Anti-Corona-Demo

Gegen Maskenpflicht und „Impfzwang“: Corona-Kritiker demonstrieren am Aasee

Nicht einverstanden mit den aktuellen Maßnahmen gegen das Coronavirus zeigten sich zwei Gruppen, die am Aasee in Münster demonstrierten. Sie forderten unter anderem die Abschaffung der Maskenpflicht.

Münster – Am Samstag (9. Januar) haben zwei Gruppen von Corona-Kritikern am Aasee demonstriert. Viele Spaziergänger hatten sich über die Ansammlung beschwert und die Polizei gerufen. Aufgrund der Menschentraube sei es schwierig gewesen, mit ausreichend Abstand an anderen Menschen vorbeizugehen.

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Münster: Corona-Demo am Aasee – Polizei findet keinen Regelverstoß

Zudem hätten die Demonstranten keinen Mundschutz getragen, beschwerten sich die Bürger. Die Polizei Münster erklärt jedoch nach den Anrufen: Wenn bei einer solchen Versammlung die Teilnehmerzahl von 24 nicht überschritten wird und der nötige Mindestabstand gewahrt werden kann, ist das Tragen einer Maske nicht zwingend notwendig. In einem anderen Fall wurde jedoch Anzeige erstattet: Vor einigen Monaten demonstrierten 200 Menschen in Bocholt gegen die Corona-Regeln.

Daher hatten die Veranstalter zwei Demonstrationen mit jeweils 24 Teilnehmern angemeldet. Eine Gruppe stand an den Aasee-Kugeln, die zweite an den Terrassen am A2. Das berichten die WN. Die Polizei hatte die Veranstaltung in Münster überprüft und keine Regel-Verstöße festgestellt.

Corona-Demo für Grundrechte am Aasee in Münster – Inzidenzwert vergleichsweise gering

Die Demonstranten hatte einen Pavillon aufgebaut und Kerzen, Plakate und Info-Tafeln zu der Veranstaltung am Aasee in Münster mitgebracht. Zwischen 16 und 18 Uhr demonstrierten sie gegen die Maskenpflicht und die geltenden Corona-Regeln. Das Motto der Gruppe: „Gemeinsam für Grundrechte – gegen Maskenpflicht, Zwangsimpfung und Unverhältnismäßigkeit“.

Derweil sind in Münster aktuell 646 Menschen mit dem Coronavirus infiziert (Stand: 8. Januar). Der Inzidenzwert liegt bei 81,5. Damit macht sich ein deutlicher Unterschied zu anderen Regionen im Münsterland bemerkbar. So wird im Kreis Warendorf aufgrund der hohen Zahlen sogar die Einführung des Bewegungsradius‘ befürchtet.

Immer wieder finden Anti-Corona-Demos statt – auch in Münster. (Symbolbild)

Nicht die erste Aktion von Corona-Kritikern in Münster

Vor wenigen Monaten hatten Anhänger der Initiative „Querdenken 711“ mit einer angekündigten Aktion für Aufregung unter Eltern gesorgt. Die Corona-Leugner wollten Kinder auf ihrem Schulweg in Münster ansprechen und sie von der angeblichen Schädlichkeit ihrer Masken überzeugen. Dagegen schritt jedoch das Ordnungsamt ein: Dieses sicherte den Schulweg am entsprechenden Tag und sah sich nach solchen Versuchen um. Kurz zuvor hatte jedoch der Initiator der „Querdenken“-Gruppe, Michael Ballweg, überraschend bekannt gegeben, dass man eine solche Aktion gar nicht durchführen wolle – die Ankündigung sei nur ein Test der internen Meldestruktur gewesen.

Rubriklistenbild: © Felix Kästle/dpa

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