Bei Bauarbeiten

Bombe mit Lkw angeliefert: So kam es zur Explosion am Kanal

Am Kanal in Münster kommt es plötzlich zu einer Explosion: Eine 75 Kilo schwere Bombe wird bei Bauarbeiten angesägt – und geht hoch.

  • In Münster kam es am Dienstag zu einer Explosion.
  • Feuerwehr, Sanitäter und Bombenentschärfer waren im Einsatz.
  • Nun sind erste Details bekannt.

Update: 10. September. Inzwischen gibt es weitere Informationen zum Hintergrund der Explosion am Hessenweg. Bei Bauarbeiten auf einem Grundstück der Westfalen AG in Münster war dort ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg detoniert. Wie sich nun herausstellte, hatte sich die Bombe zuvor nicht im Boden verborgen.

Stattdessen war die Fliegerbombe in einem Erdhaufen verborgen, der für die Bauarbeiten angeliefert worden war. Nun soll geklärt werden, wie es dazu kommen konnte. Die Rückverfolgung des Blindgängers ist auch daher wichtig, um zu klären, wer für die Explosion in Münster haftet. Dabei war ein hoher Sachschaden entstanden. Menschen sind jedoch nicht verletzt worden.

Zu einer solchen Explosion ist es in Münster noch nie zuvor gekommen. In der Domstadt konnten Fachleute bislang immer dafür sorgen, dass Blindgänger rechtzeitig entschärft werden konnten, wenn sie bei Bauarbeiten entdeckt wurden. Glücklicherweise hatte sich die Fliegerbombe am Hessenweg bereits unter einer einen Meter dicken Erdschicht befunden, bevor sie explodierte. Deshalb kamen keine Menschen zu Schaden.

75-Kilo-Bombe bei Bauerbeiten am Kanal in Münster explodiert

Update: 9. September. Nach der Explosion am Dienstagnachmittag (8. September) am Hessenweg in Münster sind nun erste Details bekannt. Wie die Stadt Münster mitteilt, war bei Fräsarbeiten ein Kampfmittel explodiert. Der dazu gerufene Kampfmittelbeseitigungsdienst identifizierte das Objekt als eine amerikanische 75 Kilo schwere Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg die mit einem Doppelzünder versehen war. Bei der Explosion hätten sich Teile der Bombe in einem weiten Umkreis um die Baustelle verteilt.

Menschen wurden bei der Detonation nicht verletzt, es entstand jedoch „ein Sachschaden in unbekannter Höhe", wie die Stadt Münster weiter berichtet. „Glücklicherweise ist niemand verletzt worden,“ kommentiert auch Ordnungsdezernent Wolfgang Heuer den Vorfall am Hessenweg am Kanal „Die Explosion bestätigt allerdings eindringlich die Gefährlichkeit von verborgenen Kampfmitteln. Die umfangreichen Sicherheitsvorkehrungen bei der geplanten Entschärfung von möglichen Blindgängern am 20. September im Stadtteil Mauritz erhalten durch die Explosion am Hessenweg eine unerwartete Aktualität.“ Bei dieser Evakuierung soll es sich um die größte der jüngeren Stadtgeschichte von Münster handeln: Insgesamt fünf Bomben-Verdachtspunkte sollen untersucht werden.

Explosion am Kanal in Münster

Erstmeldung: 8. September. Münster – Am Hessenweg ist es am Dienstag (8. September) zu einer Explosion gekommen. Ein bislang noch unbekanntes Kampfmittel ist dort laut Information der Feuerwehr bei Erdarbeiten am Nachmittag detoniert. Die Bauarbeiter hatten im Anschluss die Polizei informiert.

Stadt Münster
Bevölkerung310.039
BundeslandNRW

Keine Menschen bei Explosion in Münster verletzt – Feuerwehr im Einsatz

Bei der Explosion in dem Gewerbegebiet am Kanal in Münster ist es zu einem Sachschaden gekommen – die Höhe ist noch nicht klar. Menschen wurden jedoch nicht verletzt. Bauarbeiter hatten in Höhe der Hausnummer 101 Fräsarbeiten durchgeführt. Da sich in unmittelbarer Nähe ein Gaslager befindet, war die Feuerwehr zunächst in höchster Alarmbereitschaft.

Zu einer Beschädigung des Lagers durch die Explosion ist es jedoch nicht gekommen. Der Kampfmittelräumdienst ist indes zu der Stelle in Münster ausgerückt, um sie zu untersuchen. Auf diese Weise soll geklärt werden, was die Detonation verursacht hat. Üblicherweise wird mittels Luftaufnahmen vor Bauarbeiten überprüft, ob sich noch Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg im Erdreich befinden.

Immer wieder werden Fliegerbomben in Münster gefunden

In Münster werden immer wieder Fliegerbomben gefunden. Warum das so ist, hat ein Experte im Interview mit msl24.de erklärt. Ein besonders großer Einsatz steht im September an: So wird in wenigen Wochen in Münster wegen einer möglichen Entschärfung ein ganzes Viertel evakuiert: An fünf Verdachtpunkten gleichzeitig wird dann überprüft, ob sich Blindgänger im Erdreich befinden.

Möglicherweise ist in Münster eine Fliegerbombe explodiert. (Symbolbild)

Eine Explosion hatten vor einigen Monaten zwei Frauen absichtlich herbeigeführt: Mutter und Tochter, die gemeinsam auf einem Hof in Münster lebten, jagten das Haus mitsamt ihrer zwei Pferde in die Luft.

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