Covid-19

"Die Pandemie ist nicht vorbei": Maskenpflicht nochmals verlängert

Der Kampf gegen das Coronavirus geht weiter: Auch wenn es aufgrund positiver Entwicklungen in Deutschland einige Lockerungen gegeben hatte, hält NRW weiter an der Maskenpflicht fest.

  • Das Land NRW hat Änderungen der Coronaschutzverordnungen vorgenommen.
  • Die Maskenpflicht bleibt jedoch weiter bestehen.
  • In Münster bittet die Sputnikhalle derweil um Spenden.

Münster – Seit März dieses Jahres hat sich nicht nur in Deutschland das Leben weitreichend verändert. Der Ausbruch der Coronavirus-Pandemie hat das öffentliche und private Leben auf den Kopf gestellt. Knapp 200.000 Personen sind bundesweit bislang an Covid-19 erkrankt – etwa 45.000 davon in NRW.

In den vergangenen Wochen wurde das öffentliche Leben in Deutschland schrittweise wieder hochgefahren. Anders als in den USA, die derzeit mit Rekordinfektionen zu kämpfen haben, konnte das Coronavirus Sars-CoV-2 auch in Münster durch gezielte Maßnahmen eingeschränkt werden.

Münster
Einwohner310.039 (2016)
OberbürgermeisterMarkus Lewe (CDU)

Münster: Maskenpflicht gilt landesweit bis zum 11. August

Das Land NRW hat die Maskenpflicht, die landesweit und in Münster bis zum 15. Juli gelten sollte, erneut bis zum 11. August verlängert. "Die nach wie vor positive landesweite Entwicklung der Zahlen eröffnet uns kleinere Spielräume, die wir für mehr Freiheiten verantwortungsvoll nutzen wollen. Wir dürfen aber nicht vergessen: Die Pandemie ist nicht vorbei und wir müssen weiter sehr wachsam und verantwortungsvoll sein", begründet Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann die Maßnahme gegen das Coronavirus.

Demnach sei neben dem Einhalten der Abstandsregel auch das Tragen des Mund- und Gesichtsschutzes weiterhin unabdingbar. In Münster gab es seit Ausbruch des Coronavirus 734 bestätigte Infektionen. Derzeit gelten nur noch zwei Personen als erkrankt. Derweil werden in der Coronaschutzverordnung auch die Personengrenzen für Veranstaltungen erhöht.

Auch weiterhin gilt die Gesichtsmaske als wichtiges Mittel im Kampf gegen das Coronavirus.

Laumann, Minister für Gesundheit, Arbeit und Soziales im Land NRW hatte erst kürzlich wie viele weitere Politiker aus ganz Deutschland scharfe Kritik an Schlachthofbetreiber Clemens Tönnies im Kreis Gütersloh geübt*, weil sich dieser die Lohnkosten seiner Mitarbeiter während der Schließung durch den Coronavirus-Ausbruch erstatten lassen wollte, wie owl24.de berichtet.

Coronavirus: Sputnikhalle Münster kämpft ums Überleben

"Das betrifft vor allem Feste aus besonderem Anlass, insbesondere Hochzeiten, die bei Sicherstellung der Kontaktnachverfolgung der Teilnehmenden nun mit bis zu 150 Personen gefeiert werden dürfen", teilt das Land NRW mit. Andere Kulturveranstaltungen dürfen nun bis zu 300 Personen einladen, solange die Hygienebestimmungen eingehalten werden. Dies könnte auch einigen Einrichtungen in Münster zugutekommen. 

Die Inhaber der Sputnikhalle am Hawerkamp in Münster haben um Hilfe aus der Bevölkerung gebeten. "Wir haben bis jetzt versucht, ohne einen Spendenaufruf klar zu kommen, aber jetzt merken wir das es langsam aber sicher eng wird." Aufgrund des Veranstaltungsverbots durch das Coronavirus blieb die Konzerthalle seit März unbesucht.

Seit der Coronakrise kämpfen viele Unternehmen um ihre Existenz. Unter anderem hatte das Café Issel in Münster mit den Folgen des Coronavirus zu kämpfen. Derweil steigt die Zahl der Infektionen wieder an: In Münster sind so viele Menschen mit dem Coronavirus infiziert wie seit Mitte Juni nicht mehr.

Die Landesregierung hat nun weitere Maßnahmen ergriffen: An allen Schulen in NRW und Münster gilt wegen des Coronavirus die Maskenpflicht.

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa

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