Urteil

55-Jähriger vergewaltigt Ehefrau! Jetzt muss er ins Gefängnis

Ein 55-Jaehriger wurde vom Landgericht Münster wegen Vergewaltigung verurteilt. (Symbolbild)
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Ein 55-Jähriger wurde vom Landgericht Münster wegen Vergewaltigung verurteilt. (Symbolbild)

Zweimal soll ein 55-Jähriger seine Ehefrau vergewaltigt haben – er leugnete die Taten jedoch. Nun wurde der Mann am Landgericht Münster verurteilt.

  • Ein Mann aus Senden stand wegen Vergewaltigung vor dem Landgericht Münster
  • Er soll seine Ehefrau zum Sex gezwungen haben
  • Das Paar hatte sich zuvor bereits auseinandergelebt

Update: 21. Januar. Hat ein 55-Jähriger an einem Abend im Februar vergangenen Jahres seine eigene Ehefrau vergewaltigt? Diese Frage wurde am Landgericht Münster erörtert. Der Beschuldigte hatte in dem Prozess stets seine Unschuld beteuert. Es sei an dem besagten Tag in Senden (Kreis Coesfeld) zwar zum Sex gekommen, dieser sei jedoch einvernehmlich gewesen.

Seine Ehefrau, die in dem Prozess am Landgericht Münster als Nebenklägerin auftrat, widersprach dieser Theorie jedoch. Mehrmals habe sie ihrem Mann, von dem sie zu der Zeit getrennt lebte, zu verstehen gegeben, dass sie dies nicht wolle, als er über sie herfiel.

Am Montag (20. Januar) wurde nun das Urteil gesprochen. Der 55-Jährige wurde zu einer Haftstrafe von drei Jahren und neun Monaten verurteilt. Die Richter am Landgericht Münster sahen es als erwiesen an, dass der Mann seine Frau vergewaltigt hat und sahen kein Motiv der Nebenklägerin darin, ihren Mann zu Unrecht zu belasten. Die Verteidigung des Angeklagten hatte zuvor auf Freispruch plädiert.

Vor dem Landgericht Bielefeld wird derzeit dieser Fall behandelt: Ein Mann aus Sassenberg soll seine Nichte und seinen Neffen sexuell missbraucht haben. Die Taten filmte er sogar.

Münster: Vergewaltigte er seine Ehefrau? 55-Jähriger vor Gericht

Erstmeldung: 14. Januar. Münster – Ihre Liebesgeschichte klingt, als sei sie einem Roman entsprungen: Sie lernten sich am Strand kennen. Sie verkaufte dort Luftballons, er war im Urlaub. Die beiden verliebten sich und heirateten. Doch dann nimmt die Geschichte eine drastische Wendung: Rund zehn Jahre später stehen sie vor Gericht. Eine 40-Jährige beschuldigt ihren 55 Jahre alten Ehemann, sie vergewaltigt zu haben. 

Prozess in Münster: Ehepaar erzählt unterschiedliche Versionen

Der Prozess am Landgericht in Münster begann am Montag (13. Januar). Das Ehepaar aus Senden hat die zur Diskussion stehenden Situationen offenbar unterschiedlich wahrgenommen. Zweimal sei die 40-Jährige an dem Abend von ihrem Mann missbraucht worden. Sie habe deutlich gemacht, dass sie keinen Sex wolle. Eine ähnliche Situation musste kürzlich eine weitere Frau durchleben: Die Mutter aus Greven wurde von ihrem eigenen Ehemann im Urlaub missbraucht

Der Angeklagte schildert jedoch vor dem Gericht in Münster eine andere Version: Seine Frau habe am betreffenden Abend keine Einwände gegen den Geschlechtsverkehr erhoben. Welcher der beiden Erzählweisen der Richter Glauben schenkt, konnte am ersten Verhandlungstag noch nicht geklärt werden. 

Vergewaltigungsvorwurf vor Gericht in Münster: Paar lebte sich auseinander

Übereinstimmend ist jedoch der Bericht vom Verlauf der Beziehung: Die Ehe sei glücklich gewesen – bis vor etwa zwei Jahren. Da habe seine Frau sich stark verändert, sei plötzlich verschlossen gewesen und war selten zuhause, wie der Angeklagte beim Prozess in Münster erzählt. 

Ein neuer Kleidungsstil und viel Bargeld ließen den 55-Jährigen annehmen, dass seine Angetraute sich inzwischen prostituiere. Wie der Angeklagte aus Senden vor dem Gericht in Münster zugab, überwachte er  die 40-Jährige mithilfe von Apps, dies half jedoch nicht mehr beim Retten der Ehe. Das Paar hatte sich nach Streitigkeiten über den Hausbau auseinandergelebt. 

Prozess am Landgericht in Münster noch nicht beendet

Die Frau erzählt hingegen davon, dass sie tagelang von Zuhause fernblieb, weil sie sich in der Beziehung nicht mehr wohlgefühlt habe. Stattdessen sei sie zum Sport gegangen oder habe ihre Freunde besucht. Als es im Februar 2019 zu der zweifachen Vergewaltigung im gemeinsamen Haus kam, war für die 40-jährige Nebenklägerin, die keinen Antrag auf Schmerzensgeld gestellt hat, die Ehe schon längst zerstört. Der Prozess in Münster wird fortgeführt. 

In einem ähnlichen Prozess kam es vor wenigen Monaten zu einer Verurteilung: Nachdem ein Mann aus Warendorf seine Ex-Frau vergewaltigt hatte, wurde er zu einer Geldstrafe verurteilt. Ein anderer Prozess startete kürzlich gegen einen Studenten: Dem Mann aus Münster wird vorgeworfen, mehrere Kinder in einem Feriencamp missbraucht zu haben. Er soll die Jungen später auch zur Aufnahme von freizügigen Fotos gedrängt haben. 

Vor dem Landgericht wird derzeit auch dieser Fall behandelt: Ein Paar aus Lüdinghausen soll die eigene Tochter schwer missbraucht haben. Auch in diesem Fall wurde ein Urteil gesprochen: Eine Frau aus Steinfurt verabreichte ihrer Tochter Methadon. Jetzt muss sie ins Gefängnis.

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