Dramatische Szenen in Münster

Explosion in Wohnhaus: Frauen wollten sich in Luft sprengen – Beschuldigte äußert sich

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Nach der Explosion in dem Haus war die Feuerwehr stundenlang damit beschäftigt, den Brand zu löschen.

Schlimme Szenen haben sich am Mittwoch in Münster ereignet: In einem Wohnhaus hat es eine Explosion gegeben. Es gab fünf Verletzte und zwei tote Pferde. Mittlerweile konnte eine der Beschuldigten vernommen werden.

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  • Gasexplosion und Brand in Münster
  • Fünf Personen und zwei Pferde verletzt
  • Mordkommission ermittelt gegen Mutter und Tochter 

Bildergalerie zur Explosion in Münster: Haus in Flammen – fünf Verletzte

Explosion in einem Haus
 © dpa / Bernd Thissen
Explosion in einem Haus
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Explosion in einem Haus
Explosion in einem Haus © dpa / Bernd Thissen
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Explosion in einem Haus
Explosion in einem Haus © dpa / Bernd Thissen

Update: 19. September. Einen Tag nach den dramatischen Szenen in Münster, bei dem nach einer Explosion in einem Haus mehrere Menschen verletzt wurden, hat die Polizei nun weitere Informationen veröffentlicht. Die 67-jährige Bewohnerin, die gemeinsam mit ihrer Tochter das Haus wohl in die Luft sprengen wollte und schwer verletzt wurde, konnte bereits im Krankenhaus vernommen werden.

Gegenüber den Beamten gab sie an, dass sie zusammen mit ihrer 38-jährigen Tochter die Explosion in Münster geplant und durchgeführt habe. "Sie seien aber davon ausgegangen, dass Unbeteiligte nicht zu Schaden kommen", teilt Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt in einer Presseerklärung mit.

Die Tochter ist nach dem Vorfall so schwer verletzt, dass sie bislang noch nicht vernommen werden konnte. Sie soll sich in einem kritischen Zustand befinden. Der Tatort in Münster wurde beschlagnahmt und wird von Experten der Polizei durchsucht.

Das Haus ist nach der schweren Explosion am Mittwoch (18. September) einsturzgefährdet. "Das macht die Suche nach Spuren besonders kompliziert", erklärt Joachim Poll, Leiter der Mordkommission. Die Staatsanwaltschaft Münster wird am Donnerstag gegen beide Beschuldigte beim Amtsgericht einen Haftbefehl wegen versuchten Mordes in Tateinheit mit Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion mit versuchter Todesfolge beantragen.

Sperrung nach Explosion in Münster aufgehoben

Update: 18. September, 17.01 Uhr. Die Sperrung der Straße "Am Max-Klemens-Kanal" ist soeben aufgehoben worden, das teilte die Polizei vor wenigen Minuten über Twitter mit. Der Verkehr kann dort nun wieder fließen. 

Update: 18. September, 15.39 Uhr. Wie die Polizei Münster per Twitter gerade mitteilte, wird die Sperrung nach der Explosion in der Straße "Am Max-Klemens-Kanal" in rund einer Stunde wieder aufgehoben und die Straße freigegeben. 

Mordkommission ermittelt in Münster nach Explosion

Update: 18. September, 13.56 Uhr. Gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft Münster hat die Polizei nun eine Stellungnahme zu den Vorfällen in Kinderhaus veröffentlicht. Um 9.23 Uhr klingelten ein Gerichtsvollzieher sowie ein Polizeibeamter am Haus "Am Max-Klemens-Kanal". In diesem Moment kam es dann zur Explosion.

Dabei wurden die beiden Bewohnerinnen schwer verletzt. Drei Polizeibeamte erlitten leichte Verletzungen. Mittlerweile wurde eine Mordkommission unter der Leitung von Kriminalhauptkommissar Joachim Poll eingerichtet: "Es gibt Hinweise darauf, dass die Bewohnerinnen des Hauses die Explosion absichtlich herbeigeführt haben, als die Beamten heute zur Zwangsräumung erschienen. Möglicherweise wollten sie sich dadurch selbst das Leben nehmen", erklärte Poll. 

Kurz vor der vermeintlichen Tat haben die beiden Frauen zwei Pferde in das Haus gebracht. Die Tiere erlitten durch die Explosion so schwere Verletzungen, dass sie eingeschläfert werden mussten. "Wir ermitteln wegen versuchten Mordes in Tateinheit mit Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion mit versuchter Todesfolge gegen die zwei 67 und 38 Jahre alten Frauen", erläutert Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt. Die Löscharbeiten an dem Haus in Münster dauern derweil noch an. Die weiteren Ermittlungen laufen.

Zwei Bewohnerinnen haben ein Haus in Münster explodieren lassen. Fünf Verletzte und zwei tote Pferde sind die Folge. 

Feuer in Münster mittlerweile unter Kontrolle

Update: 18. September, 12.55 Uhr. Wie die Polizei soeben mitteilte, bleibt die Straße "Am Max-Klemens-Kanal" noch für mindestens eine Stunde gesperrt. Das Feuer in dem Wohnhaus in Münster konnte mittlerweile unter Kontrolle gebracht werden. Die Ermittlungen zu den Hintergründen des Vorfalls wurden nun aufgenommen. Wir berichten weiter.

Zusammenfassung zur Explosion in Münster

Update: 18. September, 12.43 Uhr. Zusammenfassung: Am Mittwoch haben sich in Münster dramatische Szenen abgespielt. Am Vormittag kam es zu einer Explosion in einem Wohnhaus. Die Straße "Am Max-Klemens-Kanal" musste danach weiträumig abgesperrt werden. Die Feuerwehr rückte danach mit rund 70 Einsatzkräften an, um das Feuer zu löschen.

Es wird davon ausgegangen, dass die Explosion von den Mietern absichtlich herbeigeführt wurde. Wie sich herausstellte, sollte das Gebäude an diesem Tag zwangsgeräumt werden. Als ein Gerichtsvollzieher mit einem Polizisten an dem Haus in Münster klingelten, kam es zur Detonation.

Sechs Gasflaschen sollen von der Feuerwehr aus dem Gebäude gebracht worden sein. Die beiden Bewohner – eine Mutter und ihre Tochter – wurden bei dem Vorfall schwer verletzt. Der Polizist, der an der Tür klingelte erlitt leichte Verletzungen. Ein weiterer Beamter soll unter Schock stehen.

Wenige Minuten vor der Explosion sollen die beiden Verdächtigen zwei Pferde in das Haus gebracht haben. Der Grund hierfür ist noch unklar. Die Tiere mussten aufgrund ihrer schweren Verletzungen eingeschläfert werden. Der Einsatz in Münster dauert noch immer an.

Schlimme Details zur Explosion in Münster bekannt

Update: 18. September, 12.19 Uhr. Minütlich sickern immer weitere Informationen zu dem Vorfall in Münster durch. Das Haus soll von einer Frau und ihrer Tochter bewohnt gewesen sein. Als am Mittwochmorgen gegen 9.20 Uhr ein Gerichtsvollzieher und ein Polizist an der Tür geklingelt haben, soll es zur Explosion gekommen sein. 

Ein Beamter wurde dabei leicht verletzt, bestätigte eine Polizeisprecherin auf Anfrage. Die beiden Verdächtigen sollen zudem wenige Minuten vorher zwei Pferde in das Haus gebracht haben. Diese wurden bei der Explosion so schwer verletzt, dass ein Tierarzt sie einschläfern musste. Wir berichten weiter.

Zwangsräumung in Münster geplant

Update: 18. September, 12.09 Uhr. Zu der geplanten Zwangsräumung gibt es jetzt weitere Infos: Wie die "Bild" erfahren hat, sollte die Räumung am Mittwochvormittag im Namen des Gläubigers vollstreckt werden. Der Grund für die Maßnahme sollen nicht gezahlte Mieten gewesen sein. Der Rechtsstreit zwischen beiden Parteien gehe schon seit einigen Jahren, heißt es. Die Straße "Am Max-Klemens-Kanal" bleibt weiterhin gesperrt. Wir berichten weiter.

Update: 18. September, 11.35 Uhr. Mittlerweile gibt es einen schlimmen Verdacht rund um die Gasexplosion in Münster: Es wird vermutet, dass die Bewohner das Haus absichtlich explodieren lassen wollten. Das Gebäude sollte an diesem Tag zwangsgeräumt werden. Stichhaltige Informationen zu diesen Vermutungen gibt es jedoch noch nicht. Die Staatsanwaltschaft ist bereits vor Ort.

Münster: Besteht noch immer Explosionsgefahr?

Update: 18. September, 11.15 Uhr. Wie die WN berichten, soll die Feuerwehr sechs Gasflaschen aus dem Haus in Münster gebracht haben. Der Dachstuhl steht noch immer in Flammen. Derzeit kann außerdem nicht ausgeschlossen werden, dass weiterhin Explosionsgefahr besteht. 

Update: 18. September, 10.52 Uhr. Die Polizei teilte soeben mit, dass die Sperrung der Straße "Am Max Klemens Kanal" andauern wird. Wie lange der Bereich für Verkehrsteilnehmer unbefahrbar bleibt, ist noch nicht sicher. Die Feuerwehr Münster ist noch immer mit den Löscharbeiten beschäftigt.

Zwei Schwerverletzte nach Gasexplosion in Münster

Update: 18. September 10.40 Uhr. Der Einsatz im Norden von Münster ist noch immer in vollem Gange. Die Feuerwehr hat soeben auf Anfrage bestätigt, dass es sich um eine Gasexplosion gehandelt hat. Die beiden Personen wurden schwer verletzt und in ein Krankenhaus gefahren. 

Etwa 70 Kräfte der Feuerwehr Münster sind zur Stunde vor Ort und versuchen, den Brand zu löschen. Da sich der Einsatz außerhalb des Zentrums befindet, gestalte sich die Wasserversorgung etwas schwieriger, heißt es auf Anfrage. Die Straße "Am Max-Klemens-Kanal" bleibt weiterhin gesperrt.

Update: 18. September, 10.22 Uhr. Wie die Polizei auf Anfrage mitteilt, soll es bei der Explosion zwei Verletzte gegeben haben. Genauere Informationen zu den Umständen gibt es derzeit noch nicht. Einsatzkräfte sind im Stadtteil Kinderhaus noch immer vor Ort und evakuieren das Gebäude.

Münster: Evakuierung nach Explosion in Wohnhaus

Erstmeldung: 18. September, 10 Uhr. Münster – Die Polizei teilte soeben mit, dass es auf der Straße "Am Max-Klemens-Kanal" zu einem Einsatz kommt. Nach ersten Informationen soll sich dort am Mittwochvormittag (18. September) in einem Wohnhaus eine Gasexplosion ereignet haben.

Die Straße ist zur Stunde zwischen Grevener Straße und Heidegrund komplett gesperrt. Verkehrsteilnehmer werden gebeten, den Bereich weiträumig zu umfahren. Das Haus in Münster wird derzeit evakuiert.

Die Straße Am Max Klemens Kanal ist derzeit auf dieser Strecke komplett gesperrt.

Der Pressekodex sieht vor, dass über Suizide oder Suizidversuche zurückhaltend berichtet wird. Dies gilt insbesondere für die Nennung von Namen und die Schilderung näherer Begleitumstände. Grund für die Zurückhaltung ist die hohe Nachahmerquote nach jeder Berichterstattung über Selbsttötungen. Daher halten wir uns mit Details über den Vorfall zurück.

Wenn Sie sich selbst betroffen fühlen, kontaktieren Sie bitte umgehend die Telefonseelsorge . Unter der kostenlosen Hotline 0800/1 11 01 11 oder 0800/1 11 02 22 erhalten Sie Hilfe von Beratern, die schon in vielen Fällen Auswege aus schwierigen Situationen aufzeigen konnten. Ergänzend können Sie das Angebot der Krisenhilfe Münster (0251/51 90 05) in Anspruch nehmen und dort bis zu zehn kostenlose persönliche Beratungstermine vereinbaren.

Anfang des Jahres gab es in der Domstadt ebenfalls eine Explosion. Nachdem eine Lagerhalle in Münster in Flammen aufging, wurde in den Trümmern eine Leiche gefunden. Zu einem größeren Einsatz könnte es demnächst wieder aufgrund eines Bombenfundes kommen. An einer Baustelle in Münster wurde eine Kampfmittelsondierung durchgeführt. Die Ergebnisse sollen bald vorliegen. 

In der Innenstadt wurde ein Mann verletzt: Bettler hatten Passanten am Bahnhof in Münster beleidigt – und dann angegriffen. 

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