Beschwerde einer Besucherin

Blutender Wolf im Allwetterzoo entdeckt: Was hat es damit auf sich?

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Das Rudel im Allwetterzoo Münster hat sich einen neuen Leitwolf gesucht und attackiert seitdem den abgesetzten Wolf.

Eine Besucherin entdeckte am Sonntag einen verletzten Wolf im Allwetterzoo Münster. Eine Pflegerin soll die Verletzung ignoriert haben, so der Vorwurf. 

Münster – Es war ein schwer zu ertragender Anblick, den eine Besucherin des Allwetterzoos am Sonntag (14. April) machen musste. Im Wolfsgehege sah sie ein schwer verletztes Tier. Es hatte starke Wunden an den Hinterläufen und schien Schmerzen zu haben.

Die Besucherin des Allwetterzoos machte eine Wärterin auf den Zustand des Wolfes aufmerksam. Diese war gerade dabei, das Rudel zu füttern. Der Vorwurf: Die Pflegerin aus Münster hätte sich nicht weiter um die Verletzung des Wolfes gekümmert. Zwischen den beiden soll eine hitzige Diskussion entstanden sein.

Allwetterzoo Münster: Kurator äußert sich zum verletzten Wolf

Kurator Dr. Dirk Wewers bestätigte gegenüber msl24.de die Auseinandersetzung zwischen der Besucherin und der Wärterin und gab zudem Auskunft über den Hintergrund der Verletzung. Der Wolf sei vor Kurzem als Rudelführer von den drei anderen Tieren im Gehege abgesetzt worden. Seitdem werde das Tier im Allwetterzoo Münster von den anderen Wölfen attackiert. Die Tiere befänden sich derzeit in der Paarungszeit und erfahren dadurch einen hormonellen Schub. 

Der Wolf im Gehege des Allwetterzoos Münster hat es derzeit schwer. Er ist stark verletzt und braucht einen Abnehmer.

Wolf im Allwetterzoo Münster droht die Einschläferung

"Unsere Ärzte behandeln den verletzten Wolf derzeit. Wir untersuchen in den kommenden Tagen und Wochen, wie die Spannung im Rudel ist. Gibt es keine Änderung, müssen wir für das Tier einen Abnehmer finden", so Wewers. Dies sei aber nicht einfach, da männliche Wölfe, wie der im Allwetterzoo Münster, nur schwer in einen bestehenden Rudel untergebracht werden könnten.

Gäbe es keinen Abnehmer und würde der vier Jahre alte Wolf weiterhin von den drei anderen Tieren attackiert, bliebe nur noch die Option, den verletzten Vierbeiner einzuschläfern, sagt Wewers vom Allwetterzoo Münster. 

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