Covid-19

Coronavirus: Zahlen in Münster gehen zurück – Stadt warnt vor Leichtsinn

Die Lage in Münster entspannt sich: Die Zahlen der Coronavirus-Infektionen gehen wieder zurück. Die Stadt gibt jedoch weiterhin keine Entwarnung im Kampf gegen die Pandemie.

  • Seit März grassiert das Coronavirus Sars-CoV-2 auch in Münster.
  • Die Maskenpflicht besteht in der Domstadt auch weiterhin.
  • 860 Covid-19-Patienten sind wieder gesund.

Münster – Der Trend sieht zumindest etwas positiv aus: In den vergangenen Tagen ist die Anzahl der Menschen, die mit dem Coronavirus infiziert sind, in der Domstadt wieder gesunken. Aktuell sind 39 Personen in Münster an Covid-19 erkrankt.

Noch vor einigen Tagen waren etwa doppelt so viele Personen in Münster mit dem Coronavirus infiziert. Solch einen hohen Wert hatte es zuletzt im Juni dieses Jahres gegeben. Dass die Zahl der Infektionen jüngst gesunken ist, hängt nach Einschätzung von Wolfgang Heuer, Krisenstabschef in Münster, mit der rückläufigen Reisetätigkeit der Menschen zusammen.

OrtMünster
Einwohner310.039 (2016)
OberbürgermeisterMarkus Lewe (CDU)

In NRW steht in diesem Jahr die Kommunalwahl 2020 auf dem Programm: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn besuchte am Montagabend (31. August) die Stadt Münster, machte deutlich, dass er in der Corona-Pandemie kein Spaßverderber sein wolle und fand deutliche Worte bezüglich eines zweiten großen Lockdowns.  

Coronavirus in Münster: Bewährungsprobe erst im Herbst

„Mit der Hauptreisezeit haben wir einen stärkeren Anstieg verzeichnet, jetzt neigt sich die Ferienzeit dem Ende zu und die Zahlen sinken wieder“, erklärte Heuer nach der 47. Sitzung des Krisenstabes in Münster. Gleichzeitig warnte er jedoch, den derzeit positiven Trend zum Anlass für leichtsinniges Verhalten bezüglich des Coronavirus zu nehmen. „Die echte Bewährungsprobe wird der Herbst sein. Dann halten die Menschen sich wieder ganz überwiegend in geschlossenen Räumen auf, was die Ausbreitung der Corona-Pandemie begünstigen wird."

Umso wichtiger sei es daher, die geltenden Regeln, unter anderem die Einhaltung der Maskenpflicht in Geschäften und öffentlichen Verkehrsmitteln, weiter zu beachten. Als negatives Beispiel dienten am vergangenen Wochenende knapp 100 Jugendliche, die an der Kanalbrücke in Münster ohne jegliche Abstandsregeln miteinander gefeiert hatten. Das Ordnungsamt kündigte daraufhin an, in dem Gebiet künftig strenger zu kontrollieren.

Stadt Münster gerüstet für neue Coronavirus-Welle

Sollte es in Münster zu einem erneut drastischen Anstieg von Coronavirus-Infektionen kommen, sieht sich die Stadt gerüstet. „Zu den wenigen Vorteilen der ersten Corona-Welle im Frühjahr gehört, dass wir jetzt wertvolle Erfahrungswerte haben“, betonte Wolfgang Heuer. Unter anderem gebe es einen ausreichenden Vorrat and Gesichtsmasken und Schutzkeidung.

Nachdem auch in Münster nach den Sommerferien die Schulen und Kitas mit Maskenpflicht wieder geöffnet hatten, mussten zwei Einrichtungen kurzzeitig wieder schließen. An zwei Kitas in Münster hatte es positive Coronavirus-Fälle gegeben. Zuletzt mussten im Geistviertel Kinder und Erzieher in Quarantäne geschickt werden.

Die Bundesregierung berät über weitere Maßnahmen: So wird es wegen des Coronavirus auch in Münster keine Großveranstaltungen in diesem Jahr mehr geben. Ein weiteres Fest droht derweil ins Wasser zu fallen: Wegen des Coronavirus steht der Weihnachtsmarkt in Münster auf der Kippe.

Rubriklistenbild: © Oliver Berg/dpa

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