Mögliche Evakuierung

Erneuter Bombenfund? Stadt überprüft Verdachtspunkt

Möglicherweise wurde in Münster erneut eine Fliegerbombe im Erdreich gefunden. Sollte sich der Verdacht bestätigen, müsste ein Teil des Gewerbegebiets gesperrt werden.

Münster – Am Dienstag (9. März) wird es in der Domstadt erneut eine Bombenüberprüfung geben. Auf einem Baugrundstück an der Gustav-Stresemann-Straße besteht der Verdacht, dass eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg im Erdreich verborgen liegt.

Stadt Münster
Bevölkerung313.000
BundeslandNRW

Bei Bombenfund: Dieser Bereich in Münster könnte gesperrt werden

Am Dienstag soll die Stelle freigelegt und der Verdacht geprüft werden. Noch ist jedoch nicht klar, ob der Grundwasserspiegel dort gesenkt werden muss. In dem Fall könnte die Freilegung erst am Mittwoch fortgesetzt werden. Für den Fall, dass sich tatsächlich eine Bombe im Erdreich befindet, wird der Bereich in Münster gesperrt werden müssen. Lesen Sie bei msl24.de, warum in Münster ständig Bomben gefunden werden und wie viele noch im Boden schlummern.

Je nach Größe der Bombe muss ein Radius um die Fundstelle herum eingerichtet werden. Die Stadt Münster rechnet mit 250 Metern. Betroffen wären dann Teile der Straßen An den Loddenbüschen, Gustav-Stresemann-Straße und der Martin-Luther-King-Weg. Diese stünden für die Dauer der Arbeiten weder für den Durchgangsverkehr, noch für ansässige Gewerbe zur Verfügung.

Erneut Bombenfund in Münster? Überprüfung am Dienstag

Im September hatte es in Münster die größte Evakuierung aller Zeiten gegeben: 16.000 Menschen mussten ihre Wohnungen verlassen, als gleichzeitig fünf Verdachtspunkte überprüft wurden. Trotz der großen Zahl an Menschen, die das Viertel verlassen mussten, blieben die eingerichteten Notunterkünfte vergleichsweise leer.

Am Dienstag informiert die Feuerwehr Münster im Falle eines Bombenfundes über Twitter und mit Lautsprecherdurchsagen. Auch mit der Warn-App „NINA“ oder auf msl24.de werden Sie auf dem Laufenden gehalten. Zuletzt war in Münster eine Bombe am Hafen gefunden worden. Der Einsatz konnte jedoch nach kurzer Zeit schon wieder beendet werden.

In Münster wird das Erdreich auf eine Bombe hin untersucht. (Symbolbild)

Derweil hat in einem anderen Ortsteil der Stadt ein ganz anderes Thema die Vorherrschaft: In Münster-Coerde hat es einen größeren Ausbruch des Coronavirus gegeben. Die Verantwortlichen sprechen von einem Hotspot – zurzeit sind dort 100 Menschen in Quarantäne.

Rubriklistenbild: © Jochen Lübke/dpa

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