"Nicht wirklich nachvollziehbar"

Zoff um Wilsberg-Dreh! Schauspielerin sauer wegen Zwangspause

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Bei den nächsten Folgen der Krimiserie Wilsberg aus Münster ist Kommissarin Anna Springer, gespielt von Rita Russek, nicht mit dabei. 

Schlechte Laune bei einem Wilsberg-Star: In Bielefeld wurden Mitte Oktober zwei neue Folgen der münsterischen Krimiserie gedreht – jedoch ohne eine der Hauptfiguren: Die Schauspielerin Rita Russek hat einen Verdacht, warum sie pausieren muss.

Münster/Bielefeld – Eigentlich gehört Rita Russek zur Hauptbesetzung der Krimiserie Wilsberg aus Münster. Seit 1998 ist die Schauspielerin in der Rolle von Anna Springer zu sehen, der Hauptkommissarin des Morddezernats Münster. Trotzdem liefen die Dreharbeiten zu zwei neuen Folgen nun ohne die Schauspielerin. 

Vom 9. bis 18. Oktober fanden die Drehs zu den beiden neuen Wilsberg-Folgen nicht wie gewohnt in Münster, sondern in Bielefeld statt. Da Rita Russek eine Ermittlerin aus der Domstadt spielt, seien für Ermittlungen in Bielefeld natürlich andere Kommissare zuständig, wie ein ZDF-Sprecher der Bild-Zeitung gegenüber erklärte. Doch die Schauspielerin vermutet, dass dieser Grund nur vorgeschoben sei.

Krimiserie Wilsberg ohne Rita Russek: Schauspielerin vermutet Ausbootung

Dass Rita Russek in ihrer Rolle als Wilsberg-Kommissarin Anna Springer in Bielefeld nicht irgendwie eingebaut werden könnte, lässt die Schauspielerin nicht gelten: "Eine Münsteraner Kommissarin kann da nicht ermitteln? Nicht wirklich nachvollziehbar. Meine Figur kam ja schon öfter außerdienstlich vor," wird die Schauspielerin bei T-Online zitiert.

Die 66-Jährige vermutet viel eher eine Abstrafung für ihr nicht immer umgängliches Verhalten am Set von Wilsberg: "Es ist ein offenes Geheimnis, dass ich unduldsam bin, wenn ich Hierarchien akzeptieren soll, die in meinen Augen der Arbeit von Schauspielern nicht dienlich sind," erzählt Rita Russek laut T-Online weiter.

Nach den Dreharbeiten in Bielefeld kam der Cast samt Kamerateam auch für einen Tag nach Münster – ohne Rita Russek.

Rita Russek kritisiert Entscheidung des ZDF zum Wilsberg-Dreh

Laut der TV-Ermittlerin sei die Entscheidung des ZDF, sie für zwei Folgen zu streichen, möglicherweise auch aus beruflicher Sicht schädlich: "Ohne Not eine Figur für zwei Folgen aus dem Hauptcast zu streichen, ist nicht nur ein Affront der Schauspielerin gegenüber. Es wird der Verdacht billigend in Kauf genommen, ich sei abgesprungen oder erkrankt," kritisiert Rita Russek den ZDF.

Der Sender distanziert sich von den Vorwürfen der Schauspielern: Es sei keine Zwangspause oder dergleichen gewesen. Außerdem plane man weitere Folgen mit der Russek: Für 2019 seien bereits neue Drehbücher für Wilsberg geplant – und dann auch wieder mit Rita Russek.

Das Antiquariat Solder in Münster wird in der Serie zum "Antiquariat Wilsberg", Geschäft und Detektei des Privatermittlers Georg Wilsberg (Leonard Lansink).

Im Oktober kamen die Schauspieler der Krimiserie für einen Tag nach Münster. Hier können Sie sich die Fotos der Wilsberg-Dreharbeiten ansehen. Und auch der Tatort wird regelmäßig in der Domstadt gefilmt: Beim letzten Tatort-Dreh in Münster waren wir ebenfalls mit der Kamera vor Ort.

Übrigens: Den neuen Wilsberg "Mörderische Rendite" können Sie auch schon vorab sehen.

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