Online-Tool

Schnell einen Termin für Corona-Impfung bekommen: So ist es möglich

Viele Menschen warten noch auf ihre Corona-Impfung. Eine neue Plattform will die Wartezeit für Impfwillige nun verkürzen.

Münster – Nach dem schleppenden Impfstart in Deutschland geht es mittlerweile voran. Knapp ein Drittel aller Bundesbürger haben bereits mindestens eine Impfung gegen das Coronavirus erhalten. Und einmal mehr ist Münster Vorreiter für den Bund: In der Domstadt hatten bis Freitag (7. Mai) schon über 43 Prozent der Menschen mindestens eine Dosis verabreicht bekommen.

Zudem wurde vergangene Woche der Impfstoff von Astrazeneca für alle Altersgruppen freigegeben. In Münster kann sich theoretisch jeder Interessierte für eine Astrazeneca-Impfung bei seinem Hausarzt anmelden. Um das Warten auf einen Impftermin zu verkürzen, wurde in der vergangenen Woche eine neue Plattform ins Leben gerufen.

StadtMünster
Einwohner313.000
Mindestens einmal gegen Corona geimpft136.000 Menschen (Stand: 7. Mai)

Münster: Online-Tool soll schnellen Impftermin ermöglichen

Der Münchner Johannes Gerster hat mit sieben weiteren Unternehmerinnen und Unternehmern die Plattform sofort-impfen.de geschaffen, die ein Ziel hat: Das Impftempo in Deutschland zu beschleunigen und somit einen schnelleren Weg aus der Pandemie zu finden. Dort soll jedem, der eine Corona-Impfung möchte, ermöglicht werden, so schnell wie möglich einen Termin zu bekommen – zum Beispiel bei seinem Hausarzt in Münster.

Und so funktioniert‘s: Impfwillige und Ärzte können sich auf der Plattform mit ihrer jeweiligen Postleitzahl sowie ihrer E-Mail-Adresse registrieren. Weitere Daten müssen nicht angegeben werden. Sobald ein Arzt in Münster oder deutschlandweit Impfdosen übrig hat, können sie sich mit den registrierten Impfwilligen vernetzen. Diese erhalten dann eine E-Mail, dass in ihrer Nähe ein Impftermin frei ist* sowie mit der Info, welcher Impfstoff verfügbar ist. Anschließend kann ein Wunschtermin ausgewählt werden.

Impftermine sollen auch in Münster schneller zu bekommen sein

Hat der Impfling seinen Termin beim Hausarzt in Münster wahrgenommen, erhält er vor Ort die notwendigen Informationen zu seiner Zweitimpfung. Der Ansturm auf das neue Impf-Portal scheint gewaltig zu sein. Mehrere Tausend Neuanmeldungen werden pro Stunde registriert. Ab Ende kommender Woche rechnen die Entwickler damit, dass sie Impfwillige und Hausärzte zusammenbringen können.

Knapp ein Drittel der Bundesbürger sind bereits gegen Corona geimpft. (Symbolbild)

Vergangene Woche wurde beschlossen, dass die Prio-Gruppe 3 ein Impfangebot bekommt. Darunter zählen unter anderem Angestellte des Lebensmittelhandels sowie Polizisten und Apotheker. (*ruhr24 ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.)

Rubriklistenbild: © Arne Dedert/dpa

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