Berechtigung erweitert

Impfzentrum Münster: Diese Personen bekommen jetzt ihre Impfung

Eine neue Bevölkerungsgruppe ist jetzt berechtigt, sich im Impfzentrum Münster gegen das Coronavirus immunisieren zu lassen. Grund dafür sind übrigebliebene Dosen.

Update: 30. März. Das Gesundheitsministerium des Landes NRW hat die Kreise und Kommunen darum gebeten, übriggebliebene Impfdosen, die bislang noch nicht verabreicht wurden, für die Versorgung weiterer Personen zu verwenden. „Das Land reagiert schnell und unbürokratisch auf die Meldung zahlreicher Kommunen, dass sie freie Terminkapazitäten haben. Wir stellen hiermit klar: Die Kommunen haben die Beinfreiheit, vorhandene Impfkapazitäten auch zu nutzen. Wir wollen Strecke machen“, sagte dazu Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann.

Die Impfdosen sollen möglichst an Menschen mit Vorerkrankungen verabreicht werden. Der Nachweis zur Impfberechtigung erfolgt dabei ein ärztliches Attest. Laumann bezeichnet die Priorisierung als „richtig und notwendig, weil sie im Infektionsfall ein besonders hohes Risiko für schwere Krankheitsverläufe haben“. Für den ersten Jahrgang der über 70-Jährigen werden daher auch in Münster ab dem 6. April (Dienstag) landesweit die Terminvereinbarungssysteme der Kassenärztlichen Vereinigungen freigeschaltet (online sowie telefonisch unter 116 117).

Einladungen sowie Buchungsmöglichkeiten für eine Impfung am Impfzentrum Münster wird jahrgangsweise erfolgen – beginnend mit den 79-Jährigen. Sobald genügend Vakzine zur Verfügung stehen, bislang sind in der EU vier Impfstoffe zugelassen, werden weitere Geburtsjahrgänge zur Impfung gegen das Coronavirus eingeladen. Bund und Länder hoffen, dass nach Ostern weitaus mehr Impfstoff zur Verfügung steht. Die ersten Impftermine werden ab dem 8. April vergeben und die Berechtigten über die Stadtverwaltung Münster benachrichtigt.

Impfzentrum Münster: Diese Personen werden ab sofort priorisiert

Erstmeldung: 3. März. Münster – Die Gruppe der impfberechtigten Personen ist landesweit vergrößert worden. Nun dürfen sich auch Personen gegen das Coronavirus impfen lassen, die von ihrem Arbeitgeber eine entsprechende Bescheinigung über die Notwendigkeit der Maßnahme vorweisen können. Das gilt auch für das Impfzentrum in Münster.

StadtMünster
Bevölkerung313.000
BundeslandNRW

Diese Menschen in Münster sind zur priorisierten Impfung berechtigt

Zu den nun impfberechtigten Berufsgruppen zählen Menschen, die in der medizinischen Betreuung arbeiten, Pflegepersonal in Altenheimen, Personal in Wohngemeinschaften oder Demenz-WGs, Mitarbeiter von Hospizen, Personal des Gesundheitsamtes sowie Angestellte in Impf- oder Testzentren. Ab kommendem Montag (8. März) ist auch Personal in Kindertagesstätten in Münster zur priorisierten Impfung berechtigt.

Wichtig zu beachten ist jedoch, dass am Impfzentrum in Münster jene Menschen abgewiesen werden, die noch nicht zur Immunisierung berechtigt sind. Bei der Anmeldung muss ein Nachweis in Form einer Bescheinigung des Arbeitgebers vorgewiesen werden, der deutlich zu erkennen gibt, dass die Person priorisiert geimpft werden muss. Nach Ostern sollen die Corona-Impfungen beim Hausarzt möglich sein.

Impfzentrum Münster bittet um Terminvereinbarung nur im Priorisierungsfall

Da es immer wieder vorgekommen ist, dass Menschen einen Impftermin über das Online-Portal der Stadt Münster vereinbart haben und sich dann bei der Anmeldung herausstellte, dass die Person noch keine Berechtigung hat, appellieren die Verantwortlichen jetzt an die Bevölkerung „im Sinne des Miteinanders“. Die Termine, die abgewiesen werden müssen, bedeuten, dass in dieser Zeit kein Patient mit tatsächlicher Berechtigung geimpft werden kann.

Weiterhin gilt: Menschen über 80 Jahren erhalten den mRNA-Impfstoff des Pharma-Herstellers Biontech und Pfizer. Alle anderen Patienten werden mit dem Serum von AstraZeneca geimpft. In Münster sind bereits rund 20.000 Personen immunisiert – das entspricht sechs Prozent der Stadtbevölkerung.

Ein Arzt nimmt eine Corona-Impfung vor.

Corona: So vereinbaren Sie einen Termin im Impfzentrum Münster

Menschen über 80 Jahre, die einen Impftermin in Münster ausmachen möchte, können das über die KVWL-Hotline (0800/116 117 02) oder über die Website www.116117.de tun. Berufsbedingte Gruppen melden sich über eine gesonderte Website für einen Impftermin an. Zu Beginn der Impfungen in Münster hatte es ein Chaos bei der Terminvergabe gegeben.

Rubriklistenbild: © Jens Büttner/dpa

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