Lebensgefahr

Großeinsatz am Bahnhof: Mann aus Münster klettert auf Kran

Baustelle mit Kran
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In luftiger Höhe harrt seit mehreren Stunden ein Mann aus Münster aus. (Symbolbild)

Seit einigen Stunden hält ein Mann aus Münster die Polizei in Düsseldorf in Atem: Er ist auf einen Kran vor dem Hauptbahnhof geklettert. Das Gebiet ist gesperrt.

  • Ein Mann aus Münster sorgt in Düsseldorf für einen Großeinsatz.
  • Er hat sich seit mehreren Stunden auf einem Kran vor dem Hauptbahnhof verschanzt.
  • Für einen ähnlichen Einsatz hatte er schon in der Domstadt gesorgt.

Düsseldorf/Münster – Ein Mann auf einem Kran beschäftigt seit Donnerstag (27. August) die Polizei in Düsseldorf. Er hatte sich auf einem Gerüst vor dem Hauptbahnhof in 60 Meter Höhe begeben und sich im Führerhäuschen des Krans verschanzt. Von dort aus meldete er sich bei der Polizei.

StadtMünster
Bevölkerung310.039
BundeslandNRW

Mann ist der Polizei bekannt – Kran-Aktion auch schon in Münster

Für einen Großeinsatz hatte der Mann bereits in der Domstadt gesorgt – mit einer ganz ähnlichen Aktion. Damals hatte er sich elf Stunden auf einem Kran am UKM in Münster aufgehalten und damit gedroht, sich herunterzustürzen. Geschultes Personal hatte es bei dem Einsatz im November 2018 nach langen Gesprächen geschafft, den Mann wieder auf den Boden zu holen. Er konnte anschließend in eine Psychiatrie eingewiesen werden.

In Düsseldorf sind derweil auch am Freitag (28. August) noch Polizei und Rettungskräfte vor Ort. Der Mann, der aus Münster stammt, hat die Nacht auf dem Kran am Hauptbahnhof verbracht. Er hat den Einsatzkräften gedroht, dass er sich etwas antun wolle.

Mann aus Münster klettert auf Kran: Großeinsatz vor Düsseldorfer Hauptbahnhof

Ebenso wie bei dem Einsatz in Münster mussten auch in Düsseldorf das Gebiet um den Kran herum abgesperrt werden. Busse wurden umgeleitet, wie die NRZ berichtet. Für andere Menschen bestehe jedoch keine Gefahr, wie ein Sprecher der Polizei bestätigte. Durch die weitläufige Sperrung soll verhindert werden, dass andere Personen dabei zusehen müssen, wie ein Mensch sich das Leben nimmt.

Die Polizei ist am Düsseldorfer Hauptbahnhof vor Ort. (Symbolbild)

Solange der Mann aus Münster noch auf dem Baugerät ausharrt, bleiben die Rettungskräfte vor Ort. Die Polizei geht davon aus, dass es ihm mit der lebensgefährlichen Aktion auf dem Kran vor allem um Aufmerksamkeit gehe – dennoch sind die Einsatzkräfte auf jede Eventualität vorbereitet. Einen ähnlichen Einsatz hatte es vor einigen Monaten gegeben: Als ein Mann in Münster drohte, von einem Gebäue am Bahnhof zu springen, musste das Gebiet weiträumig gesperrt werden.

Kürzlich war eine Überprüfung in der Domstadt außer Kontrolle geraten: Ein Mann hatte die Beamten mit einem Messer bedroht. Bei dem Einsatz in Münster sah sich ein Polizist gezwungen, auf ihn zu schießen.

Generell berichten wir nicht über Selbsttötungen, damit solche Fälle mögliche Nachahmer nicht ermutigen. Eine Berichterstattung findet nur dann statt, wenn die Umstände eine besondere öffentliche Aufmerksamkeit erfahren. Wenn Sie oder eine Ihnen bekannte Person unter einer existentiellen Lebenskrise oder Depression leiden, kontaktieren Sie bitte die Telefonseelsorge (0800/1 11 02 22). Hilfe bietet auch der Krisendienst der Domstadt (0251/51 90 05). Weitere Infos finden Sie auf der Webseite www.krisenhilfe-muenster.de.

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