Covid-19

Nach Corona-Ausbruch im Kreis Gütersloh: Maskenpflicht in NRW verlängert

Die aktuellen Coronavirus-Maßnahmen sollten ursprünglich bis Anfang Juli gelten. Doch nach dem Coronavirus-Ausbruch bei Tönnies und dessen Folgen, hat die NRW-Regierung die Maßnahmen nun verlängert.

  • Die Schutzmaßnahmen gegen das Coronavirus wurden in Teilen NRWs verschärft.
  • Ursprünglich sollten diese bis Ende Juni gelten.
  • In Münster sind derzeit noch vier Personen an Covid-19 erkrankt.

Münster/NRW – Das Tragen der Gesichtsmaske ist in Deutschland mittlerweile zum Alltag geworden. Aufgrund der Coronavirus-Pandemie wurde bundesweit das Tragen eines Mundschutzes in geschlossenen Räumen wie Geschäfte und Busse zur Pflicht. Dadurch sollte die Ausbreitung von Sars-CoV-2 verlangsamt werden.

Münster
Höhe 60 Meter
Fläche302,9 Quadratkilometer
Einwohner310.039 (2016)
OberbürgermeisterMarkus Lewe (CDU)

Coronavirus-Ausbruch bei Tönnies hatte Einfluss auf Münster

Der Kampf gegen das Coronavirus erhielt jüngst einen herben Dämpfer, als beim Tönnies-Schlachtbetrieb im Kreis Gütersloh zahlreiche Mitarbeiter an Covid-19 erkrankten. Für die Region wurde schließlich der Lockdown von Armin Laschet, Ministerpräsident von NRW, ausgerufen. 

Betroffen war auch der Kreis Warendorf, in dem viele Tönnies-Mitarbeiter leben. Auch dort ordnete Laschet den erneuten Lockdown an, um das Coronavirus nicht wieder unkontrolliert ausbreiten zu lassen. Die verschärften Maßnahmen im Kreis Warendorf gelten bis einschließlich Dienstag (30. Juni). Auch die Stadt Münster reagierte auf die Situation in der Region.

Jüngst steht der Fleischproduzent aus dem Kreis Gütersloh erneut in der Kritik: Tönnies lagerte offenbar Fleisch in einem von Ratten verseuchten Lagerhaus in Dissen

Coronavirus: Maskenpflicht in NRW und Münster gilt bis 15. Juli

Für Personen aus den Kreisen Gütersloh und Warendorf, die nach Münster reisten, wurde auch im öffentlichen Raum eine Maskenpflicht ausgesprochen. Aufgrund des Ausbruchs in den Kreisen wurden nun landesweit die Corona-Maßnahmen verlängert. Ursprünglich sollte unter anderem die Maskenpflicht in NRW bis zum 30. Juni gelten. Die Landesregierung hat diese nun um weitere zwei Wochen verlängert.

Dies teilten Vertreter der Landesregierung am Montag (29. Juni) in Düsseldorf mit. Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) bewertet die derzeitige Situation in NRW rund um das Coronavirus jedoch positiv. Die Lage sei so gut "wie es sich vor Wochen keiner vorstellen konnte". Auch in Münster konnte das Coronavirus Sars-Cov-2 weitestgehend unter Kontrolle gebracht werden.

Mindestens bis zum 15. Juli gilt in NRW die Maskenpflicht.

Die Stadt Münster zählt derzeit nur noch vier akute Covid-19-Erkrankungen. Seit Anfang März haben sich in der Domstadt 732 Personen mit dem Coronavirus infiziert. 13 Patienten, die zuvor mit Sars-Cov-2 infiziert waren, sind seitdem gestorben. Anfang Juli gelang einem Expertenteam in Ostwestfalen-Lippe nun bei der Bekämpfung des Erregers SARS-CoV-2 ein Erfolg: In Bielefeld (NRW) haben Forscher der Universität einen neuen Corona-Schnelltest entwickelt, der bereits nach 16 Minuten ein Ergebnis bringen soll.

"Die Pandemie ist nicht vorbei", erklärte NRW-Gesundheitsminister Laumann. Daher wurde die auch in Münster geltende Maskenpflicht im Kampf gegen das Coronavirus verlängert. Dafür wird es einige Lockerungen geben: So dürfen in NRW und Münster ab sofort mehr Gäste zu bestimmten Veranstaltungen.

Diese Woche wurde eine Corona-Maßnahme geändert: Schüler in Münster und NRW müssen ab sofort keine Maske mehr im Unterricht tragen.

Rubriklistenbild: © Ole Spata/dpa

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