Festgelegte Regeln

Coronavirus in Münster: Was passiert bei einer Infektion in der Schule oder Kita?

Schulen und Kitas sind vom derzeitigen Lockdown ausgeschlossen. Doch auch sie müssen im Falle von Infektionen reagieren. Wir erklären, wie die Stadt Münster dabei verfährt.

Münster – Mit derzeit 452 Coronavirus-Infektion befindet sich die Stadt Münster noch immer mitten in der zweiten Welle. Zwischen Freitag (13. November) und Montag (16. November) wurden 108 neue bestätigte Fälle vom Gesundheitsamt gemeldet. Seit Beginn des Monats befindet sich auch die Domstadt im sogenannten „Wellenbrecher-Lockdown“, der von der Bundesregierung verhängt wurde.

Betroffen sind dabei vor allem Gaststätten, die während des Lockdowns schließen müssen – sofern sie keine Speisen außer Haus liefern oder anbieten. Der Schulunterricht geht hingegen unter strengen Corona-Regeln weiter. Auch Kitas haben weiterhin ihre Türen geöffnet – damit soll vor allem arbeitenden Eltern unter die Arme gegriffen werden. Doch auch in Schulen und Kindergärten kommt es immer wieder zu Infektionen. Die Stadt Münster hat für diese Fälle klare Vorgehensweisen formuliert.

StadtMünster
Einwohner315.293
BundeslandNRW

Corona-Infektion an Schule oder Kita in Münster? Diese Schritte sind danach nötig

Sollte ein Kind in einer Schule oder einer Kita mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infiziert sein, erfolgt zunächst die Rücksprache zwischen der betroffenen Einrichtung und einer Ärztin des Gesundheitsamtes Münster, die die Lage gemeinsam einschätzen und sondieren. Im Anschluss wird vom Gesundheitsamt eine Mail mit der Bitte, die Eltern des betroffenen Kindes zu kontaktieren, an die Einrichtung geschickt.

Darin werden auch die Informationen für die bevorstehende Quarantäne für das infizierte Kind und den betroffenen Haushalt mitgeteilt. Eine endgültige Ordnungsverfügung wird anschließend per Post vom Ordnungsamt zugestellt. Aktuell wird bei einem bestätigten Infektionsfall an einer Grundschule oder in einer Kita die gesamte Klasse in Quarantäne gesetzt. Bei weiterführenden Schulen werden nur die nächsten Kontaktpersonen der Infizierten informiert. Im vergangenen Sommer musste eine Hauptschule in Münster noch den kompletten Unterricht nach mehreren Infektionsfällen einstellen.

Coronavirus in Münster: Stadt weist auf Hygieneregeln hin

„Kinder müssen in Quarantäne, wenn sie engen Kontakt zu einer Person mit positivem Corona-Test hatten“, teilt die Stadt Münster mit – auch wenn zu diesem Zeitpunkt noch nicht bestimmt werden kann, ob es zu einer Ansteckung kam. Es kann bis zu 14 Tage dauern, bis eine Infizierung eintritt. Alle andere Personen des Haushaltes sind von der Quarantäne jedoch nicht betroffen.

Darüber hinaus weist die Stadtverwaltung aus Münster darauf hin, sich an die gängigen Regeln zum Hygiene- und Infektionsschutz zu halten. „Beim Husten und Niesen Abstand zu anderen halten und wegdrehen; Halten der Armbeuge vor Mund und Nase oder Benutzung eines Taschentuchs, das sofort entsorgt wird.“ Dazu gehört auch das regelmäßige Händewaschen sowie das Berühren von Augen, Nase und Mund möglichst zu vermeiden.

Für Schulen und Kitas gelten zu Corona-Zeiten besondere Regeln.

Die Domstadt hat es im Vergleich zu anderen Regionen im Münsterland noch glimpflich getroffen, was die Infektionsrate innerhalb der sogenannten „zweiten Welle“ betrifft. So ist der Inzidenzwert derzeit in einigen Städten im Umland doppelt so hoch wie in Münster.

Rubriklistenbild: © Felix Kästle/dpa

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