Coronavirus-Maßnahmen

Hochzeit, Geburtstag, Kulturveranstaltungen: Neue Lockerungen ab Mittwoch

Ein weiterer Schritt in Richtung Normalität: Ab Mittwoch werden in NRW neue Lockerungen vorgenommen. Die aktualisierte Coronaschutzverordnung ändert auch die Einreisebestimmungen.

  • Das Land NRW hat die Coronaschutzverordnung aktualisiert.
  • Ab Mittwoch gibt es neue Lockerungen.
  • Derweil hat es zwei Neuinfektionen in Münster gegeben.

Münster – In kleinen Schritten gewährt die Politik den Bürgern während der noch immer andauernden Coronavirus-Pandemie weitere Freiheiten. Das Land NRW hat seine Coronaschutzverordnung neu geregelt. Die Änderungen gelten ab kommendem Mittwoch (15. Juli).

Für Feste mit besonderem Anlass, also zum Beispiel Hochzeiten, Taufen und Geburtstage, dürfen ab Mittwoch bis zu 150 Personen gemeinsam feiern. Bislang waren durch die zuvor getätigten Lockerungen nur 50 Gäste erlaubt. Auch für Kulturveranstaltungen, von denen es in Münster vor der Pandemie noch eine Menge gab, gibt es neue Regelungen.

Münster
Einwohner310.039 (2016)
Corona-Infektionen736


In NRW steht in diesem Jahr die Kommunalwahl 2020 auf dem Programm: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn besuchte am Montagabend (31. August) die Stadt Münster, machte deutlich, dass er in der Corona-Pandemie kein Spaßverderber sein wolle und fand deutliche Worte bezüglich eines zweiten großen Lockdowns.  

Coronavirus in Münster (NRW): Kulturveranstaltungen mit 300 Gästen erlaubt

Sollte für solche Events ein schlüssiges Hygienekonzept vorgelegt werden, sind bis zu 300 Gäste erlaubt. "Die Personenbegrenzung beim Kontaktsport in der Halle wird von zehn auf 30 Personen erhöht. Auch die zulässige Zuschauerzahl wird von 100 auf 300 erhöht", teilt das Land NRW mit. In diesem Rahmen wurde auch beschlossen, dass wegen des Coronavirus die Maskenpflicht in Münster und landesweit bis zum 11. August verlängert wird.

Änderungen gibt es zudem auch bei der Einreise von Beschäftigten aus "kritischen Infrastrukturen": Wer seinen Sommerurlaub in einem Risikogebiet verbracht hat, wird nun nicht mehr von der Quarantänepflicht ausgenommen. Damit soll dem Umstand Rechnung getragen werden, dass es reichlich Testmöglichkeiten für das Coronavirus Sars-CoV-2 gibt. Erst nach einem negativen Test können Urlaubsrückkehrer aus Risikogebieten die Quarantäne verlassen.

Bis zu 150 Hochzeitsgäste sind in NRW wieder erlaubt.

Coronavirus: Zwei Neuinfektionen in Münster

Derweil hat es in Münster zwei weitere Neuinfektionen mit dem Coronavirus gegeben, wie die Stadt mitteilt. Die Zahl der aktuell erkrankten Personen steigt in der Domstadt demnach auf vier an. Insgesamt gab es seit Anfang März 736 betätigte Fälle. 13 Münsteraner, die zuvor mit Sars-CoV-2 infiziert waren, sind bislang gestorben.

Gesundheitsminister Jens Spahn warnte derweil vor einer zweiten Corona-Welle in Deutschland. Die Bilder von der spanischen Insel Mallorca, auf der auch viele deutsche Urlauber feierten, ohne auf Hygienemaßnahmen zu achten, kritisierte der CDU-Politiker. "Die meisten wissen, dass Gruppenreisen zum Ballermann, dass Großveranstaltungen, dass Umarmen zur Begrüßung oder das Einkaufen ohne Maske momentan keine guten Ideen sind."  

Für Aufruhr sorgte der Corona-Ausbruch im Kreis Gütersloh beim Fleischbetrieb Tönnies, auf den auch die Stadt Münster mit verschärften Schutzmaßnahmen für die Bürger aus dem Gebiet reagierte. Nun wurde der Betrieb einer Tochterfirma in Gütersloh wieder aufgenommen. Derweil steigt die Zahl der Infektionen wieder an: In Münster sind so viele Menschen mit dem Coronavirus infiziert wie seit Mitte Juni nicht mehr.

Die Landesregierung hat nun weitere Maßnahmen ergriffen: An allen Schulen in NRW und Münster gilt wegen des Coronavirus die Maskenpflicht. Im ganzen Land herrscht derzeit tropische Hitze: Aufgrund dessen wird an Schulen in NRW und Münster eine neue Regelung für Hitzefrei gefordert.

Der Trend ist positiv: Die Anzahl Coronavirus-Infektionen geht in Münster wieder zurück. Dennoch warnt die Stadt davor, die Regeln zu missachten.

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa

Auch interessant

Kommentare