Planung beginnt

Kampf gegen das Coronavirus: Hier sind im Münsterland Impfzentren geplant

Er ist derzeit die Hoffnung vieler Menschen: Der Impfstoff gegen das Coronavirus. Das Münsterland bereitet sich bereits auf die massenhaften Impfungen vor.

Münster/Warendorf/Steinfurt – Das Jahr 2020 wird den meisten Menschen in schlechter Erinnerung bleiben. Die weltweite Ausbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2 hat das Leben auf den Kopf gestellt. Weit mehr als eine Million Menschen sind weltweit bis Ende November an den Folgen ihrer Covid-19-Erkrankung gestorben. Kein Wunder also, dass sich die Hoffnung der Menschen auf einen baldigen Impfstoff stützt.

Gute Nachrichten gab es bereits vor einigen Tagen: Das Mainzer Unternehmen Biontech hat einen Impfstoff entwickelt, der kurz vor der Zulassung steht. Auch zwei weitere Impfstoffe aus den USA könnten schon bald sämtliche Testphasen durchlaufen haben und freigegeben werden. Bis zu 95 prozentige Sicherheit sollen sie gegen eine Infektion mit dem Coronavirus geben. Diese erfreulichen Nachrichten haben bereits erste Planungen für Impfzentren angekurbelt.

StadtMünster
Einwohner315.293
BundeslandNRW

Corona-Impfzentren im Münsterland: Wann ist es soweit?

Auch die Stadt Münster soll bald ein Impfzentrum erhalten. Als möglicher Standort kommt die Halle Münsterland in Frage, die ausreichend Parkmöglichkeiten bietet. Doch auch im restlichen Münsterland laufen die Vorbereitungen. Der Kreis Steinfurt bereitet derzeit den Aufbau eines Impfzentrums am Flughafen Münster/Osnabrück (FMO) vor. Generell soll es auch die Möglichkeit geben, Impfungen bei Personen zu Hause duchzuführen, die nicht mehr mobil sind.

Bis zu 1000 Menschen könnten täglich am FMO in Greven gegen das Coronavirus geimpft werden. Im Kreis Warendorf will die Stadt Ahlen ein Impfzentrum errichten. „Es würde logistisch einfach Sinn machen“, sagte Bürgermeister Alexander Berger dazu. So käme zum Beispiel das DRK-Heim am Henry-Dunant-Weg in Frage. Im vergangenen Sommer wurde hier bereits ein Corona-Testzentrum erbaut.  

Etwa 50 Impfzentren sollen NRW-weit aufgebaut werden – in jedem Kreis sowie in jeder kreisfreien Stadt wie Münster. Die einzige Frage bleibt nur noch, wann der erste Impfstoff auf den Markt gelangt. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) rechnet frühestens im ersten Quartal des Jahres 2021 mit einem Impfstoff gegen das Coronavirus. Bundeskanzlerin Angela Merkel zeigte sich beim EU-Gipfel ein wenig zuversichtlicher bezüglich eines Termins.

Angela Merkel glaubt an baldige Impfungen gegen Coronavirus

Sie glaubt, dass es bereits am Jahresende oder „sehr schnell nach der Jahreswende“ einen Impfstoff geben könnte. Laut EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen könnten die Impfstoffe von Biontec/Pfizer und Moderna schon in der zweiten Dezemberhälfte eine bedingte Marktzulassung bekommen. Sobald der Bund die nötigen Impfstoffe kauft, sind die Bundesländer für den logistischen Teil verantwortlich.

Fünf Impfzentren sollen im Münsterland errichtet werden.

Für NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann werde das massenhafte impfen im kommenden Jahr eine „Mammutaufgabe“. Wie viele Impfzentren genau es in NRW letztlich geben wird, konnte der CDU-Politiker noch nicht sagen. „Ich werde nicht in jedem Dorf ein Impfzentrum machen können“, kündigte er jedoch bereits an. Zudem solle es bundesweite Regeln geben, welche Personengruppen zuerst geimpft werden sollen. Erwartet wird, dass zunächst Menschen aus Risikogruppen Zugang zu Impfungen erhalten werden. An der Halle Münsterland in Münster könnten sich also schon bald lange Schlangen bilden.

Rubriklistenbild: © Andre Lucas/dpa

Kommentare