fürchten jedoch finanzielle Einbußen und Ernteausfälle – außerdem würden sie sich bereits für den Schutz des Grundwassers einsetzen, so ihre Position.

Landwirte befürchten Ernteausfälle, sollten sie ab März 2020 seltener Düngen dürfen.

Die erhöhte Nitrat-Konzentration im Grundwasser ist vor allem für Säuglinge gefährlich, wie das deutsche Umweltbundesamt aufklärt: Durch chemische Reaktionen im Magen kann sich Nitrat in Nitrit umwandeln und in den Blutkreislauf gelangen. Geschieht dies, besteht die Gefahr einer zu geringen Sauerstoffaufnahme – bekannt als "blue infant syndrome". Besonders kranke Säuglinge sind in ihren ersten Lebenstagen gefährdet.

Schon seit Längerem überschreitet der Nitratgehalt im Grundwasser in vielen Gebieten Deutschlands den EU-weit zugelassenen Grenzwert, der bei 50 Miligramm pro einem Liter Wasser liegt. Fast jede Fünfte Messstelle des repräsentativen EUA-Grundwassermessnetzes in Deutschland weist derzeit Überschreitungen Grenzwertes auf. Bei Gebieten, in denen vermehrt Landwirtschaft betrieben wird, ist bei mehr als jeder vierten Messstelle zu viel Nitrat im Grundwasser. 

Nitratüberprüfung von Grundwasser

2016 hatte die EU-Kommission Klage gegen die Bundesregierung eingereicht. Deutschland wurde daraufhin im Juni 2018 am Europäischen Gerichtshof verurteilt, weil man zu wenig gegen die zu hohe Nitratbelastung unternommen habe. Die Überschreitung der Grenzwerte sei vor allem ein Resultat der landwirtschaftlichen Düngung. Daraufhin wurden die strengeren Düngeverordnungen beschlossen.

Julia Klöckner bei Bauern-Demo in Münster

Update: 4. April, 11.40 Uhr. Münster – Julia Klöckner ist auch bei der Bauern-Demo auf dem Domplatz anwesend. In einem Redebeitrag zeigte die Bundes-Landwirtschaftsministerin für die Verärgerung der Landwirte Verständnis. Die geplante Verschärfung der Düngeverordnung sei für die Landwirte "hammerhart". Die Konsequenzen für die Menschen könne man "nicht einfach ignorieren". 

Doch Klöckner mahnte die Landwirte und Präsidenten der Bauernverbände auch, dass "Grundwasser nichts Banales" sei: "Das können wir nicht einfach ignorieren", sagt sie in Bezug auf die erhöhten Nitratwerte. Deutschland sei dabei im Gegensatz zu den anderen EU-Ländern "in allen Punkten unterlegen" und müsse nun handeln.

"Wir müssen das Grundwasser schützen - aber auch das Überleben der Bauernfamilien." - Julia Klöckner

Bundes-Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner hielt auf der Bauern-Demo in Münster eine Rede vor den protestierenden Landwirten.

Gleichzeitig ruft Klöckner zu mehr Wertschätzung für den Beruf des Landwirtes auf. Es könne nicht sein, dass Menschen aufgrund dieses Jobs diskriminiert würden. Die Politik stehe zu den Landwirten. Doch diese müssten nun auch Bereitschaft zur Veränderung zeigen.

Etwa 6000 Protestler bei Bauern-Demo in Münster

Update: 4. April, 11.03 Uhr. Münster – Die Demonstranten haben sich mittlerweile auf dem Domplatz eingefunden. Etwa 6000 Menschen sollen dort gegen die geplanten Düngeverordnungen der Bundesregierung protestieren. Dies berichtete Andreas Bode, Pressesprecher der Polizei Münster, auf Nachfrage von msl24. Auf der Facebookseite des WLV e.V. wurden Fotos und Videos der Veranstaltungen veröffentlicht:

Laut Polizei sollen bei der Bauern-Demo in Münster aktuell etwa 6000 Demonstranten auf dem Domplatz demonstrieren.

Bauern-Demo in Münster: Hunderte Traktoren auf Schloßplatz geparkt

Update: 4. April, 10.36 Uhr. Münster – Aktuell haben sich nun alle Treckerfahrer auf dem Schloßplatz eingefunden. Dies teilte die Polizei auf Twitter mit. Deswegen soll es erstmal zu keinen weiteren Verkehrsbehinderungen in der Innenstadt kommen. 

Die rund 250 Menschen begeben sich nun über die Frauenstraße zum Domplatz, auf dem die Kundgebung stattfindet. Der Start war für 10.30 Uhr angesetzt. Die etwa 200 Trecker verbleiben vor dem Schloß. Es sollen in etwa 100 Bussen weitere Landwirte zur Demo in Münster angereist sein, wie ein Teilnehmer berichtete.

Google Maps Screenshot: Die Landwirte, die mit dem Trecker nach Münster anreisten, stellten ihre Fahrzeuge auf dem Schloßplatz ab.

Münster: Sperrungen aufgehoben – weiterhin Staus wegen Bauern-Demo

Update: 4. April, 10.30 Uhr. Münster – Die 200 Trecker haben mittlerweile den Schloßplatz erreicht. Die Sperrungen der Steinfurter Straße sowie auf dem York- und Orléans-Ring wurde soeben aufgehoben. Doch nun kommt es vor dem Schloßplatz zu Staus und Verkehrsbehinderungen. Wegen der Bauern-Demo sind aktuell hunderte Landwirte mit Traktoren auf dem Weg ins Zentrum der Domstadt. Ziel ist der Domplatz.

Bauern-Demo in Münster: Orléans- und York-Ring gesperrt

Update: 4. April, 10.10 Uhr. Münster – Jetzt wurden ebenfalls der York-Ring sowie der Orléans-Ring zweitweise gesperrt: Die Zufahrt auf die Steinfurter Straße ist zurzeit nicht möglich. Für eine Demo fahren aktuell hunderte Landwirte aus ganz Deutschland nach Münster.

Autofahrer in Münster können derzeit nicht vom York- und Orléans-Ring auf die Steinfurter Straße einfahren.

Bauern-Demo in Münster: Steinfurter Straße gesperrt

Update: 4. April, 9.58 Uhr. Münster – Die Traktoren fahren derzeit in die Domstadt ein und sorgen für erhebliche Verkehrsbehinderungen. Über die Steinfurter Straße kamen die ersten Fahrzeuge. Dort staute sich der Verkehr auf bis zu sechs Kilometern. Auf der Altenberger Straße rollten etwa 200 Trecker ein, auf der Weseler Straße circa 30 Fahrzeuge.

Wie die Polizei Münster vor wenigen Minuten bekannt gab, wurde nun die Steinfurter Straße ab dem Ausbauende der B54 in Richtung Innenstadt gesperrt. Autofahrern wird empfohlen, den Bereich zu Umfahren. Der Traktorkorso hat eine Länge von etwa drei Kilometern und befindet sich momentan auf dem Weg in Richtung Schloßplatz.

Die Steinfurter Straße ist aktuell wegen den Teilnehmern der Bauern-Demo zum Teil gesperrt.

Bauern-Demo in Münster legt Verkehr lahm

Erstmeldung: 4. April. Münster – In der Domstadt wird am Donnerstag (4. April) demonstriert: Aus ganz Deutschland sind Landwirte eingereist, um gegen eine Verschärfung der Düngeverordnung zu protestieren. Dies hat spürbare Verkehrsbehinderungen und Staus zur Folge.

In einem Video, das auf der Facebook-Seite des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes (WLV) geteilt wurde, sieht man die Traktoren auf ihrem Weg nach Münster. Auf einem der Fahrzeuge ist der Schriftzug "Thursdays for Farmers/Future" zu lesen – eine deutliche Anspielung auf die Proteste der weltweiten "Fridays for Future"-Bewegung, die auch in Münster regelmäßig stattfindet.

Hunderte Landwirte sind mit ihren Traktoren auf dem Weg zur Demo in Münster.

Münster: Lange Staus wegen Bauern-Demo

Wie die Polizei Münster über Twitter meldete, verursachten die mit Trecker angereisten Landwirte einen kilometerlangen Stau auf der Steinfurter Straße. Ziel des Korsos ist der Domplatz. Dort beginnt die Demo um 10.30 Uhr. Auch Bundes-Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner wird an der Demonstration teilnehmen. Auf dem Domplatz in Münster wird sie sich den Fragen der Landwirte stellen.

Auf dem Domplatz in Münster demonstrieren heute ab 10.30 Uhr Landwirte aus ganz Deutschland.

Bauern-Demo in Münster: Verschärfte Düngeverordnung wegen Nirtatbelastung

Die Demonstration der Landwirte in Münster richtet sich gegen das Vorhaben der Bundesregierung, die Einsatz von Dünger strenger zu gestalten. Der Grund dafür liegt in der zu hohen Nitratbelastungen des Grundwassers in vielen Gebieten Deutschlands – diese überschreiten zum Teil den "EU-weit zulässigen Grenzwert von 50 Milligramm pro Liter", wie der WDR berichtet.

Die EU-Kommission zog wegen der Überschreitungen und der Belastung des Grundwassers bereits Konsequenzen. Deutschland drohen hohe Geldstrafen, wenn die Nitratbelastung nicht reduziert wird. Die Bundesregierung plant deswegen, nach Vorgabe der EU-Kommission durch Fahrverbotszeiten den Einsatz von Dünger ab März 2020 einzuschränken – die Landwirte wiederum befürchten dadurch zusätzliche Kosten und Ernteeinbußen.

Erst vor wenigen Wochen protestierten in Münster 8000 Demonstranten gegen die AfD. Grund hierfür war der Neujahrsempfang der Partei. Nur wenige Monate zuvor demonstrierten rund 2000 Menschen in Münster lautstark gegen rechten Hass. Auslöser waren die Ausschreitungen und Proteste in Chemnitz im vergangenen Jahr.

Auch die Klimabewegung ist weiterhin auf den Straßen: Fridays for Future plant in Münster einen 24-Stunden-Mahnwache. Vor Kurzem kam es außedem zu weiteren Staus, als rund 150 Traktoren auf dem Weg zu Bauerndemos durch Münster fuhren. Sie protestierten in mehreren Städten in ganz Deutschland gegen die Agrarpolitik der Bundesregierung.

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