Pandemie-Lage

Corona-Mutation in Münster – ist der niedrige Inzidenzwert in Gefahr?

Bislang hat Münster den niedrigsten Inzidenzwert in NRW – könnte sich das jetzt ändern? Vier Fälle der britischen Mutation B.1.1.7 wurden in der Domstadt nachgewiesen. Die Version ist deutlich ansteckender.

Münster – Beunruhigende Nachrichten gibt es aus der Domstadt: Gleich vier Menschen haben sich mit der britischen Mutation des Coronavirus angesteckt, wie am Mittwoch (3. Februar) bekannt wurde. Bei den Infizierten handelt es sich um Personen mittleren Alters, wie der Leiter des Gesundheitsamts in Münster, Dr. Norbert Schulze Kalthoff, mitteilte.

StadtMünster
Bevölkerung310.039
BundeslandNRW

Corona-Mutation in Münster: Infektionsketten bei drei Infizierten geklärt

Die britische Mutation des Coronavirus ist deutlich ansteckender, als der Urtyp des Erregers. Deshalb wird die Lage in Münster ernst genommen: Mit Hochdruck haben die Behörden daran gearbeitet, die Infektionsketten nachzuvollziehen und Kontaktpersonen zu identifizieren. Alle betroffenen stehen unter Quarantäne.

Zwei Personen, die zu einer Familie gehören, haben sich offenbar bei einer Reise ins Ausland mit der britischen Mutation B.1.1.7 infiziert. Bei einem weiteren Patienten konnte der Auslöser im Arbeitsumfeld ausgemacht werden. Im vierten Fall der Mutation des Coronavirus in Münster ist die Quelle der Ansteckung jedoch noch ungeklärt.

Corona in Münster: Inzidenzwert von unter 50 wegen Mutation in Gefahr?

Münster hat seit über zwei Wochen einen Inzidenzwert von unter 50 und zählt damit zu den wenigen Städten in ganz Deutschland, die keine Corona-Hotspots sind. Am Donnerstag beläuft sich der Wert auf 30,8 und ist damit unverändert zum Vortag. Nun bleibt abzuwarten, wie sich die hoch ansteckende Mutation auf die Zahl der Neuinfektionen in der Domstadt auswirkt.

Deshalb betonte der Leiter des Krisenstabs, Wolfgang Heuer, am Mittwoch erneut die Wichtigkeit der Corona-Regeln und deren Einhaltung. Dass nach und nach mehr Menschen immunisiert werden können, etwa im Impfzentrum in Münster, solle nicht mit einer falschen Sicherheit verwechselt werden.

Die Mutation des Coronavirus ist deutlich ansteckender. (Symbolbild)

Schon mehrere Fälle der Corona-Mutation im Münsterland

Münster ist nicht die erste Stadt in der Region, in der die Mutante nachgewiesen wurde. Auch im Kreis Borken gibt es bereits zehn Fälle der Corona-Mutation B.1.1.7. Dort lässt sich das Infektionsgeschehen im Wesentlichen auf eindeutige Hotspots beschränken: Die meisten Menschen haben sich bei der Arbeit angesteckt.

Rubriklistenbild: © Marijan Murat/dpa

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