Markt-Regeln

Corona-Lockdown in Münster: Neue Maßnahmen auf dem Wochenmarkt

Auf einer Pressekonferenz gaben OB Markus Lewe und Krisenstabsleiter Wolfgang Heuer neue Corona-Regeln für den Wochenmarkt in Münster bekannt.

Münster – Die Corona-Regeln auf dem Wochenmarkt in Münster werden noch einmal verschärft. Dies kündigte die Stadt am Mittwoch (4. November) an: „Vor dem Hintergrund der zweiten Coronawelle und der damit verbundenen Notwendigkeit für weitere Schutzmaßnahmen wird der Wochenmarkt in Münster wieder entzerrt.“

Die neuen Regelungen, die Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe (CDU) gemeinsam mit Krisenstabsleiter Wolfgang Heuer erstmals auf einer Pressekonferenz am Dienstag (3. November) verkündete, betreffen vor allem die Verzehrstände auf dem Wochenmarkt in Münster.

Stadt:Münster
Einwohner:315.293
Bundesland:NRW

Angespannte Corona-Lage: Neue Regeln für den Wochenmarkt in Münster

Demnach dürfen Betreiber von Verzehrständen auf dem Wochenmarkt in Münster keine Tische, Bänke und Pavillons mehr aufstellen. Dies sei entsprechend zu den Gastronomie-Schließungen beschlossen worden, die mit dem bundesweiten „Wellenbrecher-Lockdown“ am Montag (2. November) in Kraft getreten sind. Speisen und Getränke dürften jedoch weiterhin als To-Go-Angebot verkauft werden.

Die frei gewordenen Flächen würden außerdem dazu genutzt werden, den Abstand zwischen den Ständen zu vergrößern. „Eine Ausdehnung auf den Prinzipalmarkt ist daher nicht erforderlich. Der Domplatz und der angrenzende Parkplatz bieten genügend Freiraum für die Wochenmarktstände“, so Wolfgang Heuer, Krisenstabsleiter in Münster. Bereits im Mai dieses Jahres, in der ersten Pandemie-Welle, waren strengere Corona-Regeln für den Wochenmarkt in Münster eingeführt worden.

Corona-Lage in Münster: Lewe will Handlungsspielräume nutzen

Zwar ist derzeit bundesweit die Gastronomie durch den Lockdown zwangsweise geschlossen. Dennoch sieht OB Markus Lewe Handlungsspielräume, um Möglichkeiten für gastronomische Betriebe in Münster zu schaffen: „Vor uns liegen sehr schwierige Wochen. Trotzdem wollen wir weiterhin alles möglich machen, was der Pandemiebekämpfung nicht widerspricht“, wie zum Beispiel der To-Go-Verkauf von Speisen auf dem Wochenmarkt.

Münster gehört zu den lebenswertesten Städten in Europa. Das muss auch während der Pandemie so bleiben.

Markus Lewe, OB von Münster

Zur gleichen Zeit hatte sich Markus Lewe angesichts der ernsten Corona-Lage in Münster mit einem emotionalen Appell an die Bürger von Münster gewandt. Krisenstabsleiter Heuer zeigte sich optimistisch, dass die Kontaktreduzierungen in zwei bis drei Wochen Wirkung zeigen würden. Er ruft die Bürger dazu auf, weiterhin auf nicht notwendige Kontakte zu verzichten, um Münster gut durch die Corona-Krise zu bringen. „Mit einer solch starken Reaktion der Bevölkerung ist es machbar, die zweite Welle zu brechen und mit einer deutlich verbesserten Ausgangslage in den Winter zu gehen.“

Rubriklistenbild: © Fabian Sommer/dpa

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